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STV im Aufwind - mit Tempo und guter Deckung zum Sieg in Hamm

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Von: Thomas Müller

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Julian Vukoja war beim Sieg in Hamm nicht nur im Innenblock und als Kreisläufer gefordert. Der Soester verwertete einige Gegenstöße, unter anderem auch in der heißen Schlussphase.
Julian Vukoja war beim Sieg in Hamm nicht nur im Innenblock und als Kreisläufer gefordert. Der Soester verwertete einige Gegenstöße, unter anderem auch in der heißen Schlussphase. © Müller

Hamm - „Auswärtssieg! Auswärtssieg!“ skandierte die lautstarke Mehrheit der Zuschauer in der Stein-Halle in Hamm am Samstagabend. Eine Woche nach dem ersten Saisonsieg in der Oberliga feierte der Soester TV auch seinen ersten Auswärtserfolg der laufenden Saison mit dem 26:25 (16:11) bei den Nachbarn von der SG Hamm II. Die ganz große Krise scheint der STV überwunden zu haben, auch wenn noch längst nicht alles glänzte.

„Wichtig ist für uns der erste Auswärtssieg, auch wenn wir das Ergebnis deutlicher hätten gestalten können“, war Soests Trainer Dirk Lohse nur bedingt zufrieden mit seiner Mannschaft, die sich dank des zweiten Sieges immerhin auf den neunten Platz vorschob. „40 Minuten war es insgesamt gut, aber die Chancenverwertung war häufig noch sehr schlampig“, so Lohse. Insbesondere die Anfangsphasen beider Halbzeiten waren schwach.

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Schon nach fünfeinhalb Minuten zieht Lohse die erste Auszeit. Hamm führt bereits mit 4:1, trifft vorne bis dahin nach Belieben gegen eine behäbige STV-Deckung, die auch keinen Abpraller sichert. In der Auszeit findet Lohse offenbar die richtigen Worte, zumindest für die Abwehr, wo die Soester von nun an besser arbeiten und so auch Veit Lichtenegger gegen seinen Ex-Club immer wieder zu guten Paraden kommt.

Besserung in der Offensive gibt es erst nach einer guten Viertelstunde, weil Soest die Würfe zu schlecht vorbereitet oder sie frei vergibt. Kim Voss-Fels erzielt in der 13. Minute erst den dritten Soester Treffer (7:3), dann aber zündet der Turbo. Acht Minuten später liegt Soest mit 11:8 vorne. Dank besserer Bewegung vorne und guter Deckungsleistung hinten. Und vor allem mit ganz viel Tempo. Die Deckung steht besser, Hamm fällt nicht viel ein, verliert die Bälle leichtfertig oder leistet sich technische Fehler. Die Ballgewinne verwerten Max Picht, Robin Bekel und Luis Gran im Gegenstoß. Außerdem sind jetzt Schnorfeil auf Halbrechts und Axel Loer auf der linken Seite besser im Spiel.

Mit den Torerfolgen im Rücken hat der STV plötzlich auch das nötige Glück. Einen abgefälschten Schuss angelt sich Axel Loer vor Torwart Krömer aus dem Kreis, trifft ins leere Tor (12:9). Eine Lichtenegger-Parade später wird Schnorfeils Pass auf Kreisläufer Vukoja eigentlich abgefangen, aber er landet doch beim Soester (13:9). Situationen, die vor Wochen noch schiefgegangen wären. So geht es mit einem beruhigenden Fünf-Tore-Vorsprung in die Kabine (16:11).

Beruhigend? Von wegen. Auch den Start in Halbzeit zwei verschlafen die Soester, sind behäbig, langsam, passiv. Innerhalb weniger Minuten verkürzt Hamm durch Leader und Haupttorschütze Wesseling sowie Linksaußen Saalmann bis auf ein Tor. Soest stabilisiert sich langsam, wieder durch eine Steigerung in der Defensive. Weil es aber vorne nicht läuft, robbt sich Hamm weiter heran. Phil Schrage gelingt der Ausgleich per Gegenstoß (19:19; 43.). Voss-Fels scheitert am Torwart, Axel Loer am Block. Erneut ist Schrage auf und davon: 20:19 für Hamm (44.).

Hamm legt noch zweimal vor, dann macht sich aber der Torwartwechsel beim STV bemerkbar. Birk Muhr löst den nach der Pause nicht mehr ganz so starken Lichtenegger ab und zeigt gleich gute Paraden. Durch die Ballgewinne wird das Soester Spiel wieder schnell: Bekel im Gegenstoß mit der erneuten Soester Führung (22:23; 50.). Doch spielt Soest die Ballgewinne nicht konsequent genug aus, das Spiel bleibt offen bis zum 24:24. Muhr hält noch einmal gegen Schrage, im Gegenstoß zieht Vukoja den Siebenmeter und eine Zeitstrafe für Wesseling (56:27 gespielt). Gran, der über weite Strecken das STV-Spiel ordentlich gelenkt hat, trifft vom Punkt: 24:25. Hinten hält wieder Muhr, diesmal mit Hilfe des Pfostens gegen Jungemann, Vukoja trifft auf der anderen Seite drei Minuten vor dem Ende zum Sieg. Den Vorsprung lassen sich die Soester auch von einer offenen Hammer Deckung nicht mehr nehmen.

Statistik

SG Hamm II: Krömer (1.-30.), Mechelhoff (31.-60.); Pretzewofsky (1), Wesseling (4), Mrcela, Weigel (3), Jungemann (4), Herbert, P. Schrage (3), Saalmann (9).

Soester TV: Lichtenegger (1.-45.), Muhr (45.-60.); Gran (2/1), Schnorfeil (2), Wolff, Brauckmann, A. Loer (3), Picht (3), Vukoja (4), Schönle, Haake, R. Bekel (2), K. Voss-Fels (8/3), M. Loer (2/1).

Spielfilm: 4:1 (5.), 7:2 (12.), 7:3 (13.), 8:4 (16.), 8:11 (22.), 10:13 (27.), 11:16 (30.) – 14:17 (33.), 16:19 (39.), 20:19 (44.), 21:21 (49.), 22:23 (51.), 24:24 (56.), 24:26 (58.), 25:26 (60.).

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