Fußball

Start in Kleingruppen: So läuft die Rückkehr ins Training

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Trainings-Neustart beim SV Westfalia Soest: Enno Stemmerich und Mitspieler tippeln, Trainer Ibou Mbaye gibt Anweissungen.

Soest – Den Rasen von Rietberg (22. Februar) hatte Simon Bonk noch unter seinen Stollenschuhen. Die Multinockenschuhe für den Kunstrasen mussten erst einmal entstaubt werden. „Das war schon etwas Besonderes, heute wieder die Tasche zu packen“, schmunzelte der Stürmer des SV Westfalia Soest.

Sein Teamgefährte Lukas Brenk lachte: „Es ist schön, mal wieder zu Hause raus zu kommen.“

Erstmals seit über zwei Monaen – das letzte Training war am 12. März – trainierte der Bezirksligist SV Westfalia Soest am Donnerstagabend wieder gemeinsam im Jahnstadion. „Wir halten die Hygieneregeln ein, haben die Bälle desinfiziert“, sagt SVW-Trainer Ibou Mbaye.

Das heißt im Klartext, die erste Schicht begann um 19 Uhr. Dabei wurden von Mbaye und dessen „Co“ Jannik Schürhoff jeweils acht Spieler auf zwei Gruppen in zwei Spielhälften aufgeteilt. Nach etwa 60 Minuten kam die zweite Hälfte und wurde wieder in zwei Gruppen geteilt. Beim Wechsel gab es ein paar nette Worte auf Distanz und schon ging es weiter. Gut einstudiert, aber schon sehr ungewöhnlich.

Aber egal, die Jungs hatten ihren Spaß, selbst Torwarttrainer Martin Engel hatte mit seinen vier Keepern reichlich Arbeit.

Und der Spaß stand allen Akteuren ins Gesicht geschrieben. Selbst Übungen, die sonst ungern absolviert wurden, machten den Jungs nichts aus.

Trainer Ibou Mbaye leitete die eine Gruppe und sein Co-Trainer Jannik Schürhoff leitete die zweite Gruppe an. Es ging konzentriert zur Sache. Die Trainer ließen viel mit dem Ball arbeiten, es wurden lange Bälle geschlagen und diese von der Zielperson angenommen. Auch Passfolgen gab es. „Spielen können wir natürlich noch nicht, aber im technischen Bereich arbeiten“, sagt Mbaye.

Auch standen leichte konditionelle Übungen an. Es wurde auf den Abstand geachtet, doch in jeder Situation ließ sich dies, trotz großer Vorsicht, nicht durchziehen. Da wird von jedem Spieler viel Disziplin abverlangt.

Zum Ende der Übungen gab es Torschusstraining in verschiedenster Form. Hier wurde deutlich, dass die Jungs lange Pause hatten – mehr Bälle als üblich landeten im Fangzaun.

Torhüter können sich auszeichnen

Immerhin bekamen die Torhüter vereinzelt Bälle aufs Tor. Treffer wurden mit Sprüchen kommentiert. Die Stimmung war richtig gut, bis zuletzt.

„Die erste Woche Pause war super, die zweite ging auch noch. Aber ab dann ging es auf die Psyche. Es ist ein hammergeiles Gefühl, wieder auf dem Platz zu stehen“, fand Torwart Lukas Kasparek die passenden Worte.

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