Erstes Bezirksliga-Derby im Kreis Soest

SVW Soest ist gegen Aufsteiger Ostinghausen favorisiert

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SVW-Mitglied Rüdiger Hötte reist mit seinen Sportfreunden ins Jahnstadion.  

Soest/Ostinghausen – Zwei verschenkte Punkte – das war der einhellige Tenor nach dem ersten Spieltag sowohl beim SV Westfalia Soest als auch bei den Sportfreunden Ostinghausen. Am Sonntag treffen sie im ersten Bezirksliga-Kreisderby der Saison 20/21 aufeinander.

Bezirksliga 7: SV Westfalia Soest – SF Ostinghausen, So, 15 Uhr, Kunstrasen im Jahnstadion. Gästetrainer Rüdiger Hötte kennt den Konkurrenten aus dem Eff-Eff. Als Vereinsmitglied des SVW wäre es ihm wohl durchaus auch recht, wenn der Soester Fußball alsbald wieder in der Landesliga vertreten wäre. Am Sonntag aber ist ihm als SFO-Coach das Hemd näher als der Rock. 

Er würde zu gern einen Punkt aus dem Jahnstadion entführen, weiß aber um die Schwere der Aufgabe. „Da erwartet uns eine Herkules-Aufgabe. Soest ist für mich der Topfavorit, da steht Riesen-Qualität auf dem Platz. Da müssen wir mit Bedacht agieren, dürfen nicht ins offene Messer laufen“, hat er vor allem Riesenrespekt vor dem enormen Tempo, das die SVW-Kicker an den Tag legen können. Seine Mannschaft habe gegen Cappel die Erfahrung machen müssen, dass die Bezirksliga 7 eine hohe Hausnummer sei.

 „Wir dürfen nicht zu blauäugig an die Sache herangehen. Im Vorjahr hätte eine 2:0-Führung gereicht“, ärgert er sich über den am Vorsonntag verspielten Vorsprung. Jetzt komme mit Soest ein ganz anderes Kaliber auf seine Mannschaft als im Auftaktspiel zu. Da kommt es Hötte äußerst ungelegen, dass sich mit Achim Gärtner eine feste Größe in der Innenverteidigung eine Verletzung zugezogen hat. Der Routinier müsste gegen Cappel ausgewechselt werden. 

Da zudem ein Fragezeichen hinter Lars Schröder steht, fehlen Höttewomöglich zwei Korsettstangen in seiner ersten Elf. Aber: „Wir haben jetzt im Gegensatz zum vergangenen Jahr einen breiten Kader“, hofft er, dass seine Truppe dennoch gewappnet ist. Auch seinen Gegenüber plagen personelle Probleme. Denn Steffen Hinne-Schneider hat sich einen Oberschenkel-Zerrung zugezogen, damit fällt der Sechser definitiv aus. Hinter Eckhard Geisthövel steht wegen Leistenproblemen ein großes Fragezeichen. 

Luke Neitzner befindet sich wegen seines Kontakts zur A-Jugend wie die Juniorenspieler in Quarantäne, ist aber ohnehin angeschlagen, steigt in der nächsten Woche wieder ins Training ein. Kasparek operiert Simon Bonk ist erkältet, wäre diesmal zum Einsatz gekommen, nachdem er in Freckenhorst zunächst hatte auf der Bank Platz nehmen müssen. „Wenn alle fit sind, ist es schwierig zu entscheiden, wen ich rauslasse. Diesmal hätte Simon von Anfang an gespielt. Doch wir wollen ohnehin rotieren“, will SVW-Trainer Ibou Mbaye allen Spielern angemessene Spielanteile verschaffen. 

Die Soester wollen am Sonntag über den ersten Saisonsieg jubeln.

Er setzt auch darauf, dass Nils Topp nach Ende seiner schulischen Verpflichtungen in Goslar, die am Freitag endeten, wieder voll ins Training einsteigen kann. So wird er gegen Ostinghausen wie schon in Freckenhorst nur auf der Bank Platz nehmen. Zwischen den Pfosten steht Tobias Hinne-Schneider, zumal sein Torwartkollege Lukas Kasparek am Donnerstag operiert worden ist, nachdem seine fortwährenden Knieprobleme nicht konservativ behoben werden konnten. 

Die Gäste schätzt Mbaye vor allem in der Offensive stark ein: „Sie können jedem Gegner weh tun, daher dürfen wir sie nicht unterschätzen. Die Mannschaft hat auf jeden Fall die Qualität für den Klassenerhalt. Die Punkte muss sich mein Freund Rüdiger aber woanders holen“, ergänzt Mbaye augenzwinkernd. Gespielt wird auf Kunstrasen, da die Hausherren sich nicht ihre technischen Vorteile gegenüber vielen Gegnern durch die Unebenheiten des Rasens auf dem Hauptplatz nehmen lassen wollen. „Hier gibt es aber Planungen für eine Erneuerung“, weiß Mbaye um Bemühungen, den Rasen aufzumöbeln. 

Personal: Beim SVW fehlen S. Hinne-Schneider, Neitzer, Bonk, Kasparek (alle verletzt oder krank), Geisthövel ist fraglich. Bei SFO fehlt Gärtner, Schröder ist fraglich.

Anstoß: Sonntag, 15 Uhr, Kunstrasen im Jahnstadion.

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