SC Sönnern kündigt Spektakel in Werl an

WERL ▪ „Unser Verein hat bereits 90 Eintrittskarten für die Fans vorbestellt. Die werden hoffentlich ein richtiges Spektakel machen, auf das sich die Spieler immens freuen“, ist Sönnerns Trainer Marco Surmann die Vorfreude auf die Teilnahme seiner Mannschaft an der Endrunde zum Warsteiner Masters deutlich anzumerken. Gemeinsam mit Landesligist SG Oestinghausen ist der A-Ligist derzeit das einzige Team aus dem Kreis Soest in der Endrunde.

Nach jahrelanger Durststrecke wollen die Sönneraner am Sonntag alte Zeiten wieder aufleben lassen. Ende der 90er-Jahre gehörte der SC Sönnern zum festen Bestand der Endrunde und verwandelte mit seinen vielen Zuschauern die Werler Dreifachhalle ein um andere Mal in ein Tollhaus. Spieler wie Dirk Niggemann oder auch Erich Kreyenbrink drückten dem Turnier Jahr für Jahr ihren Stempel auf. Die letzte Endrundenteilnahme liegt allerdings schon sechs Jahre zurück. 2005 landete der SCS als damaliger Bezirksligist auf dem fünften Gesamtplatz.

Eine so gute Platzierung will Surmann zwar nicht generell ausschließen, weiß aber auch, dass dann vieles optimal laufen müsste. „Mit Lippstadt und Rhynern sind Mannschaften ganz anderen Kalibers dabei. Ich habe auch die Marokkaner aus Holzwickede auf der Rechnung. Die haben in Werl quasi ohne Torwart und Auswechselspieler ganz feinen Hallenfußball gezeigt“, zählt Surmann nur einen Teil der starken Konkurrenz auf. „Wir wollen versuchen, das erste Spiel zu gewinnen, um in der Rangliste den einen oder anderen Platz nach oben zu klettern. Auch mit Blick auf die Euros, die wir damit verdienen können“, so Surmann, der mit seinem Team am Donnerstag eine Sonderschicht in der Soccerhalle teinlegte, um sich an die Rund-um-Bande zu gewöhnen. Morgen wird das Überraschungs-Team von vor zwei Wochen ein etwas anderes Gesicht haben. Damalige Aushilfen wie Gosch, Chwalek und Raschke werden nicht dabei und von Smialkowski, Chamlali und Brzezon ersetzt werden. „Das ist zwar nicht einfach für die Jungs, die uns dort hingebracht haben. Aber letztlich wollen wir die bestmögliche Mannschaft stellen. Denn die Euros kommen ja der Mannschaftskasse und damit allen Spielern zugute.“

Scholle und Schneller

coachen das SGO-Team

Ralf Bellenhaus, Trainer von SG Oestinghausen, wird dagegen genau die Jungs ins Rennen schicken, die seiner Meinung nach überraschend das Vorrundenturnier in Lippetal gewannen. „Mit dabei sind auch unsere beiden A-Jugendlichen Ruben Brinker und Armin Klein“, will Bellenhaus den Youngstern die Chance geben, die Atmosphäre in der Werler Halle mitzuerleben. „Die Halle wird sicherlich wieder voll sein und es freut mich für die Mannschaft, dass wir dabei sind, auch wenn ich selbst den Fokus eindeutig auf den 6. Februar lege“, konzentriert sich Bellenhaus ganz auf die Meisterschaft, in der der Klassenerhalt unbedingt geschafft werden soll.

Die Endrunde am Sonntag sei ein netter Zeitvertreib und habe sicherlich auch mentale Auswirkungen auf die kommende Trainingswoche, so Bellenhaus. „Schneiden wir gut ab, dann könnte dies einen Schub geben. Scheiden wir aber nach zwei Spielen aus, wird dies auch am Dienstag noch diskutiert“, glaubt der Coach.

Er selbst wird die Spieler seiner Mannschaft wieder nur von der Tribüne aus verfolgen, Carsten Scholle und Dirk Schneller übernehmen das Coaching an der Bande. „Das haben wir in der Vorrunde schon so gemacht. Ich wollte mir das oftmals überharte Einsteigen der Mannschaft nicht mehr von der Bank aus ansehen“, kritisiert der den manchmal übertriebenen Ehrgeiz der unterklassigen Teams. „Dies dürfte am Sonntag ja weniger sein, da sich die fußballerisch guten Mannschaften durchgesetzt haben. Und das wollen die Zuschauer doch auch sehen.“

Karten für die Endrunde sind noch an der Tageskasse erhältlich oder können über die teilnehmenden Vereine im Vorfeld geordert werden. Die aktivsten Schlachtenbummler der Lucky-Loser- und Endrunde werden jeweils mit einem 50-Liter-Fässchen Bier belohnt. ▪ jb

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