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So lief Bremens Heimdebüt in der Bezirksliga 4 - und so die Spiele in der Staffel 7

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Von: Thomas Müller, Frank Zöllner, Frank Düser

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Bezirksliga 4: TuS Bremen - FC Erlenbruch 1:5 (1:4)
Der TuS Bremen verlor klar gegen den FC Erlenbruch © Thomas Müller

So lief Bremens Heimdebüt in der Bezirksliga 4 - und so die Spiele in der Staffel 7. Bremen – Was für eine Enttäuschung: Im ersten Bezirksliga-Heimspiel nach acht Jahren liefert der TuS Bremen im Derby mit dem Arnsberger Nachbarn aus Erlenbruch eine fehlerbehaftete Leistung ab und verliert verdient, wenn auch ein bisschen zu deutlich.

Bezirksliga 4: TuS Bremen – FC Neheim-Erlenbruch 1:5 (1:4). Ein Fehler-Festival in der ersten Viertelstunde brachte Bremen früh auf die Verlierer-Straße. Der TuS wirkte müde und unkonzentriert. Die Gäste schalteten dagegen nach (leicht) gewonnenen Bällen blitzschnell um. Kai Oberreuther mit zwei Toren und Safak Üstenci hatten nach 13 Minuten im Zusammenspiel schon drei Tore erzielt, einmal die Latte getroffen und zweimal Keeper Kaulmann gefordert.

Bremen, das bei einem Vorstoß zumindest mit einem Eigentor zum zwischenzeitlichen 1:1 beschenkt wurde, wirkte geschockt, fand vor der Pause gar nicht mehr in Tritt – im Gegenteil. Die Angriffsversuche endeten meistens in der Verteidigung eines Konters – einer davon saß noch vor dem Pausenpfiff.

In der Pause gelang es Temiz mit seinem Trainerteam offensichtlich, so etwas wie eine Aufbruchstimmung zu generieren. Bremen kam forsch aus der Kabine, es wurde wilder. Allerdings führte das auch zu einem kleinen Duell von TuS-Spielern und TuS-Staff mit dem nun unsicherer wirkenden Schiedsrichter, der mit Gelben Karten der Hektik Einhalt zu gebieten versuchte.

Bremen drückte, versuchte es ein wenig mit dem Kopf durch die Wand – und die Gäste konterten erfolgreich zum 1:5. Nach gut einer Stunde war das Spiel durch.

Gleichzeitig ging den Gästen die Kraft aus, was sich in immer mehr kleinere Nickeligkeiten und vielen Fouls äußerte. Und daran, dass sie die Bremer nicht mehr durch frühes Attackieren vom eigenen Tor fernhalten konnten.

Trainermeinung

Eren Temiz (Trainer TuS Bremen): „Es ist enttäuschend, wir hatten uns viel vorgenommen, wir wissen was wir für Qualität haben und das nicht auf die Fläche gebracht haben. Wenn dir das nicht gelingt, wirst du bestraft. Das sollten die Jungs jetzt aber auch mal wissen, dass jeder Fehler hier bestraft wird. Im Gegensatz zur vergangenen Woche, als wir gegen Meschede verdammt gut gespielt haben bei der 0:4-Niederlage, war dass eine absolute Enttäuschung. Es ist einfach nicht mehr so zielstrebig bei uns im letzten Drittel wie in der vergangenen Saison.“

Es ergaben sich viele (Halb-) Chancen. Mergim Megjuani und Luca Giannotto mit Schuss-Versuchen aus der Distanz. Die dickste Chance hatte sicherlich Johannes Kaulmann nach einem Freistoß von Kevin Wender, doch der FC-Keeper warf sich seinem Abstauber-Versuch erfolgreich entgegen. Weitere Wender-Freistöße versprühten noch Gefahr.

Tore: 0:1 Oberreuther ( (2.), 1:1 Eigentor Czapla (4.), 1:2 S. Üstenci (8.), 1:3 Oberreuther (13.), 1:4 Hugashvili (33.), 1:5 S. Üstenci (60.).

Bezirksliga 7: SV Hilbeck – SVE Heessen 1:1 (1:1). Der erneut stark ersatzgeschwächte Landesliga-Absteiger SV Hilbeck hat sich gegen den SVE Heessen den ersten Punkt erkämpft. „Wie die Jungs die Situation annehmen, das ist gut. Mit dem Punkt kann man zufrieden sein. Hier ist richtig Mentalität in der Bude“, sagte Hilbecks Trainer Uwe Beck.

Dabei begann die Partie erneut ohne das Matchglück. Nach einem Ballverlust schoss Kämper aus 20 Metern aufs Hilbecker Tor, der ansonsten starke Kai-Jo Hartmann riss den Arm hoch – Elfmeter. Den verwandelte Dominik Giffey zur frühen Gästeführung (8.).

Als Heessens Keeper Meeß Nika Amoev im Strafraum anschoss, rollte der abgeprallte Ball um Zentimeter am leeren Tor vorbei. Zwei Minuten später traf Noel Scholz nach einer Ecke am „zweiten Pfosten“ freistehend zum 1:1 (30.). Und wenig später verpasste um eine Fußspitze Scholz das 2:1 (32.). Hilbeck hatte sich ins Spiel gearbeitet durch eine engagierte Zweikampfführung und hohen läuferischen Aufwand.

Zu Beginn von Hälfte zwei war Heessen präsenter, ohne allerdings zunächst zu Abschlüssen zu kommen.

Aber auch so waren am Ende die Hilbecker mit dem Erreichten zufrieden. „Wir haben gezeigt, dass wir auch in dieser Konstellation wettbewerbsfähig sind“, sagte Beck, der dennoch natürlich auf personelle Besserung hofft.

Tore: 0:1 Giffey Handelfmeter (8.), 1:1 Scholz (30.).

Bezirksliga 7: SF Oestinghausen – VfL Kamen 3:3 (3:1). Einsatzwille, Leidenschaft, Kampfgeist und taktische Disziplin. Die Spieler von SG Oestinghausen haben alles gezeigt, was ihr Trainer in der Vorwoche vermisste. Beim 3:3 gegen den Aufsteiger und Aufstiegsaspiranten VfL Kamen spielte die Elf von Trainer Dierk Meincke einen richtig guten Fußball gegen einen starken Gast. In einem sehenswerten Spiel gab es ein gerechtes Remis, wie auch SGO-Trainer Dierk Meinke befand.

Tore: 1:0 Weber (FE 2.), 1:1 de Olivera (4.), 2:1 Pipers (21.), 3:1 Senk (27.), 3:2 Kara (55.), 3:3 Demir (65.).

Bezirksliga 7: SW Hultrop – ASK Ahlen 0:5 (0:3). Es waren im Spiel von SW Hultrop gegen den ASK Ahlen gerade 26 Minuten absolviert, als die Vorentscheidung gefallen war. Jorge Machado hatte da mit seinem zweiten Treffer das 3:0 für den Aufsteiger erzielt, die danach zwar einen Gang zurückschalteten, das Spiel aber weiterhin im Griff hatten.

„Sie haben danach nur noch das Nötigste gemacht – und das gut“, sagt SWH-Spielertrainer Tobias Edler anerkennend über die Leistung der spielstarken und mit höherklassigen Fußballern und damit individueller Klasse ausgestatteten Ahlenern. „Wir hatten eine sehr gute Trainingswoche, haben es aber nicht auf den Platz gebracht“, bilanzierte Edler. Immerhin steckte das punktlose Schlusslicht nicht auf.

Tore: 0:1 Machado (8.), 0:2 Kaya (17.), 0:3 Machado (26./Strafstoß), 0:4 Ay (71.), 0:5 Baslarli (89.).

Bezirksliga 7: TuS. Lohauserholz – RW Westönnen 3:2 (2:1). „Wir haben heute nichts von dem umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Wer 70 Minuten leblosen Fußball spielt, der hat sich keine Punkte verdient. Die Niederlage heute geht völlig in Ordnung“, sprach sich der frustrierter RWW-Trainer Christoph Linstaedt den Frust von der Seele.

„Wir haben heute gegen einen starken Gastgeber gespielt, dennoch darf meine Mannschaft so ein Spiel nicht einfach abschenken. Wir waren viel zu langsam und bekamen keine Ruhe ins Aufbauspiel. Ich kann mir das jetzt noch nicht erklären“, war Linstaedt auch noch eine Stunde nach dem Spiel fassungslos.

„Das einzige Positive heute war, dass die eingewechselten Ersatzspieler die Mannschaft wieder belebt haben und dass es hintenraus etwas besser wurde“, sagte Linstaedt, der ohne Nikolai beginnen musste.

Die erste Führung der Gastgeber glich Stefan Schwarze aus und in der 69. Minute verkürzte Tobias Schumacher auf 2:3. Mehr sei an diesem Spieltag nicht verdient gewesen, auch wenn es noch Möglichkeiten auf beiden Seiten gab, so Linstaedt.

Tore: 1:0 Al Berdan (10.), 1:1 Schwarze (15.), 2:1 Antonio (38.), 3:1 Al Berdan (47.), 3:2 Schumacher (69.).

Bezirksliga 7: VfL Wolbeck – SF Ostinghausen 2:2 (1:1). „Ich glaube, wenn wir noch fünf Minuten gespielt hätten, hätten wir gewonnen“, trauerte SFO-Trainer Julian Bober zwei Punkten nach. „Bei allem Respekt vor dem Gastgeber, aber es war ein Dreier möglich“, befand Bober, der seiner Mannschaft jedoch keinen Vorwurf machte. Dennoch riss die lange, Saison-übergreifende Siegesserie

„Die Jungs haben alles versucht, haben sich reingehängt, hatten gefühlt 80 Prozent Ballbesitz und hatten Chancen, doch es reichte nicht“, bilanzierte Bober, der gern nach der Führung durch Lars Schröder das zweite Tor gesehen hätte.

Nach der Pause kam Wolbeck etwas besser ins Spiel, „doch wir waren die bessere Mannschaft“, so Bober. Dennoch ging der Gastgeber nach einem Standard in Führung. „Danach rennen wir dem Ausgleich hinterher. Da kannst du froh sein, das Bömer Schulte in der Schlussphase noch trifft“, sagte Bober
Tore: 0:1 Schröder (13.), 1:1 Vette (23.), 2:1 Gadau (61.), 2:2 Bömer Schulte (84.).

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