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Slowake verstärkt Oberligamannschaft des Soester TV

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Von: Tobias Hinne-Schneider, Michael Rusche

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Trainer Sören Hohelüchter (Mitte) freut sich über die beiden Neuzugänge: den variablen Mittelmann Michal Kurka (links) und Linkshänder Marcel Tomassini. © Michael Rusche

Soest - Die Oberliga-Handballer des Soester TV vermelden einen hochkarätigen Neuzugang.

Seit drei Wochen wohnt er in Soest, inzwischen sind auch Frau Anita und Sohn Liam nachgekommen – Michal Kurka fühlt sich auf Anhieb wohl hier in der Stadt und dabei insbesondere beim Soester TV.

Nach Stationen in der 1. slowakischen Liga, in der 3. Liga bei der TG Münden und in der 5. Liga im Saarland (Homburg) ging es für ihn zum Oberligisten TSG Haßloch, mit dem der Aufstieg in die 3. Liga gelang. Dort spielte der 28-Jährige zwei Jahre, ehe er zuletzt in Friesenheim und Worms in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar im Einsatz war. In seiner letzten Saison in Haßloch hatte er dabei Pech. In einer Vorbereitungsphase hatte er sich die Hand gebrochen, wurde daher im Laufe der Saison nach Friesenheim geschickt, um dort Spielpraxis zu sammeln. Auch später in Worms erwischt es den Slowaken: In einem Spiel Ende Oktober stürzte er unglücklich, zog sich eine komplizierte Armverletzung zu und fiel monatelang aus.

Kurka hofft nun sicherlich, dass er in Soest von solchem Pech verschont bleibt. „Ich habe einen super Eindruck hier bekommen, bin von der Mannschaft toll aufgenommen worden“, so der Mittelmann, der auch auf beiden Halbpositionen spielen kann. „Die Einheiten sind anstrengend, aber gut – so wie sich das gehört“, kommt er nicht nur mit den Mitspielern, sondern auch mit Trainer Sören Hohelüchter sehr gut zurecht. Er habe zwar schon in höheren Ligen gespielt, aber das Niveau in Soest sei auch sehr gut. „Ich habe immer die höchsten Ziele, ob man die erreichen kann, wird man am Ende sehen“, geht er die Spielzeit in Soest sehr ehrgeizig an.

Positiv für ihn ist natürlich auch, dass der Soester TV ihm eine Arbeitsstelle besorgen konnte. Ein Grund mehr, sich in der Börde und im Verein sehr wohlzufühlen.

Auch Hohelüchter freut sich auf den variablen Mittelmann. „Im Oktober oder November wissen die anderen Mannschaften, was auf sie zukommt, da ist es gut, wenn nicht alles stereotyp vonstatten geht“, sagt Hohelüchter, dass man ein System keine Saison lang durchziehen kann. 

Aber auch für den zweiten Neuen in den Reihen der Soester – Marcel Tomassini – hat der Trainer lobende Worte übrig: „Er wächst in seine neue Aufgabe hinein. Marcel ist ein seriöser Handballer, der sehr gut einen Part übernehmen kann.“ Tomassini kommt von Bezirksligist TV Wickede nach Soest, dementsprechend erwartet Hohelüchter, dass sich der Mann für die halbrechte Position erst in der neuen Spielklasse akklimatisieren muss. Dass er sich mit seinen 28 Jahren noch weiterentwickeln kann, glaubt der Wickeder fest. Deswegen ist ihm der Wechsel auch nicht schwer gefallen: „Soest hat einfach sofort gepasst, da musste ich gar nicht groß drüber nachdenken.“

Natürlich will er auch in der Oberliga viele Spielminuten sammeln, dass es allerdings nicht ganz so viele werden wie in Wickede, ist ihm bewusst. „In Wickede habe ich die Geschwindigkeit im Spiel vermisst. In Soest herrscht ein ganz anderes Tempo, oft habe ich den Ball noch zu lange in der Hand“, zeigt er sich selbstkritisch.

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