Carmen Leonie Wulf

Sensationelle Silbermedaille: Junge Deiringserin lässt Bundesligaschützin hinter sich

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Im Finale legte Carmen Leonie Wulf ordentlich vor: Erst in den letzten drei Durchgängen konnte Isabell Ruschel aus Niedersachsen die Schützin aus Deiringsen noch abfangen.

Dortmund/Deiringsen – Die Qualifikation für das Finale hat sie mit Ach und Krach geschafft, dort hat Carmen Leonie Wulf dann aber bärenstark geschossen. Die junge Deiringser Luftgewehrschützin startete beim internationalen RWS-Cup in Dortmund und holte sensationell eine Silbermedaille.

„Das Finale hat echt Spaß gemacht“, sagt Trainer Michael Wulf. „Carmen war sehr stolz, sie hat nach dem Finale sogar gelächelt. Das macht sie eigentlich nicht, egal wie gut der Wettkampf gelaufen ist.“ 

Acht Schützinnen hatten sich für das Finale der weiblichen Jugend über zehn Meter qualifiziert. Carmen Leonie Wulf schaffte den Sprung in die Endrunde denkbar knapp. „Es gibt mittlerweile einen elektronischen Abzug an den Gewehren“, erklärt Wulf. Den musste Laura Braun, ärgste Konkurrentin der Deiringserin, während des Wettkampfes aufladen, weil ihr Akku leer war. „Am Ende stand sie unter Zeitdruck, konnte ihre Ergebnisse nicht mehr halten“, so Wulf. Braun rutschte auf Rang neun ab. Carmen Leonie Wulf war im Finale 

Raketenstart im Finalwettkampf 

Dort legte sie einen Raketenstart hin. Nach fünf Schüssen führte Carmen Leonie Wulf deutlich. Zweimal fünf Schüsse mussten die Schützinnen absolvieren, anschließend wurden in jeder Runde nur noch zwei Schuss abgegeben, die Letztplatzierten schieden in jeder Runde aus. Carmen Leonie Wulf führte, lieferte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Franka Janßen. „Die schießt in der Bundesliga sehr starke Ergebnisse, hat auch schon an einer Europameisterschaft teilgenommen“, ordnet Michael Wulf die Qualität des Wettkampfes ein. 

Janßen schoss in der vierten Runde nur 8,7 Ringe, konnte Carmen Leonie Wulf anschließend nicht mehr einholen und schied aus. Nur Isabell Ruschel aus Niedersachsen konnte noch mithalten. Mit einem kleinen Vorsprung ging Ruschel in die letzten beiden Schüsse – und verteidigte ihren Vorsprung. 

Carmen Leonie Wulf

„Mit der Silbermedaille haben wir überhaupt nicht gerechnet“, sagt Michael Wulf. Zweimal ist Carmen Leonie Wulf beim RWS-Cup gestartet, schied einen Tag zuvor nach einer starken Qualifikation als Vierte, aber schon früh im Finale aus. 

RWS steht für die Rheinisch-Westfälischen Sprengstofffabriken und ist eine Marke für Jagd- und Sportmunition – und Sponsor des internationalen Wettkampfes, der vom Westfälischen Schützenbund im Landesleistungszentrum in Dortmund ausgerichtet wurde. Schützen aus der ganzen Welt nahmen in Dortmund teil. Der RWS-Cup wurde erst zum zweiten Mal durchgeführt. Er ist für Schützen mit Luftgewehr und -pistole eine Alternative zum ISAS – dem „Internationalen Saisonauftakt“ für Schützen in Dortmund. „Beim ISAS waren alle Wettkämpfe unter einem Dach, dann hat man Luftgewehr und Luftpistole rausgenommen“, erklärt Michael Wulf. 

Kai Dembeck und Nina Rogner schießen mit 

Auch die Luftgewehrschützen Kai Dembeck und Nina Rogner von den Deiringser Sportschützen starteten beim RWS-Cup. Nina Rogner verpasste in der Frauen-Klasse die Qualifikation für das Finale deutlich. „Nina hat die Möglichkeit genutzt, an einem internationalen Wettkampf teilzunehmen“, so Trainer Michael Wulf. „Leider schafft sie es derzeit nicht die Ergebnisse vom Training im Wettkampf umzusetzen.“ 

Westfalenkader-Schütze Kai Dembeck startete ebenfalls bei zwei Wettkämpfen, verpasste am Sonntag das Finale knapp. Er wurde Neunter in der Qualifikation – 0,4 Ringe fehlten. 

„Kai verändert im Moment sehr viel an seinem Gewehr“, sagt Michael Wulf. Deswegen seien seine Ergebnisse derzeit nicht so beständig wie normal.

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