Fußball Bezirksliga 7

Siegtreffer in der Nachspielzeit: SG Oestinghausen schlägt Schlusslicht Rhynern

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Einen Luftsprung machte Lars Werthschulte nach seinem verwandelten Elfmeter in der Nachspielzeit. SGO feierte einen glücklichen 2:1-Sieg über Rhynern II. Mit ihm freute sich Nico Scholz.

Oestinghausen – Trainer Günter Jochheim fand nach dem Schlusspfiff klare Worte: „Das war ein dreckiger Arbeitssieg“, sagte er nach dem 2:1-Erfolg von SG Oestinghausen gegen das Schlusslicht der Bezirksliga 7, den SV Westfalia Rhynern II.

Lars Werthschulte sicherte dem Gastgeber mit seinem verwandelten Handelfmeter in der 95. Minute glückliche drei Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. 

Von der Leistung seiner Mannschaft war der SGO-Trainer ebenso wenig erbaut wie die Zuschauer an der Gemeinschaftshalle. „Wir haben leider nicht annähernd eine so gute Konterleistung wie vor einer Woche gezeigt“, stellte Jochheim nach dem Abpfiff fest. „Wir waren überrascht, wie Rhynern draufgegangen ist“, so der Übungsleiter der Hausherren. Damit meinte er das frühe Angreifen, das die Oberliga-Reserve praktizierte. Und das mit viel Einsatz, das man als robust, aber in vielen Szenen auch als überhart bezeichnen konnte – und das vom Schiedsrichter nicht immer entsprechend geahndet wurde. 

Die ersten Chancen hatten die Lippetaler, aber Werthschulte schoss aus 17 Metern klar vorbei, Moritz Pipers setzte das Leder nach dem folgenden Abschlag und einem schnellen Ballgewinn über das Tor. Nach gut einer Viertelstunde spielte Pipers Werthschulte schön im Strafraum an; Letztgenannter wurde von einem Verteidiger von den Beinen geholt – Elfmeter. Der gefoulte Spieler trat selber an und verwandelte sicher. Wenig später wäre eine Werthschulte-Ecke fast im Tor gelandet, aber der Keeper war noch dran. 

Fußball-Bezirksliga 7: SG Oestinghausen - Westfalia Rhynern II

Rhynern hatte bis dahin versucht, nach vorne zu spielen, blieb aber harmlos. So war gütige Mithilfe von SGO nötig vor dem Ausgleich. Nico Scholz „bediente“ Hartmann, der von der Strafraumgrenze genau den Innenpfosten traf. Trotzdem wäre eine Pausenführung für den Gastgeber drin gewesen nach Chancen für Werthschulte und Max Schröder. Das darf aber nicht über eine magere erste Halbzeit mit vielen leichten Ballverlusten hinwegtäuschen. 

Zu Beginn der zweiten Halbzeit gab es ebenfalls unnötige Ballverluste, die Rhynern zum Kontern einluden. Die Oestinghauser Aktien schienen zu steigen, als Rhynerns Ebel mit „gelb-rot“ vom Platz musste. Glück für SGO Sekunden später, dass ein Schuss nur an der Latte landete. Ein weiterer Versuch wurde Beute des sicheren Dominique Cicou. Doch nicht einmal eine Viertelstunde später war Gleichzahl hergestellt, als Jannik Dieckmann verletzt aus dem Spiel musste, nachdem Jochheim schon dreimal gewechselt hatte. Bei einem Schuss von Max Schröder beklagten die Gastgeber ein Handspiel eines Verteidigers, der den Ball abwehrte – der Schiedsrichter hatte es anders gesehen. Mehr Glück hatte SGO in der Nachspielzeit, als der Referee in einer anderen Szene auf Handspiel entschied – Werthschulte traf vom Punkt zum Sieg. 

Statistik

Tabelle

SG Oestinghausen: Cicou, Lex (34. Limbrock), Scholle, Lahme (57. H. Thiemann), Kuhnt (45. Kraft), J. Dieckmann, F. Dieckmann, Scholz, Werthschulte, Pipers, Schröder. 

Westfalia Rhynern II: Offermann, Kuhn, Ebel, Peppersack, Hussin (85. Kayin), Ibrahim (65. Topal), Markovski, Hartmann, Ceylan (80. Kluge), Al Jebouri, Kocaman. 

Tore: 1:0 Werthschulte (14., Foulelfmeter), 1:1 Hartmann (37.), 2:1 Werthschulte (90.+5, Handelfmeter). 

Gelb-Rote Karte: Ebel (Rhynern, 60., wiederholtes Foulspiel).

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