Siebenkämpferin Laura Voß startet ab 2021 wieder für das LAZ Soest

Rückkehr zu ihren Wurzeln

Laura Voß kehrt zum Jahreswechsel zu ihrem Stammverein LAZ Soest zurück.
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Laura Voß kehrt zum Jahreswechsel zu ihrem Stammverein LAZ Soest zurück.

Soest – Am Ende war es eine Bauchentscheidung: Laura Voß kehrt zum Leichtathletikzentrum Soest zurück. Ab 2021 startet die 26-Jährige wieder für den Verein, bei dem sie ihre ersten leichtathletischen Erfahrungen gesammelt hat. „Erst war es nur so ein Gefühl, aber irgendwann war es dann selbstverständlich, was mein Bauch will“, sagt Voß zu ihrem bevorstehenden Wechsel.

Vor sieben Jahren war sie wegen des Studiums an der Deutschen Sporthochschule Köln vom LAZ Soest zum namhaften Leichtathletik-Team der Kölner Sporthochschule gewechselt. Nun hat sie ihre Masterarbeit geschrieben und steht vor dem Einstieg ins Berufsleben. Wie das konkret aussehen wird, kann Voß noch nicht sagen.

Aktuell arbeitet sie als Freiberuflerin im Gesundheitsmanagement und wohnt in Köln. Einen Umzug zurück in die Börde hat sie vorerst nicht geplant. Damit sie weiterhin die Kölner Trainingsanlagen nutzen kann, bleibt sie auch Mitglied im Kölner Leichtathletik-Team. Ihr Startrecht und damit auch das Trikot, mit dem sie bei Wettkämpfen an den Start geht, wird aber ab der kommenden Saison ein anderes sein. „In Köln gab es in meiner Altersklasse keine andere Mehrkämpferin mehr, ich war daher ohnehin etwas für mich, daher ist das jetzt der richtige Zeitpunkt für einen Wechsel“, sagt Voß.

An der Art und Weise ihres Trainings wird sich kaum etwas ändern. Schon seit gut einem Jahr arbeitet sie mit dem britischen Trainer Sam Stanislaus, den sie im Rahmen ihres Auslandssemesters kennengelernt hat und mit dem sie auch danach schon mehrere Trainingslager bestritten hat. Die Kommunikation läuft überwiegend digital, im Sommer war Stanislaus einmal zu Besuch in Soest.

„Ich werde nach wie vor seine Pläne verfolgen“, so Voß. Wenn im kommenden Jahr die ersten Wettkämpfe anstehen, freut sie sich aber auch auf die Unterstützung durch LAZ-Trainer Harald Bottin, der auch in den vergangenen Jahren engen Kontakt zu Voß gehalten hat. „Harald kennt mich von klein auf, er kann sicherlich gut einschätzen, was mir guttut“, meint sie.

Die beiden sind sich in jüngster Zeit oft über den Weg gelaufen. Als die Trainingsbedingungen in Köln wegen der Corona-Beschränkungen schwieriger wurden, ist Voß immer wieder auf den Sportplatz am Soester Schulzentrum ausgewichen, da die Soester Stadtverwaltung hier – anders als in anderen Städten – Corona-konformes Training ermöglicht hat.

„Ich bin immer wieder positiv überrascht, wie viel Zeit die Verantwortlichen hier in die Anlage investieren“, sagt sie. Noch zu gut könne sie sich an die Zeit erinnern, als sie als 17-Jährige bei Minustemperaturen in den Garagen am Schulzentrum ihr Krafttraining absolvierte. „Wenn man nicht ganz so regelmäßig vor Ort ist, sieht man, wie schnell sich die Situation hier in Soest verbessert hat“, so Voß.

Den Kontakt zum LAZ hat sie übrigens nie aufgegeben. Trotz ihres Startrechts für Köln blieb sie weiterhin Mitglied beim LAZ und durch ihren Vater Rainer, der sich seit zwei Jahren als 2. Vorsitzender beim LAZ engagiert, war der enge Draht zu den Soester Leichtathleten ohnehin garantiert.

Wann sie nun tatsächlich das erste Mal wieder im LAZ-Trikot an einem Wettkampf teilnehmen kann, weiß Voß noch nicht. Der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen hat sämtliche Meisterschaften für die Hallensaison abgesagt und auch hinter anderen Wettkämpfen steht zumindest ein dickes Fragezeichen. „Wenn es im Winter noch eine Möglichkeit geben würde, wäre ich auch spontan bereit“, sagt Voß, denn eines sei klar: „Ich will jetzt natürlich auch bald wieder für das LAZ starten.“

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