Selbstkritik trotz gelungener Veranstaltung

SOEST ▪ Bis ins kleinste Detail hatten sie den runden Geburtstag im Vorfeld geplant, nichts dem Zufall überlassen. Lediglich auf das Wetter hatten sie keinen Einfluss nehmen können.

Das war allerdings auch nicht nötig, denn beim 20. Soester Stadtlauf lachte die Sonne bei sommerlichen Temperaturen vom Himmel und sorgte für perfekte äußere Bedingungen. „Petrus ist ja bekanntlich Mitglied bei Marathon Soest“, stand Arnold Blümel die Freude über das gute Wetter und eine gelungene Großveranstaltung vor dem Rathaus ins Gesicht geschrieben. Allerdings, so der 1. Vorsitzende von Marathon weiter, gebe es noch Optimierungsbedarf. Organisatorin Doris Olschewski sah das ähnlich: „Wir vom Organisations-Team haben uns unmittelbar nach dem Stadtlauf zusammengesetzt und eine erste Manöverkritik vorgenommen. Es gibt ein paar Punkte, die noch zu verbessern sind.“

So soll der gesamte Wettbewerb in zeitlicher Hinsicht entzerrt werden. Am Sonntag scharrten die Läufer im Startbereich in Erwartung des Rennens teilweise bereits mit den Hufen, während auf der Moderatorenbühne noch Siegerehrungen vorgenommen wurden. Ob der Petrikirchplatz als Start-/Zielbereich eine Option für 2011 sei, ließ Olschewski offen: „Im letzten Jahr haben wir uns überlegt, dass es praktisch wäre, alles möglichst dicht beieinander zu haben. Auf dem Petrikirchplatz allerdings war es vor allem während der Läufe für den Nachwuchs extrem eng im Zuschauerbereich.“

Schade sei zudem, dass der Großteil der Schaulustigen sich während des Hauptlaufs, dem eigentlichen sportlichen Höhepunkt der Veranstaltung, bereits auf den Heimweg machte. „Wir müssen uns überlegen, wie wir die Besucher möglichst bis zum Ende halten können“, hofft Olschewski auch hier auf eine Lösung.

Aller Selbstkritik zum Trotz zog aber auch die Organisatorin ein unter dem Strich äußerst positives Fazit. „Wenn wir das Niveau von diesem Wochenende mit rund 1500 Startern und der guten Organisation bei 18 Wettkämpfen weiter halten können, können wir mehr als zufrieden sein“, bilanzierte Olschewski, die zudem zu bedenken gab, dass es sich bei den Ausrichtern „nicht um Eventmanager, sondern um eine Laienspieltruppe“ handle. In diesem Zuge bedankte sich die Organisatorin ausdrücklich bei allen Helfern aus Reihen des Vereins sowie den Sanitätern vom Deutschen Roten Kreuz und den Ordnungskräften des Technischen Hilfswerks. Ihr Dank galt auch dem Hausmeister des Rathauses, Helmut Winkenhoff, der „immer zur Stelle“ gewesen sei, der Stadtverwaltung und der Petrikirche für die „tolle Zusammenarbeit“.

Organisatorische Neuerungen wie die Beschilderung des Weges zur Patroklischule, wo Duschmöglichkeiten vorhanden waren, und farbige Markierungen auf den Startnummern der jüngsten Läuferinnen und Läufer, mit denen diese sich durch das umfangreiche Wettkampfprogramm orientieren konnten, seien voll aufgegangen, so Olschewski weiter. Außerdem sei der Umgang der Sportler untereinander auf der Strecke sehr fair gewesen – anders als im Vorjahr, als einige Starter moniert hatten, dass zu wenig Rücksicht aufeinander genommen worden sei.

Der 20. Stadtlauf ist vorbei, doch sowohl offiziell als auch inoffiziell kommt auf die Organisatoren noch einiges an Arbeit zu. „Den Schulen und Kindergärten werden wir noch Pokale und Urkunden überreichen“, kündigte Olschewski an, die zudem darauf verweist, dass für das Organisations-Team von Marathon Soest in den nächsten Tagen eine weitere Manöverkritik auf dem Programm stehe – damit die Planung für 2011 noch detaillierter und die Umsetzung noch erfolgreicher werden kann. ▪ pri

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