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Schwalbe und Martin siegten am Möhnesee

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MÖHNESEE ▪ Ausgepumpt und mit schweren Beinen genoss Student Frederik Martin die Massage im Zielbereich.

Der aus Sundern stammende und für das Kölner Triathlon-Team startende Athlet siegte über die Kurzdistanz, bei der die Triathleten 1500 Meter schwimmen, 40 Kilometer Rad fahren und 10 Kilometer laufen müssen, in der Gesamtzeit von 2:15:30 Stunden nach seinem Triumph 2007 bereits zum zweiten Mal an der Möhne. „Für mich war es eine gelungene Generalprobe für die Challenge in Roth und nochmal glänzende Motivation“, erklärte Martin, der bei tropischen Bedingungen besonders auf dem Rad etliche „Körner“ ließ und sich wie alle anderen Starter Richtung Ziel quälte. „Das Laufen in der Sonne war natürlich unangenehm. Aber am Ende habe ich mich dann durchgebissen“, bilanzierte Martin, der den Möhnesee-Triathlon in den höchsten Tönen lobte. „Er ist bundesweit einer der besseren. Ich komme sehr gerne hier hin, weil sich die Veranstalter unglaublich große Mühe geben und die Organisation perfekt ist“, erklärte Martin, der als Zweiter aus dem Wasser stieg und bereits auf dem Rad die Führung übernahm. Zweiter über die Kurzdistanz wurde trotz durchschnittlicher Schwimmzeit Hubertus Beltermann (RC Sorpe Tri Team) in 2:22:45 Stunden vor dem Drittplatzierten Florian Winterstein aus Paderborn.

Strahlende Siegerin über die Kurzdistanz bei den Damen wurde Melanie Schwalbe (Ejot Team Buschhütten) in 2:32:10 Stunden vor Vera Henke aus Salzkotten. Schwalbe nahm somit erfolgreich „Revanche“ für den Kurztriathlon im Vorjahr, als Vera Henke bei ihrem Debüt an der Möhne die Seriensiegerin vom Thron stürzte. Dritte wurde Daniela Keil (Tri-As Hamm).

„Ich freue mich sehr über meinen Sieg. Ich hatte gute Beine, obwohl das Laufen bei der Hitze sehr hart war. Aber dieses Wetter ist mir trotzdem lieber als elf Grad und Regen“, sagte Schwalbe, die bis vor einem Jahr noch in Soest beheimatet war. Hinter Cinthia Weber vom Soester Tri-Team stieg Schwalbe als Zweite auf das Rad und übernahm nach nur wenigen Kilometern die Führung, die sie vor dem Laufen ausbauen konnte. Im Ziel lag Schwalbe letztlich sogar über fünf Minuten vor der Zweitplatzierten Vera Henke.

Die Kreismeisterschaft über die Kurzdistanz sicherte sich André Burholt (Marathon Soest) in 2:32:16 Stunden vor Rolf Volmer (Tricity 2001) und Benjamin Liening (Warsteiner Team). Burholt musste sich im Vorjahr hinter Frank Schumann, der am Samstag nicht startete und als Helfer zum Einsatz kam, noch mit Rang zwei zufrieden geben. Nach dem Schwimmen stieg Burholt als Vierter aus dem Wasser, legte dann aber auf dem Rad eine rasante Fahrt hin und übernahm noch vor dem Laufen die Führung, die er bis ins Ziel souverän verteidigte.

Bei den Damen siegte erwartungsgemäß Cinthia Weber in 2:51:31 vom Soester Tri-Team vor den Vereinskameradinnen Susanne Neumann (2:57:38) und Silke Bodach (3:04:05). Sowohl im Wasser als auch auf der Laufstrecke war die Kreismeisterin die Schnellste. Lediglich auf dem Rad konnte Susanne Neumann ihr vier Minuten abnehmen.

Verzichten mussten die Sportler aufgrund der hohen Wassertemperatur der Möhne auf den Neoprenanzug, was sich auf die Zeiten im Wasser auswirkte. „So ist nunmal das Regelwerk“, machte Wilfried Menzel, Vorsitzender der ausrichtenden Tri-Cops aus Warstein, deutlich.

Körperliche Probleme bei den Triathleten über die Kurzdistanz wegen der Hitze gab es zur Freude der Veranstalter nur bedingt. „Eine Starterin musste sich behandeln lassen und brach nach Kreislaufproblemen richtigerweise ab“, berichtete Menzel, der die Disziplin und Vernunft der Sportler lobte: „Es hat alles gepasst. Der Triathlon war auch in diesem Jahr ein voller Erfolg.“ ▪ LS

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