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Schiri geschubst nach Platzverweis - Spielabbruch im Fußballkreis Soest

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Von: Thomas Müller

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Nach einer Attacke auf einen Schiedsrichter ist ein Kreisliga D-Spiel im Kreis Soest abgebrochen worden. Ein Zuschauer hatte den Unparteiischen geschubst.

Müllingsen - Weil ein Zuschauer den Schiedsrichter im Rahmen des Kreisliga D-Spiels zwischen den Sportfreunden Soest-Müllingsen und Germania Hovestadt II geschubst hat, brach der Unparteiischen daraufhin das Spiel auf dem Müllingser Rasen ab. Die Situation ereignete sich drei Minuten vor Ende der Partie beim Stand von 4:3 für Müllingsen.

Laut Augenzeugenberichten habe ein Spieler von Hovestadt die Gelb-Rote Karte gezeigt bekommen, danach den Platz verlassen und sich anschließend auf der Hovestädter Bank niedergelassen.

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Laut Regularien muss ein Spieler (oder Offizieller) nach einem Platzverweis aber den Innenraum verlassen. Als der Schiedsrichter sich auf den Weg zu Germania-Bank machte, um den Spieler aus dem Innenraum zu entfernen, sei ein bislang unbeteiligter Zuschauer dazwischen gegangen und habe den Schiedsrichter geschubst.

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Stefan Brede, der Trainer der Hovestädter, verurteilte die Aktion des Zuschauers: „Es ist für alle ein Hobby, für die Spieler und den Schiedsrichter. Und ein Schiedsrichter sollte auf keinen Fall geschubst werden.“ Er könne den Abbruch als Reaktion gut nachvollziehen.

Im Rahmen der hitzigen Schlussphase – Hovestadt hatte unmittelbar vor dem Platzverweis noch den 4:3-Anschlusstreffer erzielt – hätten sich auch die Zuschauer beider Lager nicht mit Ruhm bekleckert. Den Übeltäter hatte Brede zuvor noch nicht gesehen: „Ich kannte den Zuschauer nicht, aber er ist wohl dem Hovestädter Lager zuzuordnen.“ Daher könne man davon ausgehen, dass die Punkte wohl an Müllingsen gehen.

So sieht es auch Sportfreunde Soest-Müllingsen-Trainer Michael Tomaliszak: „Das war keine schöne Aktion. Ich gehe stark davon aus, dass wir die Punkte trotzdem bekommen. Wir haben geführt und können überhaupt nichts für diesen Vorfall“, sagt Tomaliszak. „Es waren ja auch nur noch drei Minuten zu spielen.“

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