Sportschießen

Deiringsen in der Relegation zur zweiten Bundesliga

Volle Konzentration: Am Sonntag sind die fünf Luftgewehr-Schützen des SV Deiringsen in der Relegation zur zweiten Bundesliga gefordert. Carmen Leonie Wulf (von links), Philipp Rogner, Oliver Freund, Nina Rogner und Michael Klues haben sich darauf akribisch vorbereitet.

Deiringsen – Kein Laut ist zu hören in der Schützenhalle des SV Deiringsen, die hohe Konzentration ist beinahe greifbar. Dann, mitten hinein in diese ruhige, aber angespannte Atmosphäre, ein Knall, gefolgt von einem neugierigen Blick auf einen Bildschirm. 

Dort leuchtet ein roter Punkt auf. „Das ist gut“, freut sich Michael Klues, einer der fünf fokussierten Luftgewehr-Schützen in der Halle. „Rot bedeutet, dass man zehn Ringe erzielt hat.“ Und mehr geht beim Sportschießen eben nicht, zumindest am Sonntag, wenn die Deiringser um den Aufstieg in die zweite Bundesliga kämpfen. Dann muss sich der SVD im Relegationswettkampf in Dortmund mit sechs anderen Teams messen, von denen nur die beiden Besten den Sprung schaffen.

"Brauchen eine Sahnetag"

 „Unsere Chancen dort sind aber sehr schwer einzuschätzen“, meint Abteilungsleiter Michael Wulf. „Vom Trefferdurchschnitt her tun sich die Mannschaften nicht viel.“ Bei Deiringsen liegt der bei 1910 Ringen, von maximal 2000 möglichen. Jede Mannschaft stellt fünf Schützen, von denen jeder 40 Schuss abgeben darf. „Um den Aufstieg zu schaffen, brauchen unsere Leute aber alle einen Sahnetag“, hofft Wulf auf eine gute Form am Sonntag. Beim Training sieht es zumindest schonmal vielversprechend aus, fast überall zeigt der Monitor, auf dem das genaue Trefferbild zu sehen ist, rote Punkte. Manchmal schleicht sich aber noch ein grüner ein – nur neun Ringe also. „Dann kommt es bei dem ein oder anderen auch vor, dass er sich mächtig darüber ärgert“, schmunzelt Wulf. „Manche schimpfen dann auch richtig, aber das gehört einfach dazu.“ An diesem Abend bleibt es allerdings ruhig. Der eigene Anspruch bei den Deiringser Schützen ist dennoch hoch, immerhin braucht es für das Maximum einen Treffer in ein Feld, das nicht mal einen halben Millimeter groß ist. Und das am besten 40 mal in Folge. Da ist große Genauigkeit gefordert – der Anspruch an die Sportschützen des SV Deiringsen ist groß. Den Aufstieg gibt es nicht geschenkt. 

Zwei Stammschützen fehlen am Sonntag 

Sollte das am Sonntag nicht klappen, können die Teamkollegen aber helfen. Relevant ist am Ende nämlich das zusammenaddierte Gesamtergebnis der Mannschaft. „Uns fehlen jedoch zwei Stammkräfte“, beklagt Wulf. Iris Groenenboom, im Ligaalltag die beste Schützin der Deiringser, weilt mit der niederländischen Armee derzeit im Trainingslager in Südafrika und Emily Sauerland kann wegen Trainingsrückstandes nicht antreten. „Mit Michael Klues und Oliver Freund rücken aber zwei nach, die es auch können.“ Sie ergänzen die Stammschützen Carmen Leonie Wulf sowie Nina und Philipp Rogner. Im Training zeigen die Bildschirme Volltreffer Gemeinsam lässt das Quintett an diesem Trainingsabend noch unzählige Kugeln auf die kleinen Zielscheiben fliegen, immer wieder mit einem Blick auf den Bildschirm verbunden. Immernoch sind die meisten Punkte rot, eine gute Voraussetzung für den Relegationswettkampf am Sonntag also. Dann wird es nämlich ernst für den SV Deiringsen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare