1. Soester Anzeiger
  2. Sport
  3. Lokalsport

Sassendorfer kennt sich aus mit Aufstieg und Abstieg in der 2. Bundesliga

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Frank Zöllner

Kommentare

Aufstiegsfeier SpVgg Greuther Fürth
Ex-Profi Sebastian Tyrala (rechts) vorne feierte am 29. April 2012 mit dem Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth den erstmaligen Bundesliga-Aufstieg. © dpa-Foto: Daniel Karmann

SpVg Greuther Fürth zum zweiten Mal in der Bundesliga, der VfL Osnabrück bangt hingegen nach dem 34. Spieltag in der Relegation um den Klassenerhalt.

Bad Sassendorf – Einer, der beides mit beiden Vereinen durchlebt hatte, ist der Ex-Profi Sebastian Tyrala aus Bad Sassendorf.

„Das war einer der größten Momente, die ich erleben durfte. Uns wurde ja auch noch die Meisterschale übergeben vor 50 000 Zuschauern auf dem Rathaus-Balkon.

Sebastian Tyrala

„Das war einer der größten Momente, die ich erleben durfte“, sagte der 33-Jährige. „Uns wurde ja auch noch die Meisterschale übergeben vor 50 000 Zuschauern auf dem Rathaus-Balkon“, erinnert sich der Mittelfeldspieler. „Dass das gerade nicht geht, finde ich traurig für die Jungs“, sagt Tyrala.

Abstieg in der Relegation gegen Dynamo Dresden

Nach Fürth war er gekommen, nachdem er am Ende der Saison 2010/11 als Drittletzter mit dem VfL Osnabrück in die Relegation musste. Nach 180 Minuten stand es jeweils 1:1 – am Ende der Verlängerung siegte Dresden mit 3:1 – Tyrala stand die gesamte Dauer auf dem Platz.

Nun muss der VfL in dieser Woche gegen Ingolstadt nachsitzen. „Ich drücke ihnen die Daumen. Aber gerade in dieser Corona-Zeit fehlen die Zuschauer an der Bremer Brücke“, sagt der mehrfache Nationalspieler in den U-Teams des Deutschen Fußball--Bundes. Er erinnert sich gerne an das kleine und enge Osnabrücker Stadion zurück und auch nur so ist für ihn die unfassbare Serie der Niedersachsen von 13 Heimniederlagen in Folge erklärbar.

Sebastian Tyrala
Sebastian Tyrala © Rusche

War Tyrala in Osnabrück Stammspieler, sah das in der Meistersaison von Greuther Fürth anders aus.

Der neue Trainer des Dortmunder Landesligisten Türkspor Dortmund zog sich im Herbst 2011 noch früh in der Saison einen Knorpelschaden im Knie zu und kam erst im März 2012 so langsam wieder in Tritt. „Ich habe immerhin sechs Spiele zum Aufstieg beigetragen“, erklärt Tyrala. Es folgte noch ein weiteres Bundesliga-Spiel – sein achtes war immerhin gegen Bayern München am 25. August 2012 (0:3) – und dann folgte ein erneuter Kreuzbandriss.

Kontakt hat Tyrala in Osnabrück noch zum Stadionsprecher – zu Greuther Fürth noch viel mehr. Der aktuelle Manager Rachid Azzouzi war es auch schon damals, auch zu Geschäftsführer Holger Schwiewagner hat er einen guten Draht genau wie zum früheren Mitspieler Mergim Mavrai, der einzige von heute, der 2012 dabei war.

Verdienter Aufstieg - Klassenerhalt scheint möglich

David Raum, der nun zu den Leistungsträgern zählt, coachte Tyrala, als er in Fürth als Co-Trainer für die U17 arbeitete. Aufstiegscoach Stefan Leitl genießt bei Tyrala höchste Anerkennung. „Sie spielen von hinten heraus richtig guten Fußball. Und wer mit zehn Mann im letzten Spiel einen Rückstand dreht; das ist schon besonders – und der hat den Aufstieg verdient.“ Ob Greuther Fürth die Klassen halten kann? „Es geht nur gegen den Abstieg. Aber Bielefeld hat vorgemacht, wie es geht.“

Auch interessant

Kommentare