RWW scheitert bitter im Westfalenpokal - Kreispokal-Derby in Werl unter strikten Auflagen

Westönnens Spielmacher Ufuk Topcu treibt den Ball energisch in Richtung Dornberger Tor.
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Westönnens Spielmacher Ufuk Topcu treibt den Ball energisch in Richtung Dornberger Tor.

Westönnen – Der Bezirksligist RW Westönnen musste am Donnerstagabend das Aus in der 1. Runde des Westfalenpokals hinnehmen. Trotz einer starken Leistung und einem Chancenplus setzte sich am Ende der Landesligist TuS Dornberg aus Bielefeld mit 3:2 (0:1) durch. Aufgrund der aktuellen Corona-Lage in Werl ist die Zuschauerzahl seit Freitag auf 150 beschränkt worden - als erstes davon betroffen ist das Kreispokal-Derby zwischen BW Büderich und Preußen TV Werl. Zudem gibt es eine Maskenpflicht auf allen Stehplätzen.

Kreispokal, 1. Runde: RW Westönnen - TuS Dornberg 2:3 (1:0). Der Siegtreffer durch Joker Mirco Felske fiel in der Schlussminute, als sich alle der 130 Zuschauer schon auf ein Elfmeterschießen eingestimmt hatten. „Das ist eine bittere Niederlage. Das 1:1 hat uns ein bisschen das Genick gebrochen. Am Anfang des Spiels hatten wir ein bisschen Angst und sind aber immer besser ins Spiel gekommen. Nach den Umstellungen zur zweiten Hälfte hatten wir sofort die Spielkontrolle. Wir waren eigentlich die bessere Mannschaft mit den größeren Chancen“, zeigte sich RWW-Trainer Christoph Lindstaedt enttäuscht. Dornberg trifft in der 2. Runde auf den Sieger der Partie SC Greven gegen Sportfreunde Lotte.

Nach vier Minuten köpfte der Dornberger Angreifer Lennart Versick ans Außennetz. Mit den ersten Angriff ging der gastgebende Bezirksligist gegen den Landesligisten aus Bielefeld in Führung. Nicolai brachte den Ball scharf in den Strafraum und Christopher Clarysse vollstreckte aus zehn Metern aus vollem Lauf zum 1:0 (7.).

Die Führung verdiente sich die Elf von Trainer Christoph Linstaedt anschließend. Der kurz darauf verletzt vom Platz humpelnde Clarysse verzog knapp (12.), der Abschluss von Michael Heinz nach Balleroberung kam zu zentral (17.) und das Solo von Steffen Topp mit Abschluss aus 20 Metern strich knapp am Gehäuse vorbei. Fast wie ein Torerfolg war die starke Rettungstat von Dennis Bauer zu bewerten, der für seinen geschlagenen Keepper Rupp drei Meter vor dem Tor den Ball vom Fuß seines Gegenspielers in höchster Not weg grätschte (40.). Danach vergab Gashi noch zwei riesige Kopfballchancen für sein Team.

Nach der Pause hatte Westönnen das Spiel klar im Griff, störte früh im Spielaufbau und setzte Dornberg unter Druck. Doch Nicolai, Schwarze (2) und Heinz vergaben gute Chancen zum 2:0. Als Rupp und ein Verteidiger Veisick unnötig zu Fall brachten, verwandelte Gashi den Strafstoß zum 1:1 (65.). Das zeigte Wirkung. Westönnen stand zu offen und Veisick traf mit Außenrist aus 18 Metern kunstvoll zum 1:2 (68.) – das Spiel war gedreht. Die Rot-Weißen brauchten, um sich zu erholen. Doch ein wuchtiger Kopfball von Stefan Schwarze aus zwölf Metern nach Nicolai-Flanke brachte den verdienten Ausgleich (81.). Als alle mit einem Elfmeterschießen rechneten, setzte sich Brüggemann im Strafraum durch und bediente Felke, der zum 2:3 aus vier Metern einschob.

RWW: Rupp, Schneider, Topp (49. Neuhaus), Heinz, Clarysse (22. Chronz), Franke, Schwarze, Osterhoff (90. Rajsowski), Topcu, Bauer (83. Risse), Nicolai.

Tore: 1:0 Clarysse (7.), 1:1 Gashi (67., FE), 1:2 L. Versick (70.), 2:2 Schwarz (81.), 2:3 Felske (90.).

Kreispokal, 1. Runde: BW Büderich - Preußen TV Werl. Im Nachholspiel der ersten Pokalrunde auf Kreisebene treffen am Freitagabend ab 19.30 Uhr im Stadtderby BW Büderich und Preußen TV Werl aufeinander. Der Sieger wird in der zweiten Runde in Hovestadt gegen die Germanen spielen. Aufgrund der aktuellen Corona-Lage in Werl ist die Zuschauerzahl auf 150 beschränkt worden. Zudem gibt es eine Maskenpflicht auf allen Stehplätzen. Spieler, Trainer, Ordner und andere Akteure sind von der Personenbeschränkung nicht betroffen.

„Bei ihnen setzen wir voraus, dass sie sich verantwortungsbewusst verhalten, um ihrem Hobby auch weiter nachgehen zu können. Bei den Zuschauern an der Bande sei das Risiko höher, dass es zu Menschenansammlungen kommen könnte, erklärte Werls Stadtsprecher Ulrich Canisius. Auf den Sitzplätzen muss der Mindestabstand (1,50 m) eingehalten werden. Es gibt keine Abendkasse.

Einlass ist ab 18.30 Uhr, nur wer eine Karte und Maske hat, kommt rein. Sportlich freuen sich die Teams auf das Derby unter Flutlicht. Da die Blau-Weißen für dieses Ortsduell 200 Karten abgesetzt hatten, wurden die „50 letzten auf der Liste“ darüber informiert, dass sie doch nicht auf die Anlage gelassen werden, wie BWB-Abteilungsleiter Jens Grossart mitteilte. Zu den 150 Leute dürfen die Büdericher aber noch die Personen für den Ordnungsdienst und für den Essens- und Getränkeverkauf dazu rechnen.

In der A-Liga-Tabelle hat sich BW Büdrich durch den ersten Saisonsieg am Sonntag beim 3:0 gegen den SV Welver etwas Luft verschafft und geht favorisiert in dieses Derby. „Ich denke, dass sich die Werler in dieses Derby voll reinhauen werden, da müssen wir schon den Schwung mitnehmen, den wir nach dem Sieg gegen Welver haben. Wir wollen eine Runde weiter“, geht BWB-Trainer Dominik Koch zuversichtlich in das Spiel. „Das ist so ein Spiel, da brauchst du als Trainer in der Kabine nicht viel sagen“, signalisiert Werls Trainer Stefan Rupp, dass seine Jungs heiß auf das Pokalderby sind. „Wir werden alles geben und versuchen, Büderich lange zu ärgern“, ergänzt der Coach.

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