Routiniers sorgen für die Wende: STV schlägt Hemer 30:25

An Torben Voss-Fels gab es kein Vorbeikommen, das musste in dieser Szene auch Hemers Routinier Trattner anerkennen. Am Ende hatte der STV mit fünf Toren die Nase vorn.
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An Torben Voss-Fels gab es kein Vorbeikommen, das musste in dieser Szene auch Hemers Routinier Trattner anerkennen. Am Ende hatte der STV mit fünf Toren die Nase vorn.

Soest – Alter schützt vor Leistung nicht – diese Erkenntnis drängt sich nach dem 30:25 (12:14)-Sieg des Soester TV am fünften Spieltag der Oberliga gegen den HTV Hemer auf.

Da nahm ein 35-Jähriger nach der Pause das Zepter auf der Mitte in die Hand und ebnete seiner Offensive mit ruhiger Hand den Weg zum Tor der Gäste. Da zog ein 30-Jähriger nach monatelanger Verletzungspause auf der halblinken Seite in der Abwehr in der zweiten Halbzeit der gegnerischen Offensive den Zahn.

Mit den beiden Routiniers Max Loer und Torben VossFels fanden die Schlüsselträger nach verkorkster erster Hälfte den Weg zum Sieg. Während Voss-Fels bei seinem Comeback in der Ersten die wackelige Defensive stabilisierte, stellte Loer, der sich eigentlich auf den Job als Trainerkollege von Michael Jankowski konzentrieren wollte, mit all seiner Erfahrung die Weichen zur Wende. 

Dabei sah es eine halbe Stunde lang gar nicht gut aus für den personell so arg gebeutelten STV. Da lief der Ball nicht rund durch die Reihen, Fehlpässe waren an der Tagesordnung. Sogar in doppelter Überzahl leisteten sich die Schlüsselträger zwei Ballverluste. Da nützten auch die Tore von Kreisläufer Anton Schönle nichts. Nach anfänglich ausgeglichenem Spiel geriet Soest mit drei Toren ins Hintertreffen, kassierte auch einen Gegentreffer in Überzahl ins verwaiste Tor. Etwas Pech war auch dabei, trafen die Gastgeber doch gleich viermal das Gebälk des HTVGehäuses. 

Handball, Oberliga: Soester TV - HTV Hemer 30:25

Handball, Oberliga: Soester TV - HTV Hemer 30:25
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Vielleicht war es auch eine Initialzündung, dass Ole Zülsdorf nach dem schönsten Soester Spielzug in der ersten Halbzeit unmittelbar vor dem Pausenpfiff auf 12:14 verkürzte. Das heizte die Stimmung in der überschaubar gefüllten Halle an. Der wesentliche Faktor für die Wende aber waren die personellen Maßnahmen mit den beiden eingangs erwähnten Routiniers. 

Ein weiterer Schlüssel zum Erfolg stand nach der Pause zwischen den Pfosten. Nachdem Birk Muhr in der ersten Hälfte mit sechs gehaltenen Bällen nur eine durchschnittliche Quote hatte, durfte Neuzugang Tim Faber ran und wehrte in den ersten sieben Minuten gleich fünf Bälle ab. Damit gab er der Abwehr mehr und mehr Rückhalt, die sich in der Folge immer besser auf den Hemeraner Rückraum einstellte. 

Da fiel es auch nicht ins Gewicht, dass mit Anton Schönle und Fabian Schnorfeil gleich zwei Soester zwei Zeitstrafen erhielten und in der Folge defensiv zur Tatenlosigkeit verurteilt waren. Beim 16:15 durch einen von Max Loer verwandelten Siebenmeter war die Führung zurückerobert, beim 22:19 war der STV erstmals auf drei Tore enteilt. Dazu trug neben den flinken Außen Luke Tischer und Max Picht auch der eingewechselte Linkshänder Björn Danz bei, der die vor allem in der ersten Hälfte vermisste Gefahr aus dem Rückraum entwickelte.

Das 30. Tor aber blieb Anton Schönle vorbehalten, der nicht nur sechs Tore machte, sondern zudem fünf Siebenmeter herausholte. Entsprechend happy war Coach Jankowski: „Torben hat unserer Abwehr Stabilität verliehen und Max hat vorn Ruhe ins Spiel gebracht.“ 

Soester TV: Muhr, Faber – Gran (1/1), Schnorfeil (2), Schönle (6), Voss-Fels, Niehage (n.e.), Loer (5/5), Zülsdorf (2), Tischer (6), Danz (4), Kurka (2), Picht (2). 

HTV Hemer: Spiller, Müller – Voigt (2), Henkels (49; Klisch, Trattner (1), Bjeljanovic (11/ 3), Hormann, Paya Matus, Sahlmann (1), Lübbering, Brieden (4), Zechmeister.

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