Interview: STV-Kapitän Max Loer nach dem Fehlstart

STV-Kapitän Max Loer spart im Interview nach dem Fehlstart des Soester TV nicht mit Selbstkritik.
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STV-Kapitän Max Loer spart im Interview nach dem Fehlstart des Soester TV nicht mit Selbstkritik.

Soest - Der Start in die neue Oberliga-Saison ist mit 1:5-Punkten ziemlich in die Hose gegangen - hatte es aber auch in sich für den Soester TV: Altenhagen-Heepen, Gladbeck und auch LIT Nordhemmern gehören zu den Schwergewichten der Liga. Dennoch war eigentlich mehr drin für den STV als nur der eine Punkt. Kapitän Max Loer spricht im Interview mit Anzeiger-Redakteur Thomas Müller über den Fehlstart, die harsche Kritik und darüber, wie es jetzt weitergeht.

Viele „Experten“ hatten den STV weit oben in der Tabelle erwartet. Die Bilanz nach drei Spieltagen: 1:5 Punkte. Die Gegner waren schwer, aber war das so zu erwarten?

Max Loer: Das Auftaktprogramm war sicher schwer, wir haben gegen drei gute Mannschaften gespielt. Aber 1:5 Punkte - das ist nicht unser Anspruch. Ich bin ja schon lange dabei, aber an eine so schlechte Ausbeute nach drei Spielen kann ich mich nicht erinnern.

Die Kritik aus verschiedenen Richtungen war gerade nach den ersten beiden Niederlagen teilweise sehr harsch. Wird das in der Mannschaft registriert?

Loer: Das wird schon wahrgenommen, aber nicht groß thematisiert. Wir tun alles dafür, dass wir uns verbessern, trainieren dreimal die Woche. Wir waren selber auch enttäuscht. Aber wir hatten gegen Altenhagen lange Zeit Siegchancen und auch in Gladbeck, bei einem echten Spitzenteam, wo jede Mannschaft Probleme kriegt, waren wir wieder dran. Da von einer „Nichtleistung“ zu reden, war zu hart. Das kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Die Liga ist sehr ausgeglichen, mit vielen starken Mannschaften. Wer meint, wir können jeden Gegner in der Oberliga an die Wand spielen, der hat keine Ahnung vom Handball.

Von Altenhagen über Gladbeck bis zum Spiel gegen Nordhemmern war jeweils eine Steigerung zu sehen.

Loer: Wir haben schon in den ersten beiden Spielen gute Aktionen gehabt und gegen Nordhemmern viele Sachen richtig gut gemacht. Wir haben mit viel Tempo aus einer stabilen Abwehr gespielt, aber haben zu viele Tempogegenstöße vergeben. Wir hätten schon vor der Pause mit zehn Toren führen müssen.

Handball-Oberliga: Soester TV - LIT Nordhemmen 30:30

Handball-Oberliga - Soester TV 1 - LIT Nordhemmen 30:30
Handball-Oberliga - Soester TV 1 - LIT Nordhemmen 30:30
Handball-Oberliga - Soester TV 1 - LIT Nordhemmen 30:30
Handball-Oberliga - Soester TV 1 - LIT Nordhemmen 30:30
Handball-Oberliga: Soester TV - LIT Nordhemmen 30:30

Acht Minuten vor Schluss führt Ihr STV mit fünf Toren, am Ende steht es nur Unentschieden und die Soester sehen aus, als hätten sie verloren...

Loer: Das war auch gefühlt eine Niederlage. Eigentlich darf das gar nicht mehr so knapp werden. Wir haben uns eine Führung herausgespielt, hätten das eigentlich gewinnen müssen. Aber wenn es schlecht läuft, dann fängt auf einmal der Kopf an zu arbeiten. Wir haben alle Fehler gemacht in der Schlussphase, aber wir haben auch eine extrem junge Mannschaft. Da ist doch klar, dass Fehler passieren. Und auch mir sind in der Phase Fehler unterlaufen. Wir müssen einfach abgeklärter werden und über 60 Minuten gut spielen.

In allen Spielen haben auch die Schiedsrichter nicht gerade pro Soest gepfiffen...

Loer: Das kann aber auch keine Erklärung sein. Wir haben in allen drei Spielen mehr Fehler als die Schiedsrichter gemacht. Wir hätten die Spiele auch so gewinnen können.

Live-Ticker zum Nachlesen

Wie geht es jetzt weiter? Samstag geht es nach Loxten.

Loer: Wir sollten nicht groß über die Tabelle reden, sondern weiter an uns arbeiten. In allen Spielen hat man eine Verbesserung gesehen. Wir werden weiter an uns arbeiten. In Loxten wird es auch schwer bei einem heimstarken Gegner. Es wäre schon gut, wenn uns vor der Herbstferienpause ein positives Erlebnis gelingt. Wir werden alles dransetzen, da Punkte zu holen.

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