Preußen TV Werl erwägt den Rückzug in die C-Liga

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Für Preußen TV Werl sieht die Zukunft nicht rosig aus.

Werl – Carsten Osthoff, Sportlicher Leiter bei Preußen TV Werl, zieht die Reißleine. „Wir werden uns am Sonntag nach dem Testspiel in Heessen zusammensetzen und entscheiden, wie es weitergehen soll!“

Er reagiert damit gemeinsam mit Stefan Rupp und Lars Horlitz, den Trainern der bisherigen zweiten Mannschaft, auf die jüngste Entwicklung bei den Adlerträgern. Denn sie werden nicht mehr von Alex Kostovski gecoacht.

 Der Ex-Coach begründete seinen Schritt damit, dass er die Zeit nicht aufbringen könne und wolle, sich neben den Trainingseinheiten unter der Woche auch jeden Sonntag auf den Sportplatz zu stellen.

"Kein Verständnis für Rücktritt"

 Der Rentner will vielmehr damit fortfahren, hoffnungsvolle Talente individuell zu fördern. „Ich sehe mich mehr als Entwicklungshelfer“, umschreibt er seine Vorstellungen. Carsten Osthoff ist darüber sehr enttäuscht. „Wir haben uns vor ein paar Wochen in die Hand versprochen, langfristig was aufzubauen. Ich habe kein Verständnis für den Rücktritt von Alex“, hält er nicht hinterm Berg mit seiner Meinung. 

Er fühlt sich im Stich gelassen, will und kann die Karre nicht allein aus dem Dreck ziehen. „Günter Nordemann macht auch nichts mehr“, verweist er auf das Ende der Tätigkeit des Vize-Abteilungsleiters. Osthoff will es nun der Reserve überlassen, wohin der sportliche Weg führen soll. „Als wir den Spielern der Ersten gesagt haben, dass es kein Geld mehr gibt, haben sich die allermeisten von uns verabschiedet“, ist der Sportliche zutiefst enttäuscht. 

Ein Bild aus besseren Zeiten Anfang Juni mit  Günter Nordemann (hat als 2. Abteilungsleiter aufgehört), Aleksander Kostovski (hört als Trainer der 1. Mannschaft auf), Patrick Timm (Abteilungsleiter) und Carsten Osthoff (Co-Trainer 1. Mannschaft).

Nur ganz wenige Spieler sind übrig geblieben, sollen in den C-Liga-Kader der zweiten Mannschaft integriert werden. Nun gibt es die Option, mit einer Mannschaft in der A-Liga weiterzumachen oder die Erste zurückzuziehen und den Platz der Reserve in der C-Liga zu besetzen.

 „Das sollen die Spieler entscheiden, ob sie sich die A-Kreisliga zutrauen. Das sollte man nicht über deren Kopf hinweg beschließen“, betont Osthoff das Mitspracherecht der Mannschaft. Am Sonntag sollte Klarheit herrschen, wie es bei den Preußen weitergeht. „Der Zusammenhalt der zweiten Mannschaft ist gegeben“, betont Reserve-Coach Horlitz. Jetzt gelte es, das Für und Wider beiden Optionen zu besprechen. „Jede Medaille hat zwei Seiten, das wollen wir in Ruhe erörtern.“

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