Finale des Fußball-Kreispokals

Pokalsieg als Krönung für RW Westönnen

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Diese beiden Mannschaften sorgten für einen kurzweiligen Abend auf dem Hultroper Sportplatz beim Pokalfinale, das Westönnen 5:3 gegen Ostinghausen gewann.

Hultrop – RW Westönnen hat seine phantastische Saison mit dem Pokalsieg gekrönt. In einem spannungsgeladenen Finale besiegte die Bahndamm-Elf A-Kreisligist SF Ostinghausen mit 5:3 (3:3, 2:0) nach Verlängerung und feierte nach dem Masters-Gewinn in der Halle und der Bezirksliga-Vizemeisterschaft den dritten großartigen Erfolg binnen eines halben Jahres.

Die Partie im Schatten der Heintroper Mühle hätte spannender nicht verlaufen können. Von Anfang an übernahmen die klassenhöheren Rot-Weißen vor der ansehnlichen Kulisse von über 300 Zuschauern das Kommando. Ostinghausen agierte abwartend, hatte Routinier Achim Gärtner in die Deckungszentrale beordert. Westönner Chancen ergaben sich gleichwohl, doch Michael Heinz, Steffen Eschmann und Tobi Schumacher vergaben. Auf der Gegenseite war die erste Chance durch einen Galeano-Kopfball nach Fekollari-Flanke zu verzeichnen. 

Die Westönner Führung gelang Heinz mit einem haltbaren Freistoß, nachdem Bömer Schulte Eschmann gefoult hatte und dafür auch noch Gelb sah. Westönnen blieb am Drücker, hatte nach vertanen Gelegenheiten von Eschmann und Clarysse aber Glück, als die Sportfreunde ihre Konter zielstrebiger vortrugen. So zwang Nihat Erdöl RWW-Keeper Andreas Rupp zu einer ersten Parade, kurz darauf verfehlte Francesco Galeano eine Hereingabe von Lars Tschorn. 

Das letzte Wort vor der Pause aber hatte der Bezirksligist. Nach einer Schumacher-Flanke setzte sich Heinz energisch durch und ließ das Leder in unnachahmlicher Art im Netz zappeln. 

Fußball: Kreispokalfinale RW Westönnen - SF Ostinghausen 5:3

Nach dem Seitenwechsel hätte die Elf von Trainer Christoph Linsteadt den Sack zumachen können. Doch zunächst traf Sezer Toy den Pfosten. Kurz darauf setzte Julian Franke die Kugel an die Latte, ehe Kutzera den Ball nach einem Toy-Heber von der Linie kratzte. Schließlich scheiterte Eschmann nach einem Solo. 

Das sollte sich rächen. Denn nachdem Gärtner offensiver agierte und der eingewechselte Adam Nouhi mit einem Schuss ans Außennetz hatte aufhorchen lassen, setzte sich Bömer Schulte auf der rechten Seite durch, seine Flanke von der Grundlinie erwischte Erdöl per Direktabnahme zum Anschlusstreffer. Und er wartete nicht allzu lange mit dem nächsten Tor. Nach einem weiten Schlag setzte er sich durch – nach Westönner Ansicht lag ein Stürmerfoul vor – und legte die Kugel per Heber über Rupp hinweg in die Maschen. 

Das wollten die Westönner nicht auf sich sitzen lassen, nahmen wieder das Heft in die hand und kamen zu mehreren Möglichkeiten durch Dominik Treese, Arno Schneider, Eschmann, Ufuk Topcu und Schumacher. Schließlich fanden sie doch noch den Weg ins Ostinghauser Tor, und zwar durch Eschmann, der an den Ball gekommen war, nachdem Toy im Strafraum unsanft gebremst worden war. 

Das 3:2 von der Strafraumgrenze war aber noch nicht die Entscheidung. Denn in der fünften Minute der Nachspielzeit fand Nouhi die Lücke über die linke Seite, seine Hereingabe verwertete Galeano per Flugkopfball. Schiedsrichter Luca Verletis pfiff gar nicht wieder an. 

Vielmehr gab es Verlängerung, in der RWW wieder dominierte. Der eingewechselte Valmir Shabani stellte die Weichen auf Sieg für Westönnen mit einem gefühlvollen Schlenzer aus 25 Metern in den Winkel. Ostinghausen versuchte zwar noch einmal alles, doch Westönnen blieb stets gefährlicher. Nach einer SFO-Ecke, bei der SFO-Keeper Pälmer aufgerückt war, machte Schneider mit dem 5:3 ins leere Tor alles klar. 

Trainerstimmen

Christoph Linstaedt (Westönnen): „Meine Nerven sind ganz schön strapaziert worden. Das war richtig hart nach der langen Saison und gefühlt hundertsten Spiel. Es war ein toller Abschluss, auch wenn wir den Gegner zu den Gegentoren eingeladen haben. Jetzt bin ich froh, dass die Jungs in die Pause gehen können.“ 

Michael Bremser (Ostinghausen): „Schade, wir sind zweimal nach Rückstand zurückgekommen, hatten da unsere stärksten Phasen. Unser Torwart war nach dem Warmmachen schon platt, hatte sich nach anderthalb Jahren Pause in den Dienst der Mannschaft gestellt.“

Statistik

RW Westönnen: Rupp, Schneider, Topp, Heinz (78. Neuhaus), Eschmann, Clarysse, Franke (67. Treese), Schumacher, Topcu, Toy (90. Shabani), Nicolai (104. Comuk). 

SF Ostinghausen: Pälmer, Kourouma (61. Nouhi), Gärtner, Kutzera (50. Ustaoglu), Stegemann (106. Bendel), Galeano, Erdöl, Tschorn, Haag, Bömer Schulte, Fekollari (91. Yildirim).

Tore: 1:0 Heinz (20.), 2:0 Heinz (40.), 2:1 Erdöl (67.), 2:2 Erdöl (71.), 3:2 Eschmann (89.), 3:3 Galeano (90.+5.), 4:3 Shabani (96.), 5:3 Schneider (117.). 

Schiedsrichter: Verletis, Assistenten: Bockey, Schweier.

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