Frühlinglauf der DJK Werl

Philipp Schneider von der LG Deiringsen eine Klasse für sich

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Start des „Zehners“ in Werl: Wie immer ließen die Läufer auch die eigene Uhr „mitlaufen“.

Werl – 354 Teilnehmer und damit rund 100 mehr als im Vorjahr: Heinz Schulz aus dem Orgateam des 4. Frühlingslauf der DJK Werl zeigte sich sehr zufrieden. „Es können aber immer mehr Teilnehmer sein“, meinte er lächelnd. 70 Starter zählte der Zehner, 79 der Fünfer; die Siege gingen an auswärtige Läufer.

Der Sieg über die zehn Kilometer ging an Leo Arnold vom SC Hagen Wildewiese. „Das ist mein erster Start hier, wir sind aber öfter hier in der Gegend“, sagte der 24-Jährige nach dem Zieleinlauf – mit 32:33 Minuten stellte er eine neue persönliche Bestleistung auf. Wind und ein leichter Anstieg hätten zum Ziel hin noch viele Körner geklaut. Umso zufriedener war er mit seiner Zeit zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison. Sein größter bisheriger Erfolg war die Deutsche Vizemeisterschaft im Duathlon in der Männer-Hauptklasse, wie er auf Anzeiger-Frage erklärte. „Vorne war es relativ schnell entschieden“, lief er früh alleine. 

„Das ist eine gute Saisonvorbereitung“, strahlte Frauen-Siegerin Franzi Bossow vom TSVE Bielefeld. Auch sie war zum ersten Mal in Werl gestartet. „Ich wollte noch einen schnellen Lauf in der Vorbereitung auf den Hermannslauf absolvieren, den ich schon einmal gewonnen habe“, sagte die 31-Jährige. Ihre bisherige Bestzeit unterbot sie in 36:18 Minuten um über 20 Sekunden – ihre alte Bestzeit hatte sie nicht genau im Kopf: „Ich wollte eigentlich unter 36 Minuten laufen, aber das haben der Wind und der leichte Anstieg verhindert.“ 

Zufrieden waren auch die schnellsten heimischen Männer beim Zehner. Da kamen Joachim Peck (Marathon Soest), Uwe Waldhaus (SV Werder Bremen, stammt aus Ampen) und Thomas Kolk (Marathon Soest) nacheinander auf den Plätzen acht bis zehn ins Ziel. Peck war persönliche Jahresbestzeit gelaufen. Waldhaus hatte vorher schon den Fünfer absolviert, Kolk hatte sogar schon 20 Kilometer in den Knochen, war er doch aus Soest nach Werl gelaufen. 

Frühlingslauf DJK Werl

Über die fünf Kilometer gewann ein Lokalmatador. Philipp Schneider läuft für die LG Deiringsen, kommt aus Werl und studiert seit einigen Jahren in Frankfurt. „Das war nur ein Test, ich will in zwei Wochen in Frankfurt zehn Kilometer unter 35 Minuten laufen“, sagte er nach seinem Sieg. „Das war ein gutes Training. Ich wäre gerne unter 17 Minuten gelaufen, bin mit meiner Zeit aber ganz zufrieden. Die Bedingungen waren super, die Temperatur war perfekt, auch wenn ich gerne Sonne gehabt hätte. Ich bin extra für den Lauf gekommen, war das erste Mal seit Weihnachten wieder her“, sagte der 21-Jährige. Er läuft für die LGD, da sein Vater Michael da seit Jahren aktiv ist; der Vater brachte ihn auch zum Laufsport. 

Jede Menge los war natürlich bei den beiden Bambiniläufen. Neben den kleinen Kindern waren auch viele Eltern und Geschwisterkinder vor Ort. Über 80 Kids waren am Start, der Großteil schon aus der Bambinigruppe der DJK. Die Stimmung war bestens, auch wenn es hier und da mal eine Träne gab. „Die ganz starken Kinder ziehen ihre Eltern über die Ziellinie“, merkte Sprecher Janis Farendla scherzhaft an. „Davon lebt der Lauf“, freute sich auch Werls Bürgermeister Michael Grossmann, der einige Startschüsse abgab, über die schöne Athmosphäre.

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