Fußball

Peck, Grothe und Spitthoff steigen mit SV Berghofen in die 2. Liga auf

+
Die Fußballerinnen der SV Berghofen feierten in der Dortmunder Innenstadt – hier Am Gänsemarkt – den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Mit dabei: Anna Spitthoff (vorne 4.v.r.), Marie Grothe (hinten 3.v.r.) und Paula Peck (hinten 5.v.r.).

Paula Peck, Marie Grothe und Anna Spitthoff, die alle aus dem Kreis Soest stammen, steigen mit der SV Berghofen von der Fußball-Regionalliga in die 2. Bundesliga auf. Die Entscheidung fiel erst am Sonntag beim Bundesliga-Finale.

Dortmund/Soest – Mit einer 0:4-Heimpleite gegen die zweite Mannschaft des 1. FC Köln hatten sich die Regionalliga-Fußballerinnen der SV Berghofen am 8. März in die Zwangspause verabschiedet. Es war die höchste Niederlage der Saison für das Team aus Dortmund, für das mit Anna Spitthoff, Marie Grothe und Paula Peck gleich drei Spielerinnen auflaufen, die aus dem Kreis Soest stammen. 16 Wochen später ist aus Frust große Freude geworden. Weil die erste Mannschaft der Kölner Frauen aus der Bundesliga absteigt, darf die zweite als Meister der Regionalliga-West (39 Punkte) nicht hoch in die 2. Liga. Davon profitiert der Tabellendritte Berghofen (33), der zusammen mit Borussia Bocholt (35) aufsteigt. Denn eine Aufstiegsrelegation wird nicht ausgetragen, weil die Saison abgebrochen wurde.

„Wir waren nicht darauf vorbereitet und haben uns sehr gefreut“, sagt Spitthoff. Gemeinsam verfolgte die Mannschaft bei ihr Zuhause in Dortmund am Sonntag den letzten Bundesliga-Spieltag – und blickte dabei vor allem auf die Partien 1. FC Köln gegen SC Sand und FF USV Jena gegen MSV Duisburg. Zwar setzten sich die Kölnerinnen mit 1:0 durch, allerdings gewann auch der punktgleiche MSV aus Duisburg wie erwartet beim abgeschlagenen und sieglosen Schlusslicht in Jena und schoss den FC damit in die 2. Liga. Den Aufstieg feierten Spitthoff und ihre Teamkolleginnen, indem sie „von Kiosk von Kiosk“ zogen und auf den großen Erfolg anstießen.

Beim Aufstieg 2017 schon dabei

Die 24-Jährige aus Oberense spielt seit 2016 für Berghofen, ist mit der Spielvereinigung, die in der Saison 2007/2008 noch in der Bezirksliga spielte, 2017 bereits in die Regionalliga aufgestiegen. Zuvor trug Spitthoff drei Jahre das Trikot des FFC Wacker München in der Regionalliga Süd, als sie in der bayerischen Landeshauptstadt studierte. Ihre fußballerische Laufbahn begonnen hatte sie bei drei Vereinen im Kreis: Oberense, Niederense und TuS Wickede. Für die TuS war sie sowohl im Mädchen- als auch im Frauenbereich im Einsatz – unter anderem unter Coach Wolfgang Bertram.

Dass die Berghofenerinnen in dieser Saison oben mitmischten, kam etwas überraschend. „In der letzten Saison sind wir fast abgestiegen“, sagt Spitthoff. „Aber wir wussten immer, dass wir stärker sind. Und wenn man erst mal oben steht, ist es leichter.“

Bei allen 16 Spielen im Einsatz

Auch für Anna Spitthoff persönlich lief die Spielzeit sehr gut. Nach einem Kreuzbandanriss stieg sie langsam wieder ein, wurde in den ersten beiden Partien eingewechselt und erzielte gegen Borussia Mönchengladbach gleich das entscheidende 1:0. Die anderen 14 Regionalliga-Partien absolvierte sie alle von Beginn an, neun Mal spielte sie durch. Auf sieben Tore kam die Mittelfeldspielerin insgesamt.

Pokal-Duell mit dem Meister

Sportlicher Höhepunkt war für die Berghofenerinnen zweifelsohne das Duell mit dem VfL Wolfsburg im DFB-Pokal. In der zweiten Runde musste sich die SVB dem Serien-Meister um Pernille Hader, Lena Goeßling und Babett Peter vor 2000 Zuschauern nur mit 0:2 geschlagen geben. „Es war eine Überraschung, dass wir so gut mitgehalten haben“, erinnert sich Spitthoff und gibt zu: „Ich war mehr mit Staunen als mit dem Spiel beschäftigt.“ Wolfsburg bestreitet am kommenden Samstag in Köln das Finale gegen Bundesliga-Rivale SGS Essen.

Was die Rolle Berghofens in der 2. Liga betrifft, kann Anna Spitthoff noch keine Aussage treffen. „Das ist schwierig einzuschätzen“, sagt die 24-Jährige. Natürlich will sie ihren Stammplatz behalten.

Grothe will sich durchsetzen

Das trifft auch auf Marie Grothe zu. „Es ist mein Anspruch, mich weiter durchzusetzen“, sagt die 23-Jährige aus Niederense, die ebenfalls in Dortmund wohnt. Allerdings müsse sie sich unter dem neuen Trainerteam – die junge B-Lizenz-Inhaberin Laura Marienfeld folgt Thomas Sulewski – neu beweisen. In der abgebrochenen Saison kam sie auf 13 Einsätze und sechs Treffer. Zwei Mal wurde sie eingewechselt, zehn Mal spielte sie von der ersten bis zur letzten Minute.

Grothe läuft schon seit 2015 für Berghofen auf. Mit dem Fußballspielen begonnen hatte sie in Niederense. Ein Jahr war sie beim TuS Bremen, im Anschluss fünf Jahre bei der TuS Wickede.

Zur mannschaftsinternen Feier in Dortmund stieß Grothe am Sonntag erst später dazu. „Wir kannten die Konstellation. Es war nicht wahnsinnig unrealistisch“, sagt die Mittelfeldspielerin. Trotzdem sei es natürlich „cool“, dass es mit dem Aufstieg in die 2. Liga geklappt hat.

Peck lange verletzt

Paula Peck spielt seit 2016 für die SV Berghofen und stieg mit dem Verein bereits in die Regionalliga auf. Die 25-Jährige aus Körbecke kam in den vergangenen Saisons regelmäßig zum Einsatz. Sie hat gerade erst eine schwere Verletzung auskuriert.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare