Oberligist STV startet in Vorbereitung in ungewohnter Umgebung

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Die Trainer Michael Jankowski (oben links) und Max Loer (oben rechts) versammelten mit Fitness-Coach Viktor Müller (unten, 2. von rechts) ihre Schützlinge um sich in der Halle des Aldegrever-Gymnasiums.

Soest – „Wir sind froh, über jede Hallenzeit, die wir kriegen können!“ Max Loer und Michael Jankowski, Trainer der Oberliga-Handballer des Soester TV, müssen mit ihren Schützlingen improvisieren zu Beginn der zweiten Vorbereitungsphase auf die Saison 20/21.

Zum Auftakt der Übungseinheiten versammelte das Trainerduo seine Mannschaft in der Sporthalle des Aldegrever-Gymnasiums um sich, betrat damit Neuland. „Hier haben wir noch nie trainiert“, kann sich Loer nicht erinnern, in seiner Handballkarriere jemals in dem Gemäuer an der Pollhofstraße am Ball gewesen zu sein. Ob es in den nächsten Wochen bis zum Saisonstart Anfang Oktober noch häufiger in die Alde-Halle geht, bleibt abzuwarten. 

„Wir kommen aber überall zurecht, das ist ja momentan auch kein Wunschkonzert“, machen sich Loer, Jankowski und Co. nichts draus, richten sich auch darauf ein, noch einige Einheiten unter freiem Himmel absolvieren zu müssen.

 Denn nächste Woche zum Schulbeginn sind die Soester Sporthallen für sie erst einmal tabu. Angesichts der langen Vorbereitungsphase wirft dies das Konzept aber nicht durcheinander. „Wir haben neun statt sechs Wochen Vorbereitungszeit“, kann Trainer Loer das Programm strecken. So wird auch in der Regel nur dreimal pro Woche trainiert, nachdem es in den vergangenen Jahren in der Vorbereitungs stets vier Einheiten pro Woche waren. Es wird wie in der Saison montags ab 19.30 Uhr, dienstags ab 19.30 Uhr und donnerstags ab 18.30 Uhr geübt. 

Kein Trainingslager

Die Pläne für ein Trainingslager haben Loer und Jankowski quasi abgehakt. „Das ist schwierig wegen der Hygienevorschriften. Da rudern angesichts der aktuellen Entwicklung viele Kommunen zurück“, hat Jankowski erfahren. Auch sind Blitzturniere mit mehreren Mannschaften an einem Tag ausgeschlossen, wenn nur maximal 30 Sportler in der Halle aktiv sein dürfen. 

Vielleicht geht kurzfristig noch was im September. Doch auch ohne ein solches Trainingslager haben die Schlüsselträger ein anspruchsvolles Programm an Testspielen, um für die Oberliga-Saison in Schwung zu kommen.

Erster Test in Menden

 Los geht es am Freitag, 14. August, in Menden. Am Samstag, 22. August, gastiert der STV in Gevelsberg, am Samstag, 29. August, in Ahlen. Am Freitag, 4. September, geht es nach Hagen, am Samstag, 19. September, nach in Hamm. Weitere Termine sind denkbar. 

Loer und Jankowski hoffen, dass ihre Truppe an die starken Vorstellungen anknüpfen können, die sie in der abgebrochenen Rückrunde bis Anfang März auf die Platte gebracht haben. 

„Wir hatten eine extrem gute Serie, es war schade, dass wir damals nicht weiterspielen konnten. Jetzt wollen wir das Niveau halten“, sind Loer und Jankowski voller Zuversicht, dass der STV der Rolle gerecht werden kann, die ihm auch von der Konkurrenz zugeschrieben wird. Denn die Bördestädter gelten als Anwärter auf den Gruppensieg. „Loxten ist für uns Topfavorit“, schränken Loer und Jankowski zwar ein, aber: „Wir können sie ärgern, das haben wir in der Vergangenheit schon bewiesen“. 

Dazu sollen neben dem kompletten Stammpersonal aus der Vorsaison auch Neuzugang Nilas Praest, die Rückkehrer Leon Wolff und Veit Lichtenegger sowie Youngster Silas Bruyn beitragen. Bedenken hinsichtlich der Corona-Lage hegen die Trainer übrigens nicht. „Jeder weiß, wie er sich verhalten muss. Wir haben schon in der ersten Phase das mit der Hygiene gut gesteuert“, betonen die Coaches. 

Inwieweit in nächster Zeit Lockerungen für den Hallensport möglich sind, bleibt abzuwarten.

STV muss improvisieren

STV-Handball-Geschäftsführer Rainer Wolfgarten ist in ständigem Kontakt mit Stadt und Kreis, um Hallenkapazitäten für die vielen Mannschaften des STV freizuschaufeln. Die neue Halle am Börde-Berufskolleg kann noch nicht bezogen werden. „Da sind noch Restarbeiten zu erledigen, sodas wir am 1. September noch nicht rein können“, hat Wolfgarten erfahren. 

Bereits geplante Spiele von Jugendmannschaften werden dort nicht stattfinden können. Ohnehin muss beim Nachwuchshandball improvisiert werden. Angesichts der Corona-Regeln sind Aufstiegsrunden mit mehreren Mannschaften ebenso undenkbar wie Spieltreffs der Minis. „Wir müssen abwarten, was die Aktualisierung der Schutzverordnung nächste an Veränderungen mit sich bringt und was der Verband dann macht“, tappen die Handballer ein wenig im Dunkeln.

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