Oberligist Soester TV vermeldet einige Neuzugänge

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Nilas Praest, Silas Bruyn und Leon Wolff (vorn von links) spielen künftig für die Soester Oberliga-Handballer; darüber freuen sich – mit coronamäßig gebührendem Abstand – (hinten von links) Veit Lichtenegger, Sponsor Christian Kanne, Abteilungsleiter Kai Schönfeld und Trainer Max Loer.

Soest – Die Oberliga-Handballer des Soester TV vermelden für die Saison 20/21 einige Neuzugänge.

Nilas Praest kehrt nach sieben Jahren zu den Schlüsselträgern zurück. Leon Wolff tut es ihm gleich nach nur zwei Jahren. Zum Kader zudem fortan fest die beiden Torhüter Veit Lichtenegger und Silas Bruyn. Praest ging bereits von 2010 bis 2013 für die Bördestädter auf Torejagd. „Ich will wieder in der Oberliga angreifen, hoffe, dass ich das Niveau schnell wieder hinkriege und der Mannschaft helfen kann“, ist der Rückraumspieler voller Tatendrang. 

Der 28-Jährige zeichnet sich durch seine Beidhändigkeit aus, die die Soester Zuschauer mehrmals in Erstaunen versetzte. Als Rechtshänder geboren, erlitt er schon als Elfjähriger einen Kreuzbandriss. „Ich bin damals zu schnell gewachsen, die Muskulatur hatte sich nicht entsprechend entwickelt“, erklärt der Rückkehrer die damalige Verletzung. In der Erholungsphase war das Abspringen mit dem linken Bein nicht möglich, also sprang er mit rechts ab und übte fortan das Werfen mit links.

 Seither ist er für jeden Gegner unberechenbar, weiß doch der Abwehrspieler manchmal nicht, mit welcher Hand Praest werden wird. Diesen Trumpf will er künftig in den Dienst der Schlüsselträger stellen, nachdem er zuletzt bei seinem Heimatverein in Villigst-Ergste für einige Wochen zum Aufstieg in die Verbandsliga beigetragen hatte, ehe der Corona-Lockdown den jungen Familienvater zur sportlichen Untätigkeit zwang.

"Das Kind hält fit" 

Praest hatte den STV verlassen, weil ein Studium in Magdeburg mit dem Sport in Soest nicht mehr zu vereinbaren war. Er spielte fortan in Staßfurt, Helmstedt und Biederitz, ehe er in heimatliche Gefilde zurückkehrte, um sich in Olsberg beruflich als angehender Industriekaufmann neu zu orientieren. Inzwischen wohnt er mit seiner jungen Familie in Unna, wo ihn sein vierjähriger Sprössling – die Mama ist die frühere Soester Handballerin Sarah Leifert – auf Trab hält. „Das Kind hält fit“, macht Praest augenzwinkernd deutlich, dass ein junger Vater trotz Corona und Handball-Verbot keinesfalls auf der faulen Haut liegt.

 Gleichwohl hofft er darauf, dass er und seine Mannschaftskameraden wie alle Handballer landauf, landab alsbald grünes Licht bekommen, um ihrer sportlichen Berufung wieder nachkommen zu können. „Lieber heute als morgen“, setzt auch Trainer Max Loer darauf, dass es bald wieder losgehen kann nach dem Abbruch der vergangenen Saison Mitte März. Sein Trainerteam, zu dem auch Michael Jankowski und Vadim Lammert zählen, erfährt künftig weitere Verstärkung durch Yannick Nöh, der zwar noch im Hombruch spielt, aber Lammert im Bereich Athletik-Training unterstützen soll. 

Leon Wolff kommt vom ASV Hamm II zurück

Zurück in Soest ist auch Leon Wolff. Der 22-Jährige, der eine Ausbildung zum Automobilverkäufer absolviert, hat zuletzt zwei Jahre beim ASV Hamm II gespielt, ist mit der Reserve des Zweitligisten Oberliga-Meister geworden. „Ich bin voll motiviert, treffe auf eine eingespielte Truppe, kenne fast jeden im familiär geführten Verein“, ist der Linksaußen voller Tatendrang. Silas Bruyn rückt von der A-Jugend auf und neben Rückkehrer Veit Lichtenegger und Stammkeeper Birk Muhr zwischen die Pfosten. Der 19-Jährige soll herangeführt werden. 

„Es ist gut, dass wir jetzt drei Torleute haben. So steht Silas nicht unter Druck“, freut sich Abteilungsleiter Kai Schönfeld über die neue Besetzung im Tor. Zudem betont er die familiäre Ausrichtung des Vereins, was an der Rückkehr der genannten Spieler ersichtlich sei. „Einmal STV, immer STV“, so sein Leitsatz.

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