Erstes Training

Die ersten Gehversuche - Spieler testen neuen Kunstrasenplatz mit Kork

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Trainer Petro Peters ließ seine Mannschaft beim ersten Training auf dem neuen Platz schwitzen.

Neuengeseke: Kaum ein Spieler fehlte beim Trainingsauftakt der ersten Mannschaft des SC Neuengeseke. Nicht etwa, weil die Mannschaft jetzt eine Serie starten will, um noch den Aufstieg zu schaffen, nein, der funkelnagelneue Kunstrasenplatz wurde erstmals offiziell genutzt.

Vorstand, Fans und Freunde waren dabei, als der Platz „eingeweiht“ wurde. Der richtig offizielle Teil, mit Gottesdienst und Familientag am Platz, folgt am 15. März. „Da gibt es einen Tag des SCN, an dem wir viele Leute zum Platz locken wollen“, freut sich Andreas Bahne, zweiter Vorsitzender des Vereins, schon auf diese Aktion.

Der Platz wird vom Flutlicht optimal beleuchtet. Wer das SCN-Gelände betritt und auf den neuen Platz, der etwas erhöht liegt, zugeht, wird gefangen von dem tollen Anblick des satten Grüns unter dem gleißenden Flutlicht. Der erste Blick wirkt nicht echt, schon fast etwas malerisch. Doch dann, beim Betreten des Platzes, wird klar. Alles ist echt. Es fühlt sich gut an. Viel Kork ist schon verarbeitet. „Es kommt noch Sand und weiterer Kork, alles muss noch eingearbeitet werden, doch bei diesem Wetter fangen wir damit noch nicht an“, erklärt Bahne, der den ersten Rundgang begleitet.

Wie der der neue Teppich in der Wohnung

Ein Gefühl, wie beim Betreten eines neuen Teppichs in der eigenen Wohnung beschleicht einen. Es ist ein Stück Heimat für die Fußballer des SCN.

Beim Training der ersten Mannschaft herrscht eine gute, lockere Stimmung, es wird gescherzt und alle scheinen sich wohlzufühlen. Trainer Pietro Peters ist stolz, unter solchen Bedingungen arbeiten zu können. Klar, dass er jetzt auch seinen Vertrag, wie Co-Trainer Jörg Hanowski, um eine weitere Saison verlängerte. „Wo kannst du schon so optimal arbeiten. Bei solchen Möglichkeiten macht es auch den Spielern mehr Spaß und wir haben gute Argumente bei Neuverpflichtungen“, blickt Peters schon über die aktuelle Saison hinaus. Dann will der SCN oben mitspielen in der B-Kreisliga.

Schon jetzt kamen mit Adrian Kaminski, Denis Winkler (beide SF Soest-Müllingsen), Niklas Balde und Denis Emil (beide BSC Weslarn) vier neue zum Kader hinzu. Für die neue Saison gaben alle Spieler ihre Zusage. „Wir haben hier eine sehr gute Perspektive“, möchte Peters sportlich noch einiges bewegen.

1500 Arbeiststunden hat der Verein geleistet

Viel bewegt hat auch der Verein beim Bau des Platzes. 14 große Arbeitseinsätze wurden angesetzt. Durchschnittlich waren 20 Vereinsfreunde vor Ort. „Am Samstag nach Allerheiligen waren 36 Leute hier. Wir haben 900 Quadratmeter Pflaster in nur einer Woche gelegt, das war sensationell“, freut sich Bahne riesig über die Beteiligung aus dem Dorf. Rund 1500 Arbeitsstunden habe der Verein bislang in den neuen Platz investiert, rechnete Bahne hoch.

Dass der Platz gebraucht wird, macht der Auslastungsplan deutlich. Es sind nur noch wenige freie Zeiten offen.

„Wir haben hier zwei Seniorenmannschaften, ein Damenteam und acht Jugendmannschaften, die alle regelmäßig trainieren wollen. Wir sind ab der C-Jugend abwärts sehr gut aufgestellt, wollen aber mittelfristig wieder alle Jugendmannschaften stellen“, ist dem Verein laut Vorsitzenden Reinhard Mutsch die Breite sehr wichtig. „Wir setzen hier noch auf Vereinstreue“, fügt Bahne an.

Trecker und Pflegegerät für 20.000 Euro

Rund 700.000 Euro kostet der Platz. 450.000 Euro trägt die Bezirksregierung und 250.000 Euro die Gemeinde. Zur Pflege, Wartung und Erhaltung des Platzes hat der Verein Platz-Parzellen gegen Spenden angeboten.

Die Anlage wurde in 16 kleine, mittlere und größere Parzellen eingeteilt und gegen eine entsprechende Spende durften diese erworben werden. Rund 25 000 Euro wurden hier gespendet. Für 20 000 Euro schaffte der Verein einen speziellen Trecker und ein Pflegegerät für den Platz an.

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