Förderzusage von der Staatskanzlei steht aus

Neubau der Tennishalle in Soest lässt auf sich warten

Die Tennishalle am Jahnstadion ist deutlich in die Jahre gekommen.
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Die Tennishalle am Jahnstadion ist deutlich in die Jahre gekommen.

Die Soester Tennisspieler müssen sich weiter gedulden. Ursprünglich hofften die Vertreter der vier Soester Tennisvereine TC Blau-Weiß, Soester TV, TV Deiringsen und TuS Ampen darauf, dass sie im Herbst dieses Jahres in einem neuen Tenniscenter neben der Stadthalle um Punkt, Satz und Sieg spielen dürfen.

Soest – Doch daraus wird vorläufig nichts. Denn das Land Nordrhein-Westfalen hat im Rahmen des Förderprogramms „Moderne Sportstätte 2022“ zwar Fördergelder bereitgestellt, den beantragten Zuschuss für die neue Halle aber noch nicht bewilligt. Der Bau soll rund 900 000 Euro kosten, etwa 350 000 Euro davon würden vom Land kommen.

„Bei der Staatskanzlei in Düsseldorf ist die Soester Tennisgemeinschaft mit ihrem Vorhaben auf eine große Resonanz gestoßen. Der Antrag wurde entsprechend abgearbeitet und liegt nun bei der Staatskanzlei vor“, sagt Rainer Brügger, Vorsitzender des Stadtsportverbandes Soest, zurückhaltend.

Wenn die Zusage noch vor den Sommerferien kommt, würden wir sofort in die Planung gehen.

Jürgen Schulte, Vorsitzender TV Deiringsen

Die Dachorganisation der Soester Sportvereine ist federführend in diesem Verfahren mit der Antragstellung. Die alte Halle am Jahnstadion – so war die Hoffnung der vier Soester Vereine – sollte in diesem Frühjahr abgerissen werden. Doch das ist noch nicht geschehen.

Stadt Soest stellt Grundstück bereit

Jürgen Schulte, Vorsitzender des TV Deiringsen, ist aber zuversichtlich: „Wenn die Zusage noch vor den Sommerferien kommt, würden wir sofort in die Planung gehen.“

Nun kommt eine Verzögerung um etwa ein Jahr. Schulte hofft, dass im April des kommenden Jahres – das Projekt muss auch entsprechend seines Namens „Moderne Sportstätte 2022“ begonnen werden – der Abriss und der Neubau bis zum Herbst 2022 erfolgt.

Im Jahr 2016 hatte die Stadt Soest die Halle und das Grundstück gekauft. Ihre besten Jahre hat die über 40 Jahre alte Ruthemeyer-Halle lange hinter sich: Rund ein halbes Jahrhundert nach seinem Bau ist der Zweckbau an vielen Stelle marode und ist alleine aus energetischer Sicht ein Kostenfresser – Tennis gespielt wurde hier aber immer noch bis auf die Pandemie-bedingten Zwangspausen.

„Die Stadt Soest stellt den vier Tennisvereinen Blau-Weiß Soest, Soester TV, TuS Ampen und TV Deiringsen das Grundstück der alten Ruthemeyer-Halle für einen Ersatzneubau zur Verfügung“, erklärte Bürgermeister Eckhard Ruthemeyer vor einem Jahr.

Die restliche Summe zum Bau der Halle soll aus Eigenmitteln der Vereine sowie den Nutzungsgebühren für die Halle fließen.

In den ersten Planungen war vorgesehen, dass die neue Halle drei turnierfähige Plätze statt der bisherigen zwei Plätze bekommt. Außerdem entstehen neue Umkleiden und Aufenthaltsräume. Ruthemeyer: „Die alte Tennishalle ist sichtbar in die Jahre gekommen, durch die neue Halle ist ein Ganzjahresbetrieb sichergestellt. Der Bedarf ist groß.“

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