Saisoneröffnung

Nachwuchs kehrt beim TuS Bad Sassendorf auf die Tennisplätze zurück

Trainer Ingo Naruhn übte zum Trainingsstart am Dienstag beim TuS Bad Sassendorf mit Jonas Lohöfer (rechts) und Erik Timmermann auch Aufschläge. 
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Trainer Ingo Naruhn übte zum Trainingsstart am Dienstag beim TuS Bad Sassendorf mit Jonas Lohöfer (rechts) und Erik Timmermann auch Aufschläge. 

Seit Anfang dieser Woche hat die Tennisabteilung des TuS Bad Sassendorf zwei seiner sieben Plätze für den Spielbetrieb freigegeben. Aber am vergangenen Dienstag und Mittwoch waren die Plätze für den Nachwuchs reserviert.

Bad Sassendorf – Denn nach einer langen Pause, die komplette Hallensaison sowie das komplette Training fiel seit Ende Oktober vergangenen Jahres durch den Lockdown aus, sollten die Kinder und Jugendlichen wieder ihrem Hobby nachgehen können. Dafür hatte der Verein zwei Plätze hergerichtet. „Normalerweise wären wir zu dieser Jahreszeit noch in der Halle“, sagt Ingo Naruhn, der Sportwart, Jugendleiter und auch Trainer beim TuS ist.

Hoffen auf Regelmäßigkeit

Damit soll der Nachwuchs zum einen langsam wieder an den Tennissport herangeführt werden und zum anderen auf eine Sommersaison vorbereitet werden. Denn die soll nach Pfingsten Ende Mai starten – falls dies möglich ist.

Erik Timmermann.

Der zehnjährige Erik Timmermann und der elfjährige Jonas Lohöfer gehörten am Dienstag zu den ersten Kindern, die die gelbe Filzkugel über das Netz schlugen und sich ein Trainingsmatch lieferten. Es war das erste seit Ende Oktober vergangenen Jahres. In Rahmen einer Osterferienaktion spielten beide zwar schon auf einem Hartplatz, aber: „Auf Asche ist es besser“, sagt Erik Timmermann. Beide wechseln nun vom Kleinfeld aus dem U10-Bereich auf die normale Platzgröße. Deswegen lässt Naruhn die beiden auch nach der langen Pause zunächst einmal spielen, auch damit sie sich an die größeren Platzmaße gewöhnen, gibt Tipps zur Schlägerhaltung und lobt viel. „Ich freue mich sehr“, sagt Jonas Lohöfer, dass er nun wieder auf einem Court stehen darf und sich teilweise lange Ballwechsel mit seinem Teamkameraden Timmermann liefert.

Jonas Lohöfer.

In der Zeit des Lockdowns machten beide alleine Ballübungen, auch mit Schlägen gegen die Hauswand. „Oma und Opa haben sich dann irgendwann beschwert“, berichtet der in Lohne wohnende Jonas Lohöfer angesichts der monotonen Geräuschkulisse.

Training in Kleingruppen über den ganzen Tag verteilt

„Ich hoffe, dass wir eine gewissen Regelmäßigkeit reinbekommen“, wünscht sich der 56-jährige Naruhn, dass Sport – und speziell der Kinder und Jugendliche – unter freiem Himmel weiter gehen kann. Dennoch wird es in nächster Zeit wahrscheinlich deutliche Einschränkungen geben. So lässt jetzt sich noch nicht abschätzen, welche Konsequenzen das neue Infektionsschutzgesetz der Bundesregierung, zu dem allerdings noch Bundestag und Bundesrat zustimmen müssen, für den Sport – sowohl im Training als auch für den Wettkampf – hat.

Bevor Timmermannn und Lohöfer zu zweit trainierten, startete Naruhn mit zwei Gruppen im U10-Kleinfeldbereich. Das waren sieben Kinder, weil es einige kurzfristige Absagen gab. „Das war mir auch ganz recht“, erklärt der Werler. Denn auch für Naruhn war es ja erste Training nach fast sechsmonatiger Pause. Dazu achtete Naruhn darauf, dass die Gruppen im Laufe des Tages ab 13 bis 19 Uhr nach Altersklassen getrennt wurden.

Später kamen noch die U15-Mädchen in verschiedenen Gruppen. Auch am Mittwoch stand der lizenzierte Tennistrainer von mittags bis abends auf dem Tennisplatz.

Und der Nachwuchs hat dem Verein die Treue gehalten. „Wir haben nicht eine Abmeldung erhalten. Das freut mich sehr“, sagt Naruhn. Es waren sogar fünf Neulinge beim Training in dieser Woche dabei, die mit dem Tennisspielen beginnen wollten. So wird die 60 Personen umfassende Jugendabteilung wohl weiter wachsen.

„Wir werden für die Saison drei Jugendmannschaften stellen. Wir wollen auch den Eltern gerecht werden. Problematisch sind unter Umständen die Auswärtsspiele in Kreisen, in denen der Inzidenzwert höher ist als im Kreis Soest“, sagt Naruhn. Denn auch die Zahl der Autos und der Kinder darin für Auswärtsfahrten müsse geklärt und organisiert werden. Gemeldet werden sollen die U12-Jungen, die U15-Mädchen sowie die gemischte U10. Die U18-Mädchen des TuS verzichten aus sportlichen Gründen auf einen Spielbetrieb, da sie lieber bei den Damen antreten wollen.

Plätze wurden umfangreich renoviert

Auch länger warten müssen die Damen 30, die in der Verbandsliga als höchst spielendes der sieben TuS-Seniorenteams aufschlagen. Die höheren Spielklassen beginnen normalerweise Anfang Mai mit ihrer Saison. Auch sie müssen bis mindestens Pfingsten warten. „Ich hoffe, dass gespielt werden kann“, sehnt der Sportwart die Sommersaison herbei. Das ist aber angesichts der steigenden Inzidenzwerte in der 3. Welle aber fraglich ist. Damit einhergehend mit den noch ungewissen Zeitpunkten eines möglichen Saisonstartes müssten die Wettkampf-Spieler auch eine hohes Maß an Flexibilität mitbringen, so Naruhn.

Aber die Vorfreude auf eine Sommersaison steigt auch angesichts der neu hergerichteten Ascheplätze. „Die Plätze eins bis fünf werden wir in der kommenden Woche eröffnen, wenn das Wetter wieder besser ist“, sagt Naruhn. Dabei gilt, dass Erwachsene und Jugendliche ab 14 Jahren nur ein Einzel bestreiten können. Kinder und Jugendliche bis 14 Jahren dürfen in Kleingruppen gecoacht werden, wobei diese im Tennis als Individualsport ohnehin nicht so groß sind.

Die Plätze wurden seit Oktober vergangenen Jahres auch mit einer neuen Sprinkleranlage und die gesamte Anlage mit neuen Zäunen versehen worden. „Da kann man sich als Spieler schon wohlfühlen“, sagt Naruhn.

Ab Donnerstag dürfen dann wieder die Erwachsenen ganztägig auf den beiden Plätzen spielen. Dazu muss sich jeder Spieler in die im Vereinsheim ausliegenden Listen eintragen.

Zehn Teams gemeldet

Der TuS Bad Sassendorf will neben den drei Jugendteams in den Altersklassen U12-Jungen, U15-Mädchen sowie gemischte U10 mit sieben Seniorenmannschaften am Spielbetrieb in der Sommersaison teilnehmen.

Das sind die Damen 30, die als höchst spielendes Team in der Verbandsliga aufschlagen, sowie die Damen (Kreisklasse), Damen 60 (Bezirksliga), Herren (Kreisliga), Herren 30 (Kreisklasse), Herren 55 (Bezirksliga) sowie die Herren 65 (Bezirksklasse).

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