Nach dem Rückzug: SEG will Spieler als Jugendtrainer binden

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Der Puck ist vom Eis. In der kommenden Spielzeit stellt die Soester EG keine Seniorenmannschaft mehr, konzentriert sich auf die Jugendarbeit.

Soest – Wie eine Bombe schlug der Rückzug der Soester EG aus der Eishockey-Regionalliga ein. Da nicht ausreichend Spieler verpflichtet werden konnten, entschieden sich die Bördeindianer zu diesem Schritt.

Vorsitzender Sven Sievert erklärte nun im Anzeiger-Gespräch, wie es mit den verbliebenen Spielern, die schon zugesagt hatten, weitergeht. 

„Die Spieler, die jetzt wechseln wollen, bekommen natürlich die Freigabe, keine Frage“, so Sievert gestern. Dabei kann er sich durchaus vorstellen, dass die SEG-Cracks bei befreundeten Vereinen quasi „geparkt“ werden und dann in die Echtroper Eishalle zurückkehren, wenn wieder eine Soester Mannschaft gemeldet werden kann. 

„Unsere Spieler waren natürlich sehr traurig, aber sie haben das in den vergangenen Wochen schon befürchtet“, so der SEG-Vorsitzende zur Reaktion der Cracks, die für die Saison 2019/20 zugesagt hatten. „Sie haben ja die Gespräche mit den anderen Spielern mitbekommen“, sei für den übriggebliebenen Kader die Abmeldung nicht ganz überraschend gekommen. Sievert betonte noch einmal, dass sich der Verein nicht in wirtschaftliche Schwierigkeiten habe stürzen wollen. „Wir sind der einzige Standort in NRW, der noch keine Insolvenz hingelegt hat“, sagte er gestern im Anzeiger-Gespräch. 

Die Verbundenheit der verbliebenen Spieler mit dem Verein sei groß, führte Sievert weiter aus. „Wir werden uns noch mit Dieter Brüggemann zusammensetzen und besprechen, ob er bei uns im Nachwuchs aktiv werden kann“, möchte der Vorsitzende weiter mit dem erfahrenen Trainer arbeiten.

„Wir werden versuchen, Spieler, Helfer und Trainer der Senioren in den Jugendbereich zu integrieren“, will er so viel Power wie möglich in den Nachwuchs investieren. So habe mit Igor Furda ein routinierter Spieler schon Interesse bekundet, in den Trainerjob bei der SEG einzusteigen. Die Goalies Marc Fleischer und Philipp Weißgerber könnten als Torwarttrainer ihr Wissen weitergeben. Auch Dennis Klinge sei ein Trainerkandidat. „Das zeigt ihre Verbundenheit mit dem Verein“, freut sich Sven Sievert.

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