Mitgliederversammlung beim KSB Soest: Fördergelder bleiben liegen

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Das KSB-Ehrenmitglied Arno Franke (Dritter von links) im Kreise der wiedergewählten Vorstandsmitglieder Bärbel Dittrich, Ingrid Deimel, Volker Kaiser, Andreas Henke und Anette Tegtmeier. Auch Wilhelm Barnhusen, der bei der Versammlung verhindert war, wurde im Amt bestätigt.

Kreis Soest -  „Stell dir vor, es stehen Fördergelder bereit, aber nur wenige Vereine rufen sie ab.“ Mitunter ist das Realität, wenn es um jene Fördermittel geht, die der Landessportbund NRW bereitstellt. Verstrichene Fristen, eine generelle Unkenntnis über diese Möglichkeiten oder Anträge, bei deren Formulierung es immer wieder Stolpersteine gibt – die Liste der potenziellen Ursachen ist lang, soll jedoch bald der Vergangenheit angehören. So zumindest der gemeinsame Wunsch von Delegierten und Verantwortlichen, der auf der Mitgliederversammlung des Kreissportbundes (KSB) laut wurde.

Vorstandswahlen

Vorsitzende: Bärbel Dittrich Stellv. Vorsitzender Geschäftsführung und Finanzen: Volker Kaiser Stellv. Vorsitzender Sportentwicklung: Wilhelm Barnhusen Stellv. Vorsitzende Kultur und Kommunikation: Ingrid Deimel Stellv. Vorsitzende Erziehung, Bildung und Qualifizierung: Anette Tegtmeier Stellv. Vorsitzender Marketing und Öffentlichkeitsarbeit: Andreas Henke

Vorschläge, wie man diesem Missstand begegnen sollte, gab es bereits im Vorfeld der Versammlung. Vor allem aus Reihen des Stadtsportverbands Werl, der das Thema mit seinem Antrag überhaupt erst angestoßen hatte. Dieser sah neben regelmäßigen Informationsveranstaltungen auf Ebene der Stadt- und Gemeindeverbände durch den KSB auch die persönliche Beratung vor Ort bei den Vereinsverantwortlichen vor. Nicht nur was Möglichkeiten zum Abruf von Fördergeldern betrifft, sondern darüber hinaus auch die Qualifizierungsangebote des KSB. Die Ziele: die Gewährleistung, dass alle Vereine im Kreisgebiet an den Fördermöglichkeiten teilhaben können, und eine Optimierung der Kommunikationswege. Denn ein persönlicher Vortrag sei besser als eine E-Mail, so das Plädoyer der Werler Sportler. Inwieweit diese Ideen allerdings umgesetzt werden, ist noch offen. Zunächst, so der finale Beschluss der Versammlung, wird eine Bedarfsanalyse durchgeführt. Den knapp 400 Sportvereinen im Kreisgebiet wird dazu ein Fragebogen zugeschickt. Spätestens Ende Juni, bis dahin will man den Fragebogen erstellt, verschickt und die Antworten auswertet haben, folgt im Dialog zwischen KSB und dessen Mitgliedern die effektive Planung. Das geschieht auch unter Berücksichtigung der Möglichkeiten des KSB, dem vor allem personell Grenzen gesetzt seien, wie Vorstandsmitglied Volker Kaiser erläuterte.

Denn auch das Tagesgeschäft nimmt weiterhin viel Aufmerksamkeit in Anspruch, nicht zuletzt die Beratung bei der Integration von Flüchtlingen in den Sportvereinen. Im Rahmen des Sonderprogramms „Integration durch Sport“ gibt es allerdings nicht nur die Möglichkeit einer finanziellen Förderung. So wird in diesem Jahr zweimal die kostenfreie Übungsleiter-C-Ausbildung für Migranten und Flüchtlinge angeboten, bei der die Teilnehmer Einblick in die Grundlagen des Vereinswesens erhalten. Später ermöglichen Aufbaumodule eine Vertiefung in den jeweiligen Sportbereichen.

Ist die Integration von großer Bedeutung, so nimmt sie in der Arbeit des KSB nur einen Teilbereich der Angebote und Aufgaben ein, wie die Vorsitzende Bärbel Dittrich erläuterte. Die Aus- und Weiterbildung der vielen Ehrenämtler in den Sportvereinen, deren Engagement nicht nur vom stellvertretenden Landrat Günter Fiedler in dessen Grußwort gewürdigt wurde, steht weiterhin im Mittelpunkt der Arbeit. An die Delegierten erging daher der Appell, das „reichhaltige Angebot“ anzunehmen.

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