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Misere des TuS Schwefe soll der Vergangenheit angehören

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Von: Dirk Wilms

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Die Neuen beim TuS Schwefe (von links): Co-Trainer Tim Fiedler, Mike Müller, Maik Fiedler und Trainer Patric Bals. © Wilms

Schwefe – Es war der 18. November 2018. A-Kreisligist TuS Schwefe empfing die Hilbecker Reserve. Die Gastgeber lagen 0:1 zurück, doch in der Nachspielzeit drehten Noel Wegner und Florian Sievert den Spieß um, sorgten mit ihren Toren für den 2:1-Sieg der Blögge-Kicker.

Knapp eindreiviertel Jahre sind seither ins Land gezogen, doch seither hat der TuS Schwefe kein Meisterschaftsspiel mehr gewonnen. Insofern mutet es wie ein kleines Fußballwunder an, dass die Fußballer aus dem Welveraner Ortsteil überhaupt noch in der A-Kreisliga spielen. 

Doch in der Saison 18/19 ließen sie die SG Oberense mit einem Pünktchen Vorsprung hinter sich, retteten sich dank des Polsters aus der Hinrunde. In der abgebrochenen Saison 19/20 profitierten sie davon, dass der TuS Echthausen schon im Herbst das Handtuch geworfen hatte und nach dem Rückzug als erster Absteiger feststand. Schließlich blieben die Schwefer in der Liga, obwohl nur zwei Pünktchen auf der Habenseite standen.

Schmaler Kader für Trainer Bals

 Diese Misere soll der Vergangenheit angehören, in der neuen Saison 20/21 soll endlich der erste Sieg seit dem Herbst 2018 her. Schwer genug wird die Aufgabe allemal, die vor Schützlingen des neuen Trainers Patric Bals und dessen neuen Co-Trainer Tim Fiedler liegt. 

„Unser Kader ist extrem klein, wir haben nur 15, 16 Leute“, sieht Bals noch Handlungsbedarf beim Aufgebot. Hoffnung besteht, dass immerhin zwei Spieler noch im Laufe des August zusagen; für nach der Winterpause hat der TuS schon drei Spieler an der Angel.

 Dass es bislang nicht geklappt hat, den nach einigen Abgängen ausgedünnten Kader aufzurüsten, hängt laut Bals auch damit zusammen, dass es in Schwefe kein Geld für die Spieler gibt: „Ich war damals mit 18 Jahren froh, wenn ich die Bälle aufpumpen durfte, als ich bei Klaus Pradel in den Kader der TSG Soest-Süd gekommen sind. Heute wird in Gesprächen mit möglichen Neuzugängen gleich nach Geld gefragt. Wir hatten acht Spieler beim Probetraining, kaum einer ist gekommen.“ 

So sind nur zwei neue Akteure im Kader, Mike Müller aus Geisecke und mit Maik Fiedler von Jahn Soest der Bruder des neuen Co-Trainers. „Wir sind darauf angewiesen, dass die Jungs ein hohes Maß an Disziplin zeigen“, wissen die Schwefer, dass ein enger Zusammenhalt einer so kleinen Truppe unerlässlich ist, wenn eine Chance im Kampf um den Klassenerhalt bestehen soll.

 Um die körperliche Fitness zu erlangen, läuft das Training bereits seit den Tagen, als die Corona-Regeln dies zugelassen haben. Dreimal pro Woche wird trainiert, dazu gibt es etliche Testspiele. „Die Jungs haben Bock“, ist Trainer Bals davon überzeugt, dassseine Schützlinge hochmotiviert sind, im Oberhaus des Fußballkreises Soest zu bestehen. Der erste Sieg seit 21 Monaten wird jedenfalls mit aller Macht angepeilt.

Zugänge: Mike Müller (Geisecker SV), Maik Fiedler (Jahn Soest)

Abgänge: Noel Wegner (SC Sönnern), Nicolas Rosenkranz (RW Westönnen), Malte Weber (GW Ostönnen), Vacaba Camara (1. FC Mülheim), Theo Wenselowski (Ziel unbekannt) 

Trainer: Patric Bals (im ersten Jahr) Testspiele: 2.8. VfJ Lippborg (H), 7.8. SG Suttrop/Kallenhardt (A), 9.8. SC Lippstadt (H), 14.8. TV Borgeln (A), 21.8. SG Ampen/Müllingsen (H), 23.8. DJK Mellrich (A), 30.8. Jahn Soest (A), 6.9. GW Arnsberg (H, wahrscheinlich früher)

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