Handball-Oberliga

Michal Kurka verletzt sich schwer bei Niederlage des Soester TV

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Michal Kurka schied in Bielefeld schwer verletzt aus.

Bielefeld - In letzter Sekunde einen Sieg aus der Hand gegeben zu haben, ist schon frustrierend genug. Doch viel mehr betrübt die Handballer des Soester TV, dass ihr slowakischer Mittelmann Michal Kurka beim 31:31 (13:13)-Unentschieden beim TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck eine schwere Verletzung erlitten hat. 

Es lief die 45. Minute, der STV war auf gutem Weg, beide Punkte aus Ostwestfalen mitzunehmen. Da eilte Michal Kurka seinem Nebenmann Julian Vukoja in der Abwehr zu Hilfe. Dabei wurde er vom Ellenbogen eines Gegenspielers mit solcher Vehemenz seitlich im Gesicht getroffen, dass er bewusstlos zu Boden ging. Der erste Blick der Mitspieler und Betreuer verriet schon Schlimmes. 20 Minuten lang lag Kurka am Boden, ehe die Entscheidung getroffen wurde, ihn per Pkw in ein Krankenhaus zu fahren, nachdem er wieder zu sich gefunden hatte. Dort wurde ein Kieferbruch diagnostiziert, der Patient nach Soest überwiesen. Hier wird zu Wochenbeginn eine Operation unumgänglich sein. 

Trainer Sören Hohelüchter war untröstlich, weiß er doch um die Verletzungsmisere, die den Slowaken in seiner Karriere schon heimgesucht hat. Dabei betonte der STV-Coach, welche hervorragende Leistung Kurka eine Dreiviertelstunde abgeliefert hatte: „Mit ihm hätten wir garantiert gewonnen“, trauerte Hohelüchter auch dem in letzter Sekunde verlorenen Punkt nach. 

18 Sekunden vor Schluss hatte Jöllenbeck eine Auszeit genommen und sich etwas Wirkungsvolles einfallen lassen. Mittelmann Leon Ludwigs wurde effektiv in Szene gesetzt, er traf zum 31:31. 

Zu dem Zeitpunkt waren auf Soester Seite zwei weitere Spieler verletzt raus. Torwart Birk Muhr war mit einem Gegenspieler zusammengeprallt, hatte dabei eine Knöchelverletzung erlitten. Anton Schönle war zuvor umgeknickt, konnte auch nicht mehr mitwirken. Damit spitzt sich die Personallage beim STV weiter zu, der in Jöllenbeck schon auf die Loer-Brüder, Bekel und Voss-Fels hatte verzichten müssen. 

Dennoch war es den Soestern über weite Strecken gelungen, dem Spiel ihren Stempel aufzudrücken. Nach wechselvollem Spielverlauf setzte sich der STV Mitte der zweiten Halbzeit auf drei Tore ab. In der Schlussphase aber scheiterten die Gäste wiederholt am Jöllenbecker Torwart, vergaben die Chance zur Vorentscheidung. 

Soester TV: Ihssen, Muhr; Gran, Schnorfeil (4), Vukoja (2), Schönle (3), Haake (9), Zülsdorf (1), Tischer (4), Kurka (4), Nöh, Picht (3), Falkenberg (1).

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