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Meisterschaftsspiele abgesagt, Pokal nicht: Trainer findet es merkwürdig

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Von: Frank Zöllner

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SVW-Trainer Dustin Hamel
SVW-Trainer Dustin Hamel © Frank Düser

In der Meisterschaft müssen A- und B-Junioren pausieren, im Westfalenpokal aber spielen. Ein Trainer wundert sich darüber...

Soest – Die A-Jugend des SV Westfalia Soest, siegloses Schlusslicht in der Westfalenliga, ist nun in eine zweiwöchige Zwangspause gegangen. Denn der Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) hat alle Spiele bei den A- und B-Junioren bis Ende des Jahres abgesagt.

Einzige Ausnahme: Die Spiele im Westfalenpokal. Und so muss das Team von Trainer Dustin Hamel nun auf die Meisterschaftsspiele am kommenden Sonntag bei den Sportfreunden Siegen und eine Woche später am 5. Dezember gegen FC Eintracht Rheine verzichten.

Das für den 12. Dezember daheim gegen FC Eintracht Rheine angesetzte Erstrundenspiel im Westfalenpokal soll aber stattfinden.

 Was ist der Unterschied zwischen Meisterschaft und Pokal? Beides ist für mich Kontaktsport, der im Freien stattfindet.

Thomas Kree, Trainer und Vorsitzender SuS Scheidingen

„Ich finde die Entscheidung richtig in der aktuell schwierigen Lage“, sagt Hamel. Sein Team werde aber in den kommenden Wochen durchtrainieren. Über die Anzahl an Geimpften und Genesenen in seinem Team will Hamel keine Auskunft geben, aber: „Einige lassen sich derzeit impfen.“ Zusammen mit der in der Bezirksliga spielenden A2-Jugend könne der Trainingsbetrieb auch ohne Ungeimpfte vernünftig aufrechterhalten werden, „auch wenn insgesamt natürlich die Trainingsqualität etwas darunter leidet“, so Hamel weiter. Auch für das Westfalenpokalspiel im Norden des Bundeslandes wird der Kader durch Spieler der A2 aufgefüllt.

An Hallenturnieren wollten die Soester aufgrund der Corona-Pandemie ohnehin in diesem Winter nicht teilnehmen.

Scheidinger B-Mädchen wollten spielen, der Gegner nicht

Die B-Juniorinnen des SuS Scheidingen werden das für Sonntag um 11 Uhr beim Tabellen-Schlusslicht der Westfalenliga, dem BV Werther, angesetzte Spiel nicht bestreiten. Laut Vorgabe des FLVW wäre zwar eine Austragung der Partie unter Einhaltung der 2G-Regeln möglich gewesen, doch nur unter Zustimmung beider Vereine.

Thomas Kree
Thomas Kree © Groener

„Ich habe alles versucht, doch die Verantwortlichen aus Werther haben diese Möglichkeit kategorisch abgelehnt. Wir hätten gerne gespielt, da wir nur ein Mädchen im Kader haben, das noch nicht doppelt geimpft ist. Vermutlich ist das in Werther nicht der Fall“, sagte SuS-Trainer Thomas Kree, gleichzeitig 1. Vorsitzender des Vereins. Kree befürchtet jetzt Terminengpässe im Februar oder März, zumal dort mehrere Runden im Westfalenpokal angesetzt sind.

Die Runden im Westfalenpokal seien ja von der Vorgabe nicht betroffen. Daher rechnet Kree fest mit der Austragung der Erstrundenpartie in diesem Wettbewerb am Sonntag, 5. Dezember, um 11 Uhr beim Kreisligisten JSG Donop-Voßheide im Fußballkreis Lemgo. Die 2. Runde in diesem Pokal findet nach einer dieses Mal recht kurzen Winterpause bereits am 27. Februar 2022 statt.

Kree wundert sich generell etwas über die Vorgaben: „Was ist der Unterschied zwischen Meisterschaft und Pokal? Beides ist für mich Kontaktsport, der im Freien stattfindet.“

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