Mattern und Schüller siegten beim Sälzerlauf

Tobias Schüller setzte sich beim Sälzerlauf in Bad Sassendorf durch. ▪
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Tobias Schüller setzte sich beim Sälzerlauf in Bad Sassendorf durch. ▪

BAD SASSENDORF ▪ Eigentlich wollte Christiane Mattern gar nicht starten. Es war einfach viel zu warm an diesem Tag. Aber dann packte sie doch wieder der „Rennbazillus“ und sie machte sich kurzfristig auf den Weg zum 7. Bad Sassendorfer Sälzerlauf. So kam die Läuferin der LG Deiringsen (LGD) im Zehn-Kilometer-Lauf unverhofft zu ihrem ersten Gesamtsieg in ihrer Laufkarriere. Da wollte auch ihr junger Vereinskamerad Tobias Schüller nicht zurück stehen. In geradezu unheimlicher Dominanz sicherte er sich souverän den Gesamtsieg bei den Männern mit weit über drei Minuten Vorsprung.

Der Wettergott meinte es weitgehend gut mit den Verantwortlichen des Sälzerlaufes. Trotz schlechter Wetterprognose blieb es bei allen Starts auf der Kurpromenade bis auf ein paar Tropfen trocken. Allerdings erschwerte die Schwüle bessere Zeiten für die Aktiven.

Im Hauptlauf über zehn Kilometer setzte sich der 22-jährige Topläufer der LGD, Tobias Schüller, schnell vom Feld ab. Nur Michael Schneider (LGD) und Martin Wrede (Bremen) konnten auf dem ersten Teilstück noch folgen. In der letzten großen Runde musste Schneider wegen der Schwüle passen. So lief Tobias Schüller einsam und allein sein Rennen in guten 34:28,3 Minuten zu Ende. Der Gesamtsieger meinte im Ziel: „Ich freue mich über den Sieg. Ich bin hier auf Anschlag gelaufen und wollte in die Nähe meiner Bestzeit laufen. Das hat leider nicht geklappt.“ Hinter Wrede (38:18,9 Minuten) gab es einen packenden Zweikampf um Platz drei mit zwei Läufern von Marathon Soest. Den entschied Joachim Peck in 39:47,6 Minuten hauchdünn vor Waldemar Furgol, der vier Zehntel später finishte.

Marcel und Franziska gewannen Bambini-Lauf

Auch die Siegerin bei den Frauen, Christiane Mattern, hatte Probleme mit der drückenden Wärme. Die routinierte Läuferin der LGD war im Ziel ziemlich erschöpft. In 49:24,3 Minuten blieb sie wie die meisten Sportler doch ein ganzes Stück hinter den normalen Zeiten zurück. Mattern: „Ich freue mich über meinen Sieg. Auf der Strecke ging teilweise kein Lüftchen. Ich war echt froh, als ich im Ziel war.“ Von den heimischen Läuferinnen war auch noch Marlies Wiese (Marathon Soest) in 56:49,7 Minuten als Gesamtvierte und Zweite der W45 gut platziert.

Über fünf Kilometer landeten Yannic Scholz in 19:16,8 Minuten und Wolfgang Johnson, der 19:29,2 Minuten benötigte, einen Doppelsieg für Marathon Soest. In die Top Ten liefen noch die heimischen Läufer Thomas Jacob (5.), Jesse Kaars (7.), und Philipp Rückert (10.). In der Frauenwertung holte sich Lotte Kaars in 22:35,9 Minuten Silber. Auf den Plätzen drei und vier landeten Tochter Lena Rohe (TV Flerke) in 23:28,4 Minuten vor Mutter Mechthild Rohe (TV Flerke) in 23:47,1 Minuten.

Bei den Bambinis (sieben Jahre und jünger) erkämpfte sich Marcel Kipp (BV Bad Sassendorf) über 400 Meter in starken 1:55,8 Minuten die Pole-Position. Bei den Mädchen lag Franziska Klar aus Soest mit 2:05,0 Minuten ganz vorne.

Die über Achtjährigen waren 975 Meter unterwegs. Hier zeigte Nico Scholz (Marathon Soest) sein ganzes Können und siegte in 3:14,2 Minuten. Wenig später lief er auch noch über fünf Kilometer zum Klassensieg bei den A-Schülern. Seine Vereinskameradin Michelle Van den Eynden kam zwar mit der Hitze nicht gut zurecht, erkämpfte sich aber dennoch Platz zwei bei den Mädchen. Ihr Augenmerk geht in Richtung deutsche Meisterschaft im Sommerbiathlon in einer Woche.

Bei den „Stock-Spezialisten“ der Nordic-Walker zeigte der 73-jährige Holger Flaßnöcker (TGH Wetter/Ruhr) seine ganze Klasse und bezwang in starken 1:08:30,4 Stunden seinen zehn Jahre jüngeren Kontrahenten Helmut Schröer (Marathon Soest), der in 1:08:36,7 Stunden Zweiter wurde. Im Interview berichtete der stolze Sieger, dass er sich immerhin zweifacher deutscher Meister über 3000 Meter Bahnengehen in der Halle, Weltmeister mit der Mannschaft in Clermont-Ferrand und Einzel-Vizeweltmeister 2009 in Lahti/Finnland über 10 und 20 Kilometer Gehen nennen darf. Bei den Frauen zeigte sich Lotte Stüber (Laufgruppe Deiringsen) in guter Form und holte sich in 1:21:30,0 Stunden Platz zwei bei den Frauen. ▪ wile

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