Sauerländer zu Gast im „Aktuelle Sportstudio“ im ZDF

Bundesliga-Manager, Lokalpolitiker, Amateurschiedsrichter - die ungewöhnliche Vita von Oliver Ruhnert

Oliver Ruhnert, zu Gast im Aktuellen Sportstudio, mit dem Bild als Schiedsrichter in Wickede.
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Oliver Ruhnert, zu Gast im Aktuellen Sportstudio, mit dem Bild als Schiedsrichter in Wickede.

Am Samstagabend war Oliver Ruhnert, Geschäftsführer Profifußball beim Fußball-Bundesligisten 1. FC Union Berlin, zu Gast im „Aktuellen Sportstudio“ im ZDF. Der 49-jährige Sauerländer gab vor allem im Gespräch mit Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein Auskunft über den fast schon märchenhaften Aufstieg des Vereins aus Berlin-Köpenick innerhalb von anderthalb Jahren vom Aufsteiger hin zur erweiterten Spitzengruppe der Bundesliga.

Mainz/Wickede - Ruhnert ist nicht nur Fußball-Manager, sondern auch Fraktionsvorsitzender der Partie Die Linke im Iserlohner Stadtrat und als Schiedsrichter in der Kreisliga tätig. So leitete er am 11. Oktober vergangenen Jahres die Kreisliga-A-Spitzenpartie zwischen der TuS Wickede und der SpVg Möhnesee, die 0:0 endete. Anzeiger-Mitarbeiter Frank Düser, der das Spiel beobachtete (und dessen Foto von Ruhnert als Unparteischer dieses Spiels eingeblendet wurde), bescheinigte ihm eine „souveräne Leitung der Partie“.

Ruhnert, der seit Mai 2018 bei 1. FC Union als Leiter der Lizenzspielerabteilung in führender Rolle sportlich verantwortlich ist, erzählte von seiner Vergangenheit beim FC Schalke 04, outete sich als Fan der „Königsblauen“ und erzählte auch darüber, dass er Edin Terzic, Trainer von Borussia Dortmund, einst bei den Sportfreunden Oestrich-Iserlohn trainierte. Und schließlich siegte der sich außerordentlich sympathisch präsentierende Ruhnert noch an der Torwart mit drei Treffern.

Am 11. Oktober vergangenen Jahres leitete Oliver Ruhnert das Kreisliga-Spitzenspiel TuS Wickede gegen SpVg Möhnesee, das torlos endete.

Der Sauerländer ist bei den „Eisernen” aus dem Berliner Osten ein Erfolgsfaktor: Er hat Trainer Urs Fischer geholt, unter ihm ist der Traditionsverein in die Bundesliga aufgestiegen und mit Union gab es in der Vorsaison den souveränen Klassenerhalt. In der aktuellen Spielzeit hat Union Tuchfühlung zu den internationalen Plätzen als aktuell Tabellenfünfter.

Ruhnert trainerte schon Edic Terzic und arbeitete als Schalke-Fan beim S04

Nach dem 2:2-Remis des Hauptstadtklubs gegen den VfL Wolfsburg war der Sauerländer Oliver Ruhnert zu Gast im „ZDF-Sportstudio”. An der Torwand trat er gegen den 16-jährigen Tom Nickel an. Oliver Ruhnert überzeugte und traf dreifach und gewann das Duell.

Darüber hinaus sprach Ruhnert auch über Edin Terzic, Trainer von Borussia Dortmund, den er einst bei den SF Oestrich-Iserlohn trainierte: „Edin macht jeden Job, den er macht, gut. Er geht relativ relaxed an die Sache heran. Ich traue ihm diesen Trainerjob in der Bundesliga absolut zu.”

Zu seinen Ex-Klub FC Schalke 04, bei er weiterhin Mitglied ist erklärte der Amateur-Schiedsrichter: „Im Sauerland gab’s immer nur die beiden Möglichkeiten: schwarz-gelb oder blau-weiß. Ich habe mich für Schalke 04 entschieden. Der Sieg jetzt ist ein Anfang, und das freut mich auch.”

Die starke Saison mit Union Berlin auf UEFA-Cup-Platz fünf (nach dem 2:2 gegen den VfL Wolfsburg von Samstag) nennt der Lokalpolitiker „außergewöhnlich“. Er spricht aber eher vom Saisonziel Klassenerhalt als Ziel und nimmt als warnendes Beispiel eben Schalke 04, dass einen Absturz vor einem Jahr eben von einen oberen Tabellenplatze erfahren habe.

Zum Verhältnis zwischen seiner politischen Einstellung – Ruhnert ist Fraktionsvorsitzender der Partie Die Linke im Iserlohner Stadtrat – und dem Kapitalismus-Business Fußball-Bundesliga sagt der 49-Jährige: „Union Berlin stammt aus dem Osten Berlins und ist auch hier ansässig. Die Menschen hier vertreten viele wichtige Werte. Ich weiß, dass ich in einem Bereich bin, in dem es um viel Geld geht. Aber eben auch um gewisse Werte wie Sozialverhalten und Demut.“

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