Beim Soester Hochsprungmeeting

Lokalmatador Falk Wendrich besiegt Europameister Przybylko

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Falk Wendrich siegte beim Hochsprungmeeting.

Soest – Den Europameister geschlagen, eine neue Saisonbestleistung aufgestellt und den dritten Sieg beim dritten Soester Hochsprungmeeting eingefahren – im Grunde hat Falk Wendrich (LAZ Soest) all das umgesetzt, was er sich für den Wettkampf in seiner Heimatstadt vorgenommen hatte und doch war er nicht ganz zufrieden.

Mit einem Satz über 2,21 Meter gewann der Soester am Samstagabend den Wettkampf auf dem Sportplatz am Soester Schulzentrum. Mateusz Przybylko (TSV Bayer 04 Leverkusen) wurde mit übersprungenen 2,17 Metern Zweiter, Platz drei ging an U23-Springer Florian Hornig (TSV Bayer 04 Leverkusen) mit 2,09 Metern.

 „Es waren so viele Leute hier, das hat richtig Spaß gemacht. Ich habe selten ein Publikum erlebt, das von selbst hat angefangen mit zu klatschen“, lobte Wendrich die rund 200 Zuschauer, die sein Heimspiel verfolgten. Schon beim Aufwärmen deutete sich an, dass der Wettkampf in Soest tatsächlich sein erfolgreichster in dieser kurzen Corona-Saison werden könnte. 

2,21 Meter reichen zum Sieg

Dabei hatte er sich eigentlich noch mehr zugetraut. „Es nervt mich natürlich, dass ich so oft im Einspringen mein Sprungpotential zeige und es dann im Wettkampf nicht richtig abrufen kann, das will ich im nächsten Jahr ändern“, so Wendrich, der mit einer Saisonbestmarke von 2,20 Metern angetreten war. 

Hochsprungmeeting des LAZ Soest

Weil 2,35-Meter-Springer Przybylko nicht richtig zu seiner Form fand und schon nach übersprungenen 2,17 Metern aus dem Wettbewerb ausschieden, stand Wendrich bereits nach seinem gültigen Versuch über 2,21 Meter als Sieger fest. 

Mateusz Przybylko schaffte nur 2.17 Meter.

Nach dem höchsten Sprung seiner Saison hielt er dann sogar den höchsten Sprung seines Lebens für möglich. „Ich wollte eigentlich nach den 2,24 Metern eine neue Bestleistung auflegen und direkt auf 2,30 Meter gehen“, sagte er nach dem Wettkampf. Doch dazu kam es nicht. 

Saison ist beendet

Nach drei ungültigen Versuchen über 2,24 Meter war der Wettkampf auch für ihn beendet. Das Springen in seiner Heimatstadt war für den 25-Jährigen zugleich der letzte Wettkampf dieser Saison, aber er blickt schon auf das kommende Jahr. „Wir werden den Wettkampf definitiv im nächsten Jahr fortsetzen und ich hoffe, dass wir dann irgendwann in Soest auch mal 2,30er-Höhen sehen“, so Wendrich.

Schlechte Bedingungen

Damit die Zuschauer den Mindestabstand einhalten können, hatten die Organisatoren des LAZ Soest die Hochsprunganlage statt wie sonst im Innenraum der 400-Meter-Rundbahn auf dem Nebenplatz aufgebaut. Aus sportlicher Sicht war das jedoch keine gute Entscheidung, meinte Bundestrainer Hans-Jörg Thomaskamp. Der in die Jahre gekommene Untergrund sei zu weich und an vielen Stellen porös. „Wenn auf diesem Platz noch einmal ein Springen auf dem Niveau stattfinden soll, muss der Platz vorher erneuert werden“, so Thomaskamp.

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