Loers Ausfall wiegt schwer: STV ohne seinen Kapitän zur SG Ratingen

Loers Ausfall wiegt schwer: STV ohne seinen Kapitän zur SG Ratingen

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Die Handballer des Soester TV, hier Julian Vukoja, würden in Ratingen gern an die Leistung aus dem Longerich-Spiel anknüpfen.

Soest - Nach dem starken Auftritt beim Heimsieg gegen Longerich und dem Sprung auf einen Nichtabstiegsplatz der 3. Liga West will der Soester TV nun im Auswärtsspiel am Samstagabend (18 Uhr) bei den „Löwen“ der SG Ratingen nachlegen.

Vor dem Duell mit der Mannschaft des Ex-Soesters Yannick Eckervogt rücken aber vor allem die Verletzungssorgen beider Teams in den Vordergrund: Während bei Ratingen die Stammkräfte Arthur Giela und Dominic Kasal ausfallen, hat es den STV mindestens genauso hart getroffen: Max Loer – Kapitän, Leitwolf und Spielgestalter der Soester in Personalunion – muss mit einer Knieverletzung bis zu sechs Wochen aussetzen.

Der Ausfall von Loer wiegt sicherlich schwer. Die Aufgaben werden auf mehrere Schultern verteilt werden müssen. „Ratingen kümmert uns relativ wenig. Wir haben uns viel damit beschäftigt, wie wir den Ausfall von Max in den kommenden Wochen kompensieren können“, weiß Trainer Dirk Lohse um die Bedeutung von Loer. Aber Lohse weiß auch, dass die Kompensation gelingen kann: „Seine Erfahrung und Cleverness in gewissen Spielsituationen wird uns fehlen. Aber die anderen haben in den vergangenen Jahren auch einiges an Erfahrung gewonnen und sind gereift.“

Spielerisch wird sich Loers Ausfall auch auswirken, da ist sich Lohse sicher: „Er hat seinen eigenen Spielstil. Aber wir haben mit Robin Bekel und Luis Gran zwei weitere Spielmacher. Robin macht das bislang in dieser Saison schon richtig gut.“ Nachwuchsmann Gran sei zwar noch nicht auf übermäßig viele Spielanteile gekommen, doch der könne sich nahtlos einfügen, ist sich Lohse sicher.

Ein wenig bangt Lohse auch noch um Axel Loer und Finn Voss-Fels; Axel Loer wird sich bei einem Einsatz wohl wieder auf seine wichtigen Part in der Abwehr konzentrieren dürfen. Da räumte er zuletzt im Innenblock mit Julian Vukoja wieder ordentlich ab.

Eine stabile Deckung als Basis wird auch wieder als Losung für das Ratingen-Spiel ausgerufen. Das ist immer die Voraussetzung für ein gelingendes Soester Spiel. „Dann schauen wir mal, was in Ratingen geht“, meint Lohse, der weiter sein Ziel verfolgt, „gegen jeden Mannschaft Punkte holen“ zu wollen. Bislang liegt der STV nach drei Rückrundenspielen dabei im Soll.

Und: „Ratingen ist einer der Gegner, gegen die wir noch Punkte holen wollen; und wir haben die Chance, gegen die zu punkten.“ Die Erinnerung an das Hinspiel (23:24) dürften ärgern und ermutigen: „Keine schöne Erinnerung: Wir haben lange geführt und uns dann mit einfachen Mitteln den Schneid abkaufen lassen.“ Es war eine ärgerliche und vermeidbare Niederlage im Rahmen des wackeligen Saisonstarts der damals noch nicht richtig eingespielten Soester. In der Verfassung des Longerich-Sieges können die Soester den „Löwen“ selbstbewusst gegenübertreten.

Live-Ticker

Vom Spiel in Ratingen berichtet der Anzeiger  im Live-Ticker auf soester-anzeiger.de

Busfahrt

Zum Auswärtsspiel bei den Ratinger „Löwen“ können Soester Fans wie gewohnt den Soester TV auf der Busfahrt begleiten. Abfahrt ist am Samstag um 14.30 Uhr an der Bördehalle. Spielbeginn in Ratingen ist um 18 Uhr.

Relegationsrunde möglich

Die Insolvenz des HSV Hamburg in der 1. Handball-Bundesliga und die daraus resultierende Abmeldung der Mannschaft könnte auch Auswirkungen auf die Abstiegsfrage in den 3. Ligen haben, so dass es zu einer Relegationsrunde der Drittletzten kommen könnte. Das ist aber nur eine von vielen Möglichkeiten, die sich durch das Aus des HSV entwickeln könnte. „Dieses Thema wird bei einer Sitzung der zuständigen Spielkommission der 3. Liga am 19. Februar behandelt“, erklärte jetzt Michael Kulus, Staffelleiter der 3. Liga West auf Anfrage.

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