Paten spenden Bäume

Lippetals Bürger wünschen sich einen  Bürgerwald

Der Soester Bürgerwald macht in Lippetal Schule. Bürger regen ein solches Projekt auch für Hovestadt an.
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Der Soester Bürgerwald macht in Lippetal Schule. Bürger regen ein solches Projekt auch für Hovestadt an.

Wer möchte, spendet einen Baum und wird Pate. Das ist die Idee hinter dem Soester Bürgerwald, die einigen Lippetalern so gut gefällt, dass sie anregen, sich im Rat mit dem Thema zu beschäftigen.

Lippetal – Der Brief lag zur Sitzung am Montagabend vor, die Fraktionen sprachen sich einstimmig für eine Beratung im Umweltausschuss aus. 

Die Soester setzten die ersten Bäume auf einem 1,7 Hektar großen Areal am nördlichen Stadtrand vor etwa vier Jahren in die Erde. Auf der Fläche ist, je nach Standort, Platz für Erle, Zitterpappel, Silberweide, Traubenkirsche, Stieleiche, Rotbuche, Vogelkirsche, Hainbuche, Bergahorn und andere. Diese „Zukunftsbäume“ eignen sich hervorragend als Erinnerung an ein besonderes Datum im Leben, heißt es dazu im Soester Rathaus. 

Der Wunsch, so ein grünes Refugium anzulegen, besteht auch in Lippetal. Die Initiatoren des Projektes weisen auf die biologische Leistung dieser Wunderwerke der Natur hin, ebenso bestehe die Möglichkeit, in Hovestadt selten gewordene Arten zu pflanzen und somit zu erhalten. Sie schreiben: „Es könnte auch ein Ort der Begegnung werden. In der Nähe des Altenheimes und des Kindergartens in Hovestadt könnte er von Alt und Jung genutzt werden. Ein Ort der Ruhe. Zum Durchatmen.“ 

Sie machen sich auch Gedanken darüber, wer dort aktiv werden könnte: „Bäume stiften kann jeder. Zum Beispiel die Gemeinde den jeweiligen Baum des Jahres, Eltern für ihre Kinder, Brautpaare, Bürger zum Gedenken eines Ereignisses, Schüler, die etwas zur Klimaverbesserung beitragen möchten, zu Jubiläen, zu Geburtstagen...“ Ihr Vorschlag zur praktischen Umsetzung: „Die Organisation, Planung, Vorbereitung des Bodens und die Pflanzung der Bäume sollte die Gemeinde übernehmen. Ebenso die Festlegung auf geeignete Baumarten und deren Beschaffung.“ 

Die Stifter sollten dann die Gelegenheit haben, aus dem Sortiment zu wählen, einen passenden Platz auszusuchen und beim Pflanzen dabei zu sein. Es könnte aber auch Paten geben, die zu Schüppe und Spaten greifen, weil sie gern selber mit Hand anlegen, natürlich unter professioneller Anleitung. Gemeinsam schaffen Lippetaler somit nach und nach einen Wald, an dem sich auch die nachkommenden Generationen erfreuen sollen.

Pflanzfest

In Soest hat es sich eingespielt, die Baumpaten zum Pflanzfest in den Bürgerwald einzuladen. Das würde auch den Lippetaler Initiatoren gefallen. Sie könnten sich außerdem gut vorstellen, auf Wunsch kleine Tafeln mit den Namen der Stifter anzubringen.

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