Landesligist SV Hilbeck setzt im Abstiegskampf auf modernste Fitnessgeräte

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Anil Saraman war unter den Augen der Fitnesstrainer Marcel und Nabile Ass voll gefordert; Andre Weber vom SVH-Fußballvorstand schaute interessiert zu.

Die Fußballer testen im EGym-Zirkel ihre körperlichen Grenzen aus. Ziel ist dabei größtenteils der Muskelaufbau. Denn gerade die Rumpfmuskulatur bleibt im sonstigen Training häufig auf der Strecke. 

Fußballerisch waren sie einmal mehr zur Untätigkeit verdammt. Nachdem am Wochenende zuvor Staffelleiter Klaus Overwien wegen des Sturmtiefs Sabine den gesamten Spieltag abgesetzt hatte, fiel auch die zweite angesetzte Partie der Landesliga-Fußballer des SV Hilbeck aus. 

Statt gegen Firtinaspor Herne erstmals im neuen Jahr um Punkte zu wetteifern, tauschten die SVH-Kicker ihr schwarz-gelbes Fußballtrikot gegen ein Trainingsdress, um sich auf ganz anderem Terrain als auf grünem Rasen zu tummeln. 

Im EAST Fitness & Sportsclub im Werler Norden gingen die Schützlinge von Trainer Heiko Hofmann an Fitnessgeräte der neuesten Generation. 

„Wir wollen den Jungs Abwechslung bieten. Ich bin der Meinung, dass es nicht reicht, sie dreimal in der Woche auf dem Platz zu trainieren, wenn wir das auch so abwechslungsreich wie möglich gestalten. Doch auf diese Weise gibt es noch ganz andere Möglichkeiten“, ist der Coach der klassenhöchsten Kicker im Fußballkreis Soest ganz angetan. 

So wurden die Hilbecker Fußballer an elf Geräten von Marcel und Nabile Ass vom Werler Fitnessstudio zunächst auf Herz und Nieren geprüft. Jeder Spieler ging an die funkelnagelneuen Geräte des sogenannten eGym-Zirkels.

Ob Waden oder Oberschenkel, ob Oberarme, Brust-, Bauch- oder Rückenmuskulatur – alle möglichen Bereiche wurden gecheckt. Und zwar nicht nach mühseligem Auflegen von Gewichten. 

Denn bei den eGym-Geräten arbeiten Elektromotoren, die einen Widerstand erzeugen; und zwar bei den negativen als auch bei den positiven Bewegungen. Auf diese Weise werden Defizite und Dysbalancen festgestellt, die entsprechenden Übungen auf einem Fitnessarmband gespeichert.

Die Daten werden über mit der eGym-Cloud an eine App übertragen, nach jeder Trainingseinheit. So können die Kunden stets auf ihrem Smartphone schauen, wie es steht um ihre Körper- und Trainingswerte.

 „Nach diesen Angaben können wir gezielt den Trainingsplan ausarbeiten“, betont Marcel Ass. Bei jedem Training wird das Armband an das Gerät gehalten. 

Das gibt vor, wie das Training abzulaufen hat. Nach sieben Tagen wird automatisch ein neuer Krafttest vorgenommen, das Training entsprechend angepasst. 

Dabei werden Unterschiede gemacht bei Kunden, die abnehmen oder gezielt Muskelaufbau betreiben wollen. Bei den Hilbecker Fußballern ist es eher der Muskelaufbau, der auch für das Trainerteam von Bedeutung ist. 

Denn gerade die Rumpfmuskulatur kommt im Vergleich zu den Beinen oft zu kurz. Vier Wochen lang sollen die Spieler zwei- bis dreimal pro Woche ins EAST Fitness. 

Danach wird ein Resümee gezogen. Vielleicht werden dadurch genau die Kräfte mobilisiert, die unerlässlich sind, um den Kampf gegen den Abstieg aus der Landesliga erfolgreich zu bestehen.

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