SV Hilbeck marschiert Richtung Bezirksliga

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Kapitän Andreas Neumann und der SV Hilbeck schlittern nach dem 0:6 gegen Günnigfeld in eine tiefe Krise.

Hilbeck – Der SV Hilbeck marschiert schnurstracks in Richtung Bezirksliga. Die klassenhöchste Mannschaft aus dem Fußballkreis Soest bot beim 0:6 gegen den VfB Günnigfeld eine so leblose Vorstellung, dass nicht nur Trainer Christian Bentrup der Elf in ihrer aktuellen Konstellation die Landesliga-Tauglichkeit absprach.

Auch Abteilungsleiter Dirk Möller war erschrocken über die Vorstellung im ersten Spiel seit Monaten im Willi-Hafer-Stadion: „Ich habe jegliche Gegenwehr vermisst. Da muss man sich anders verkaufen, auch wenn einige Leute gefehlt haben. Da müssen sich alle wehren, da reichen nicht nur drei oder vier Mann.“

Angesichts der Situation wird beim SVH wohl schon heute eine Krisensitzung stattfinden, in der die Situation analysiert wird. Dabei wird auch der Blick nach vorn gerichtet und die Planung für die nächste Saison zweigleisig betrieben. Denn die Werler Vorstädter müssen sich mit dem Gedanken des Abstiegs aus der Landesliga vertraut machen.

Noch aber sind die Schwarz-Gelben trotz der desolaten Vorstellung gegen Günnigfeld nicht außer Reichweite des rettenden Ufers. Sie haben im Vergleich zu den beiden direkt vor ihnen platzierten Teams aus Mengede und Wiescherhöfen zwei bzw. sogar drei Spiele weniger bestritten. Dabei besteht noch keine Klarheit, wann die Nachholpartien gegen Schüren, Hombruch und Wiescherhöfen ausgetragen werden sollen.

Der Terminplan ist ohnehin schon voll. Bis auf das durch den Martener Rückzug frei gewordene Wochenende am 15. April wird bis Pfingsten durchgespielt. Über Ostern sind schon der Gründonnerstag und der Ostermontag besetzt. Zudem steht das Kreispokal-Halbfinale am 11. April bei Preußen TV Werl im Terminkalender. Da drohen dem SVH bis Mitte Mai „englische Wochen.“

Fünf Spiele in zehn Tagen für die Reserve

Noch ärger hat es die Hilbecker Reserve erwischt. Sie hat von allen B-Kreisligisten die meisten Nachholspiele zu bestreiten. Bei der Truppe von Trainer Kai Niggemann sind die Termine schon angesetzt, und das in einer Form, die den Kickern vom Strangbach nicht gefallen kann. „Wir sollen vom 27. April bis zum 6. Mai fünf Spiele binnen zehn Tagen bestreiten. Das kann doch wohl nicht sein“, schimpft Niggemann.

Er kann nicht akzeptieren, dass die Saison schon Ende Mai abgeschlossen sein muss. Die Fußball-WM dürfe doch keinen Anlass bieten, eine solche Terminplanung zu machen. Bei der vom Kreisvorstand initiierten Umfrage hat der SV Hilbeck sich schon entsprechend geäußert.

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