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Schlagabtausch im Viertelfinale: „Perfekter Nachmittag“ für Verlierer - B-Ligist im Halbfinale

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Von: Sebastian Heinke

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Kreispokal-Viertelfinale: TuS Jahn Soest – VfJ Lippborg 7:8 nach Elfmeterschießen (3:3, 2:2).
Kreispokal-Viertelfinale: TuS Jahn Soest – VfJ Lippborg 7:8 nach Elfmeterschießen (3:3, 2:2). © Heinke

Was für ein Hin-und-her: Der VfJ Lippborg gewinnt ein dramatisches Viertelfinale nach Elfmeterschießen beim TuS Jahn Soest und steht im Halbfinale.

Kreispokal-Viertelfinale: TuS Jahn Soest – VfJ Lippborg 7:8 nach Elfmeterschießen (3:3 nach 90 Minuten / 2:2).

„Es war ein perfekter Nachmittag.“ Nein, nicht der Trainer des siegreichen VfJ Lippborg, sondern Ralf Jolk vom TuS Jahn Soest fand den Auftritt seiner Mannschaft äußerst gelungen.

„Im Elfmeterschießen zu verlieren, ist dann halt Pech. Aber die Jungs haben tolle Moral gezeigt“, sagte Jolk ergänzend. Er sah seine Mannschaft, Tabellenzweiter der C-Liga, gegen den Dritten der B-Liga auf Augenhöhe. Lippborg hatte mehr Ballbesitz, doch Jahn glich dies mit Einsatz und Willen aus. So entwickelte sich ein packendes Pokalduell, bei dem Hozdic mit einem satten Rechtsschuss den Torreigen eröffnete (7.). Soest kam fünf Minuten später erstmals mit einem Freistoß nach vorne – und gleich klingelte es im VfJ-Kasten.

Einen Kopfball bekam Lippborgs Abwehr nicht verteidigt, Kipping konnte völlig freistehend zum 1:1 einschieben. Es ging Hin und Her. Die offensivstarken Gäste (schon 60 Liga-Tore) nutzten einen Torwartfehler von Holtschulte in Form von Peters, der nur noch abstauben musste – 1:2 (15.). Jahn Soest blieb frech, wie erneut Kipping den 2:2-Ausgleich erzielte war schon die ganze feine Klinge. Die Gastgeber spürten spätestens da, dass hier eine Pokal-Überraschung möglich ist.

Nach der Pause drückte Lippborg, Peters Kopfball verfehlte sein Ziel knapp (60.). Als Sauermann für Soest zum 3:2 traf, kannte der Jubel unter den rund 150 stimmungsvollen Zuschauern keine Grenzen mehr. Doch die Gastgeber brachten es nicht über die Zeit, Göbels Tor zum 3:3 in der Nachspielzeit bedeutete das Elfmeterschießen. Nach fünf Schützen hatten beide einen Fehlschuss, Soests letzter Schütze, Kapitän Schneider, vergab. So wurde Gosing zum Lippborger Helden.

„Wir haben es verpasst, nach den Führungen Ruhe rein zu bekommen. Es war ein typisches Pokalspiel“, so VfJ-Coach Daniel Wiengarn nach dem Erfolg.

TuS Jahn Soest: Holtschulte, Kipping (86. Murugiah), Tantoh, Sujeewahran (65. Papko), Weber, Laskowski (81. Steinhoff), Mantau, Sauermann, Schneider, Hansel, Jayachandaran (58. Krause).

VfJ Lippborg: Gosing, Mittmann, Maduch, Engels (76. Beumer), Hozdic, Spockemeier (69. Nowotny), Peters, Göbel, Nordhues, Hilmer, Büscher (56. Rünker).

Tore: 0:1 Hozdic (7.), 1:1 Kipping (12.), 1:2 Peters (15.), 2:2 Kipping (27.), 3:2 Sauermann (75.), 3:3 Göbel (90.+2). Elfmeterschießen: 4:3 Papko, 4:4 Hilmer, 4:5 Nordhues, 5:5 Steinhoff, 5:6 Rünker, 5:7 Hozdic, 6:7 Sauermann, 7:7 Hansel, 7:8 Peters

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