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Kreispokal Soest: Derbys in Werl, Welver, im Lippetal und an der Möhne sowie Vergleiche David gegen Goliath

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Von: Frank Zöllner, Michael Rusche

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Möhnesee-Derby in der Fußball-Kreisliga A: SpVg Möhnesee - SuS Günne 1:1
Zum Möhnesee-Derby zwischen dem SuS Günne und der SpVg Möhnesee kommt es am Sonntag. © Sebastian Heinke

Im Kreispokal Soest (1. Runde und noch ein Quali-Spiel) stehen am Sonntag zahlreiche Derbys in Werl, Welver, im Lippetal und an der Möhne an, die Soannung und Emotionen versprechen. Auch Vergleiche David gegen Goliath gehören dazu.

Kreispokal, 1. Runde: SuS Günne – SpVg Möhnesee, So, 15 Uhr, Platz an der Staumauer. Ein Derby zum Pflichtspiel-Auftakt – besser geht es eigentlich nicht. „Das ist eine gute Generalprobe. Das ist auf jeden Fall ein richtiges Spiel zum Auftakt“, sagt Günnes Trainer Michael Knobloch.

Christopher Horstmann, Trainer der SpVg Möhnesee, ist ebenfalls voller Vorfreude: „Ein Derby auf einem neuen Platz...“ Da erwartet er angesichts der Rivalität auch, dass die typischen Derby- und Pokalattribute wie „kampfbetont, energiegeladen und emotional“ gezeigt werden.

Der Landesliga-Aufsteiger SVW Soest spielt im Westfalenpokal

Während Horstmann mit der Vorbereitung und den Testergebnissen (drei Siege und eine Niederlage) zufrieden ist und über einen vollen Kader verfügt, hat Günnes Michael Knobloch sein Team noch nicht soweit, wie er es gerne hätte. Das wurde auch beim 3:12 gegen die in der Westfalenliga spielende U19 der Hammer SpVg am vergangenen Mittwoch deutlich. „Da haben sich zwei Spieler verletzt und als meine Jungs bei der Hitze zur Pause fast schon erledigt waren, hat Hamm seine erste Garde eingewechselt“, versucht Knobloch eine Einordnung. So zog sich Marvin Beimann eine Knieverletzung zu und der aus der eigenen Jugend stammende Kaan Bahadir fällt für sechs bis acht Wochen mit einer Schulterverletzung aus.

Die Vorbereitung lief eher stockend. Da bis Donnerstag vergangener Woche der Kunstrasen durch die Erneuerungsarbeiten gesperrt war, musste der SuS zum Nachbarn nach Niederense zum Training oder auf dem Soccer-Kleinfeld trainieren. Dazu kamen einige Corona-Fälle, Urlauber und Verletzte. „Unter den Umständen bin ich aber zufrieden. Es fehlen einige, dafür kehren aber auch einige Spieler zurück“, sagt Knobloch.

1. Runde: SC Lippetal – SG Oestinghausen, So, 15 Uhr, Lippekampfbahn. Das Lippetaler Derby ist einer der Höhepunkte der ersten Runde. Beim Gastgeber ist die personelle Lage wieder viel besser als vergangene Woche, als ein Testspiel abgesagt werden musste. Nur Karimani und Schürmann fehlen; Goldstein ist langsam auf dem Weg zurück. „Im Training wurde sehr hart gearbeitet, das war die härteste Vorbereitung für die Spieler“, sagt Alex Brede als Sportlicher Leiter – in der Hoffnung, dass sich das später auszahlt. „Wir wollen SGO einen harten Fight liefern“, ergänzt er.

SGO-Trainer Dierk Meincke fährt mit Respekt nach Herzfeld. „Die hatten letztes Jahr schon eine starke Mannschaft, die sie noch weiter verstärkt haben“, zählt er Spieler wie Onyedinma und Kourouma auf, „die haben einen Kader mit Bezirksliga-Qualität“. Dennoch wollen die Ahse-Kicker ihr Spiel durchziehen, wollen Spieler wie Wilczek und Torjäger Daoud in den Griff bekommen. Natürlich fehlt Kampschulte nach seinem Achillessehnenriss. Kuhnt ist in Urlaub, Steinlein hat eine Zerrung, der Rest des Kaders ist trotz kleiner Blessuren dabei.

Sönnerns Spielertrainer Frank Vollenberg ist verletzt - schließt aber einen Pokaleinsatz nicht aus

Kreispokal, 1. Runde: Fatihspor Werl – SV Hilbeck, So, 15 Uhr, Sportpark. Das Werler Derby soll für den Favoriten keine Stolperfalle werden. „Wir nehmen das Spiel extrem ernst und werden mit aller Seriosität auftreten. Ich habe keine Zweifel, dass wir eine Runde weiterkommen“, sagt SVH-Trainer Uwe Beck. Er will den Spielern Einsatzzeit geben, die am Freitag beim Test in Rheda nicht so viel Einsatzzeit bekommen haben. Den Gegner kennt er nicht, weiß aber, dass Fatihspor hoch motiviert die Aufgabe angehen wird.

Das ist in der Tat so: „Wir geben unser Bestes, wollen gewinnen und dafür alles raushauen“, sagt Gökhan Yigit, der neue Trainer des B-Kreisligisten. Zweimal traf seine Mannschaft in den sechs Pokalspielen seit Vereinsbestehen auf den SV Hilbeck – einmal gab es eine klare Niederlage, einmal kamen die Türken in die Verlängerung. Nun wünscht er sich, dass aller guten Dinge drei sind...

Kreispokal, 1. Runde: TuS Echthausen – TuS Bremen, So, 15 Uhr, Waldstadion. Im Duell des C-Ligisten Echthausen mit dem A-Kreisliga-Meister TuS Bremen ist die Favoritenrolle klar verteilt. Alles andere als ein Sieg des Neu-Bezirksligisten wäre eine große Überraschung.

Husaren-Trainer Eren Temiz geht das Spiel jedenfalls mit dem nötigen Ernst an. „Endlich geht es wieder los. Ich bin mit dem Sommer absolut zufrieden“, sieht er sein Team gerüstet. Urlauber David Wagner wird fehlen, drei, vier angeschlagene Spieler wird er wohl schonen. „Wir wollen im Pokal kein Risiko eingehen“, ist alles schon auf den Meisterschaftsstart eine Woche später ausgerichtet. „Ohne Echthausen klein reden zu wollen, da müssen wir gewinnen“, sagt er ganz deutlich.

Echthausens Trainer Sascha Palzhoff sieht sein Team natürlich auch als klaren Außenseiter, „das muss man ganz klar so sehen. Wenn wir Bremen ärgern wollen, müssen wir lange die Null halten. Für ein Tor sind wir immer gut, in der vergangenen Saison haben wir im Schnitt drei Tore pro Spiel geschossen“, sagt er aber und kann auf Bestbesetzung bauen. Vielleicht gelingt ja eine Überraschung.

Julian Bober
Julian Bober (r.) © Rusche

Kreispokal, 1. Runde: GW Ostönnen – SF Ostinghausen, So, 15 Uhr, Am Weinberg. Im Vorjahr den damaligen Bezirksligisten SC Sönnern aus dem Pokal geworfen und dem späteren Sieger einen starken Kampf geliefert – nun geht es wieder gegen einen Bezirksligisten für das Team von Trainer Dirk Symmangk, „Ostinghausen ist noch einmal eine andere Nummer. Sie sind der klare Favorit, haben sich noch einmal gut verstärkt und zuletzt gegen einen Landesligisten gewonnen. Das ist eine der schwersten Aufgaben, die man bekommen kann“, sagt der GWO-Trainer und hält den Gast für eine der besten Mannschaften im Fußballkreis Soest. Obwohl ihm einige Spieler wegen Urlaubs fehlen, hofft Symmangk, dass sein Team trotzdem längere Zeit mithalten kann.

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Ein wenig ersatzgeschwächt tritt der Bezirksligist aus Ostinghausen an. Bömer Schulte ist fraglich, Torwart Koch fehlt, sodass Ersatzkeeper Sebastian Sprenger zwischen die Pfosten gehen wird und Spielpraxis bekommt. Auch Tschorn kann nicht mitspielen. „Wir wollen weiter in einen Rhythmus kommen“, sagt Trainer Julian Bober dessen ungeachtet, der den Fokus auf den Meisterschaftsstart in einer Woche legt. „Ich hoffe, dass sich keiner verletzt“, blickt er mit seinem klar favorisierten Team auf das Pokalspiel.

Westfalenpokal, 1. Rnde: RW Westönnen - SC Verl 0:3 (0:2).
Nach seinem Westfalenpokal-Spiel tritt der RW Westönnen in Borgeln an. © Zöllner

Kreispokal 1. Runde: TV Borgeln – RW Westönnen, So, 15 Uhr, Platz an der Jahnstr. Für den Titelverteidiger ist es der größtmögliche Kontrast. Am vergangenen Freitag ging es gegen Drittligist SC Verl im Westfalenpokal, nun geht es im Kreispokal zum C-Liga-Aufsteiger. „Das ist eine Pflichtaufgabe, in der wir die Favoritenrolle auf jeden Fall annehmen“, sagt RWW-Trainer Christoph Linstaedt.

Weitere Spiele

Zudem spiel: TuS Jahn Soest – Preußen TV Werl, VfJ Lippborg – TuS Niederense, Germania Hovestadt – TuS Wickede,

SF Soest-Müllingsen – SC Sönnern und SF Waltringen – BV Bad Sassendorf

Die Generalprobe für den Meisterschaftsauftakt in der Bezirksliga 7 eine Woche später mit dem Derby gegen den Landesliga-Absteiger SV Hilbeck will Linstaedt dazu nutzen, um noch einiges auszuprobieren. Dabei fordert er aber unmissverständlich eine „hohe Konzentration“ seiner Spieler ein. „Wir gehen das Spiel ernsthaft an“, sagt Christoph Linstaedt.

Ihm fehlen allerdings ein paar Spieler wie Ufuk Topcu nach seiner Grippe oder sind angeschlagen. Dafür sollen Mika Laenen und Julian Franke als Urlaubsrückkehrer Einsatzzeiten erhalten.

„Das ist ein Spiel, da können sich die Jungs und auch der ganze Verein drauf freuen. Das ist ein Bonbon“, sagt Borgelns neuer Trainer, Alex Pahl. Immerhin kennt er den Gegner noch aus der Vorsaison, als er als Hultroper Trainer Gegner der Rot-Weißen in der Bezirksliga war. „Christoph macht in Westönnen eine Riesenarbeit“, lobt Pahl seinen Kollegen.

Er sagt, dass „das spielerisch zwei Welten“ sind, die Sonntag aufeinandertreffen. Zudem fehlen ihm einige Akteure aus privaten Gründen und er muss das Aufgebot mit Reservespielern auffüllen. „Wir legen den Fokus auf den Saisonstart in der Kreisliga C. Ich hoffe, es geht nicht deutlich aus.“

Welvernaer Derby Höhepunkte des Schwefer Sportfestes

Kreispokal, Qualifikation: TuS Schwefe – SV Welver, So, 15 Uhr, Zum Spielplatz. Das Welveraner Derby findet zum Abschluss des Schwefer Sportfestes statt. „Der TuS Schwefe hat um die Verlegung gebeten. Dem sind wir gerne entgegengekommen“, sagt Welvers Trainer Robert Preker vor seiner Pflichtspiel-Premiere. Der Nachfolger von André Kintscher erwartet „eine interessante Atmosphäre mit einigen Zuschauern“. Sein Team müsse auf dem schwer bespielbaren Platz aber ihre Favoritenrolle annehmen. „Schwefe wird uns das Leben schwer machen. Sie hatten respektable Ergebnisse. Aber wir nehmen die Favoritenrolle wahr“, sagt Preker, der zum Großteil seinen Kader beieinander hat, aber zu seinem Bedauern auf die beiden noch nicht spielberechtigen, hochgeschriebenen A-Jugendlichen Niklas Hanisch (ist noch 17) und Nick Zimbelmann verzichten muss.

„Wir freuen uns auf das Spiel in dem Rahmen unseres Sportfestes. Was gibt es Schöneres als ein Derby im Pokal?“, fragt Klaus Pfeifer, der Trainer des Gastgebers. Der A-Liga-Absteiger hat ordentliche Resultate in der Hinrunde erzielt, Pfeifer will das Spiel aber auch als weiteres Testspiel nutzen und hat seinen kompletten Kader zur Verfügung.

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