Ein Kreispokal-Finale auf Augenhöhe 

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Ende Oktober vergangenen Jahres schlug Schwarz-Gelb Oestinghausen daheim Rot-Weiß Westönnen im Bezirksliga-Spiel mit 1:0 – es war das vorerst letzte Aufeinandertreffen der beiden Bezirksligisten

Soest – Auf ein spannendes Duell auf Augenhöhe dürfen sich die 300 Zuschauer am Sonntag ab 15.30 Uhr im Soester Jahnstadion zum Kreispokal-Endspiel der Saison 2019/20 freuen, wenn der Titelverteidiger RW Westönnen auf den Bezirksliga-Rivalen SG Oestinghausen trifft.

Denn wenn es nach den meisten Trainern der Bezirksliga 7 geht, wird beiden Teams in der kommenden Spielzeit, die am 6. September beginnt, eine vordere Platzierung zugetraut. „Das kann ich so nicht unterschreiben. Was uns zugetraut wird oder nicht; dafür muss schon alles passen“, sagt RWW-Trainer Christoph Linstaedt. 

Aber er weiß aus eigener Erfahrung, dass so ein Pokalsieg eine Woche vor Meisterschaftsstart eine große Euphorie auslösen und für reichlich Rückenwind sorgen könnte. „Dafür müssen wir aber erst Oestinghausen schlagen. Die hatten bis zur Corona-Pause eine tolle Phase und haben sich weiterentwickelt. Das wird ein enges Spiel“, glaubt Linstaedt.

 SGO-Trainer Dierk Meincke sieht sein Team allerdings als klaren Außenseiter an. „Es wird unheimlich schwer. Ich habe Westönnen im Pokal-Halbfinale gegen Hilbeck gesehen. Sie haben schon eine starke individuelle Klasse“, sagt Meincke. „Mit Heinz haben sie einen überragenden Stürmer und sie kommen ständig über die Flügel mit viel Tempo. Im Schnitt in den vergangenen zwei Spielzeiten drei Tore pro Spiel zu erzielen: Das ist schon eine Hausnummer“, hat der SGO-Trainer eine hohe Meinung vom Gegner. 

Um gegen den RWW zu bestehen, müsse sein Team bei eigenen Ballverlusten „schnell wieder in die Ordnung kommen und Westönnen wenig Raum zum Kombinieren zu lassen. Bei Westönnens Offensivkraft geht es nur über die Defensive. Wir werden kein Hurra-Fußball spielen und den Gegner einladen“, erklärt Meincke.

 Die Blaupause dafür war der jüngste Vergleich zwischen den beiden Bezirksliga-Rivalen. Am 27. Oktober vergangenen Jahres siegte SGO als Außenseiter gegen die damals allerdings stark ersatzgeschwächten Rot-Weißen mit 1:0 durch ein Tor von Lars Werthschulte. Das Rückspiel fand auf Grund des corona-bedingten Saisonabbruchs nicht mehr statt. 

Großer gegenseitiger Respekt

 Oestinghausens Stärke sieht der Trainer in der stabilisierten Defensive und den erfahrenen Offensivkräften wie Werthschulte, Dervis Ustaoglu und dem Neuzugang Nick Weber. Trotz des großen Respekts vor dem Gegner will der Halbfinal-Bezwinger des Landesligisten SV Hilbeck (7:6 nach Elfmeterschießen) sich natürlich nicht verstecken.

 „Es ist aber wichtig, dass wir über 90 Minuten konstant gute Leistungen bringen“, sagt Linstaedt. Für Meincke wäre es bei der ersten Kreispokal-Finalteilnahme seit 2010 durchaus nicht ehrenrührig, wenn es sein Team durch Defensivstärke ins Elfmeterschießen schafft. „Der Sprung ins Endspiel ist schon ein großer Erfolg, zumal wir Sönnern und SVW Soest ausgeschaltet haben. Aber wenn man im Finale ist, will man auch den nächsten Schritt gehen“, erklärt Meincke. 

Bei RW Westönnen fällt im Finale Kevin Nicolai aus, Julian Franke (Leiste) und Christopher Clarysse sind zudem fraglich. Bei SG Oestinghausen müssen der zentrale Defensivspieler Oliver Kuhnt (Sprungelenk) und Außenbahnspieler Jannick Dieckmann ersetzt werden.

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