Trainer Patric Bals hat den Kader verbreitert

A-Kreisligist TuS Schwefe hat für die kommende Saison nur ein Ziel

Die Neuzugänge des TuS Schwefe für die Saison 2021/22: (oben von links) Trainer Patric Bals, Juan Siedo, Louis Esken, Hendrik Hanisch, der sportliche Leiter Marc Lehmann, (unten von links) Mathis Osterhoff, Lukas Litzenberger (hält sich zunächst fit), Erik Stephan, Jason Baiyrami und Henning Teiner. Es fehlt Sebastian Kaufmann.
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Die Neuzugänge des TuS Schwefe für die Saison 2021/22: (oben von links) Trainer Patric Bals, Juan Siedo, Louis Esken, Hendrik Hanisch, der sportliche Leiter Marc Lehmann, (unten von links) Mathis Osterhoff, Lukas Litzenberger (hält sich zunächst fit), Erik Stephan, Jason Baiyrami und Henning Teiner. Es fehlt Sebastian Kaufmann.

Am 20. September 2020 beendete der A-Kreisligist TuS Schwefe eine Horrorserie. Das 1:0 am 3. Spieltag im Welveraner Gemeindeduell bei Aufsteiger SuS Scheidingen beendete die 22-monatige Sieglos-Serie seit dem November 2018.

Schwefe – Und der vor der Ende Oktober unterbrochenen und im Frühjahr diesen Jahres abgebrochenen Saison gekommene Neu-Trainer Patric Bals wusste um das Manko. Denn Schwefe blieb in der Vorsaison 2019/20 bei zwei Punkten sieglos, hatte aber das Glück, dass es wegen des Saison-Abbruchs keine Absteiger gab.

„Wir haben die Defizite gesehen und das Pensum langsam hochgeschraubt. Das hat sich irgendwann gelohnt“, erinnert sich Bals an seine Anfänge.

Er arbeitete auch an der Trainingsdisziplin – Ausreden der billigen Art akzeptierte er nicht – und an der Zusammengehörigkeit. So verbrachten die Spieler wieder mehr Zeit nach den Partien und dem Training miteinander anstatt sofort vom Platz zu verschwinden. Und so kamen zum Trainingssauftakt am Dienstagabend 17 Spieler, in der Woche davor zum ersten Aufgalopp nach der langen Corona-Zwangspause waren es sogar 19. Marc Lehmann, spielender sportlicher Leiter erinnert sich auch an Zeiten, als vor Bals nur sechs Spieler beim Training waren.

Unser Saisonziel ist der Klassenerhalt. Dafür kämpfen wir.

Patric Bals, Trainer TuS Schwefe

Das zahlte sich aus: „Wir haben gezeigt, dass wir konkurrenzfähig sind und auch bei einigen knapperen Niederlagen gut mitgehalten haben“, sagte Bals. Zum Zeitpunkt des Abbruchs bedeutete das Platz zehn mit neun Punkten – „und Welver und Scheidingen als Ortsrivalen haben wir hinter uns gelassen“, erinnert sich Bals.

Da war schon zu erkennen, dass die Spieler nicht mehr so schnell auch nach neuerlichen Rückschlägen wie dem 0:10 zum Saisonstart gegen BV Bad Sassendorf die Köpfe hängen lassen.

Damit das so bleibt, ist der Kader durch drei Zugänge im Winter und fünf im Sommer in der Breite gewachsen, zumal es mit Torwart Janik Giese (kehrt in seine Heimat ins Sauerland zurück) nur einen Abgang gibt. „Dadurch bekommen wir auch einen größeren Konkurrenzkampf“, wünscht sich Bals. 22 Spieler umfasst der Kader, von denen 19 dauerhaft verfügbar sein sollten.

Seit dem Winter sind die beiden Schlussleute Sebastian Kaufmann (38, vom B-Ligisten BSC Weslern) und Erik Stephan (21, vom B-Ligisten SV Eilmsen) sowie Hendrik Hanisch dabei (21, vom SV Welver, Mittelfeld).

Dazu kommen noch vier eigene A-Jugendliche aus der JSG Westönnen/Welver/Schwefe/Ostönnen/Borgeln und Juan Siede vom SV Welver, der als offensiver Mittelfeldspieler auch schon in der Jugend in der Bezirksliga kickte.

Auch Mathis Osterhoff spielte dabei im Bezirksliga-Team im Tor, soll aber als Stürmer oder im zentralen Mittelfeld eingesetzt werden. „Er bringt alles mit, um es sofort zu schaffen“, sagt Bals. Eher herangeführt werden sollen Verteidiger Henning Teiner, der 6er Louis Esken und der Mittelfeldspieler Jason Baiyrami. Dazu gibt es noch Gespräche mit drei, vier weiteren Kandidaten.

Gleich vier Titelanwärter

Das Saisonziel ist dennoch klar formuliert: „Das ist der Klassenerhalt. Dafür kämpfen wir“, sagt der Trainer. Auf Augenhöhe sieht er dabei Preußen TV Werl, SV Hilbeck II und auch den SV Welver. Aufstiegskandidaten für Lehmann und Bals sind BV Bad Sassendorf, TuS Bremen, TuS Wickede, SVW Soest II und mit Abstrichen SpVg Möhnesee.

Die siebenmonatige Pause wurde mit einer Lauf-App überbrückt, in die die Spieler die vorgegebenen Aktivitäten dokumentieren mussten. Die meisten hielten sich daran und einige machten sogar noch mehr.

Im Juni stehen zunächst zwei Trainingseinheiten pro Woche an, ab Juli dann drei bis zum mutmaßlichen Saisonstart am 15. August. „Wir arbeiten zunächst an den Basics. Nach der langen Pause geht es um simple Dinge wie Ballannahme und Ballbehandlung“, sagt Bals.

Das Testspielprogramm steht noch nicht komplett. Am 1. August geht es zu GW Arnsberg und am 8. August kommt der TSV Rüthen.

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