Zi Wéi Shú

Soester Kampfschule bietet neue Form der Selbstverteidigung an

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Die Sportart ist eine schnelle Form der Selbstverteidigung für Jedermann.

Soest - Die Soester Kampfkunstschule Tetzlaff bietet seit Januar ein neues Systems der Selbstverteidigung an: „Zi Wéi Shú“. 

Im Trainingsraum hängt der Geruch von Anstregung, Schweiß rinnt den Sportlern über die Gesichter, erstickte Laute sind zu hören, wenn Trainer Sven Tetzlaff ihnen immer wieder unerbittlich zuruft: „Nicht so langsam, Tempo, Tempo, Tempo“. Die Männer und Frauen knien auf dem Boden im Kreis, eine Art Boxsack zwischen den Beinen. Wie von Sinnen trommeln sie mit ihren Fäusten auf die weichen Matten, schneller, immer schneller, bis auch den Stärksten die Kraft verlässt.

Wurzeln im Kung Fu 

Zweimal in der Woche tun sie sich diese Tortur an, montags und mittwochs kommen sie zum „Zi Wéi Shú“, der neusten Sportart, die die Kampfkunstschule Tetzlaff am Riga-Ring in Soest anbietet. Seit Januar kann das Selbstverteidigungssystem, das seine Wurzeln im Kung Fu hat, dort erlernt werden. „Erlernen kann diese Sportart jeder“, weiß der Meister. Es komme nicht auf die körperlichen Voraussetzungen an, berichtet er weiter. Egal ob dick oder dünn, groß oder klein, Mann oder Frau – im Zi Wéi Shú werden mit steigendem Erfahrungsgrad die persönlichen Voraussetzungen unwichtig.

 „Es geht gerade darum, dass eigene Körpergefühl zu stärken, die eigenen Schwächen zu kennen und natürlich die Stärken effektiv zu nutzen.“ Die Sportler, die derzeit regelmäßig zum Trainig kommen, um sich vom Meister „quälen“ zu lassen, wollen nicht in erster Linie stark für den Kampf werden. Ihnen geht es um Fitness – und die baut sich beim Zi Wéi Shú so schnell auf, wie in kaum einem anderen Training. „So, wie die Jungs und Mädels heute trainieren, werden sie in drei Monaten nicht mehr hier stehen“, sagt Tetzlaff lachend. Er ist sich sicher: Schon bald sind seine Schützlinge kaum noch außer Atem, wenn er sie wieder und wieder zu Höchstleistungen antreibt. Wurf-, Tritt-, Schlag- und Hebeltechniken werden beim aufeinander aufbauenden Trainig erlernt. 

Ziel: Die Techniken automatisch abrufen

Der Kniff: Die Sportler lernen diese aus allen Distanzen gezielt einzusetzen, um sich im Falle eines Falles tatsächlich effektiv schützen zu können. Traditionelle Formen, wie sie im Kung Fu oft zu finden sind, finden in der schnellen Selbstverteidigungsform allerdings kaum Platz, auch traditionelle Waffen werden nichtim Training eingesetzt. Ziel: Die Techniken automatisch abrufen 

„Es geht darum, im schlimmsten Fall auf reale Bedrohungen vorbereitet zu sein“, führt Tetzlaff aus. In echten Konfliktsituation helfe schlicht keine ausgefeilte Technikform, sondern der schnelle und effektive Einsatz von gekonnten Bewegungen, um sich selbst schnell außer Gefahr zu bringen. „Und die üben wir hier im Training so lange, bis sie quasi automatisch abgerufen werden können.“

Information

Interessierte können sich montags und mittwochs zu einer Probestunde einfinden. Eine Anmeldung ist unter www.kampfkunst-tetzlaff.de möglich.

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