Kreissportbund

Soester Bürgermeister-Kandidatin fordert: Sportler sollen in die Politik

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Bärbel Dittrich (rechts) kandidiert für den Bürgermeister-Posten in Soest.

„Wir müssen viel politischer werden.“ Mit Bärbel Dittrichs Appell an die Vereinsvertreter, die am Dienstagabend zur Regionalkonferenz des Kreissportbundes erschienen waren, ging die angehende SPD-Kandidatin für den Soester Bürgermeister-Posten ausdrücklich nicht auf Stimmen- oder gar Genossenfang. 

Kreis Soest - „Ich kann beides trennen, und Fragen dazu, wie die SPD zu diesem oder jenem steht, werde ich nicht beantworten“, so die KSB-Vorsitzende.

Ihre Aufforderung gehörte eher in die Kategorie „Kommt der Prophet nicht zum Berg“: Der Kreissportbund fühlt sich von der Politik nicht hinreichend vertreten, also sollten die Sportler in die Politik gehen.

Vereinsführung ist eine harte Arbeit

Beim Kreis Soest etwa sei der Ausschuss zunächst nicht ausschließlich für Sport zuständig, sondern auch für Bildung, Integration und Schule. Von den Ausschussmitgliedern seien dann vielleicht zwei sportaffin, so die KSB-Geschäftsführerin Sabine Homann, „und bei einem der beiden erstreckt sich das darauf, dass er samstags die Sportschau einschaltet.“ Dittrich ergänzt: „Und wer einmal die Woche kicken geht, weiß noch lange nicht, welch harte Arbeit in der Vereinsführung steckt.“ Doch sie hat auch Verständnis: „Es strömen schließlich alle möglichen Gruppen auf die Politiker ein.“

Schon in der Vergangenheit habe man gefordert, zwei Sitze in den Ausschüssen mit KSB-Vertretern zu besetzen, in Soest sei dies abgelehnt worden: „Warum soll das, was in Herne oder Dortmund möglich ist, in Soest nicht möglich sein?“, fragt sich Dittrich. Der Weg in die Ausschüsse führe also zwangsläufig erst über einen Parteieintritt und dann ein Ratsmandat oder zumindest die Funktion eines sachkundigen Bürgers: „Und da ist es mir mit Ausnahme einer Partei völlig egal, in welche Ihr eintretet, Hauptsache, Ihr kämpft für Eure Vereine.“

Soziale, pädagogische und integrative Aufgaben

Denn die seien mehr als die, die abends oder am Wochenende „in den Turnhallen rumlaufen“, so Homann weiter. Sie führte allerlei Aufgaben auf, die die Vereine übernehmen, von sozialen über pädagogische bis hin zu integrativen: „Wie viele Menschen wären einsam, gäbe es nicht Angebote für Senioren. Wir sind für viele die letzten Stütze – und all das müssen wir viel stärker nach außen tragen.“Denn die seien mehr als die, die abends oder am Wochenende „in den Turnhallen rumlaufen“, so Homann weiter. Sie führte allerlei Aufgaben auf, die die Vereine übernehmen, von sozialen über pädagogische bis hin zu integrativen: „Wie viele Menschen wären einsam, gäbe es nicht Angebote für Senioren. Wir sind für viele die letzten Stütze – und all das müssen wir viel stärker nach außen tragen.“

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