Sportschützen

Luftgewehr-Team aus Deiringsen verpasst die 2. Liga

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Schossen für den SV Deiringsen beim Relegationswettkampf in Dortmund: (von links) Philipp Rogner, Oliver Freund, Carmen Leonie Wulf, Michael Klues und Nina Rogner.

Dortmund - Die Enttäuschung hielt sich bei den Luftgewehr-Schützen des SV Deiringsen in Grenzen. Zwar verpassten sie bei der Relegation im Landesleistungszentrum Dortmund die Rückkehr in die 2. Bundesliga, doch die Konkurrenz war am Sonntag einfach zu stark.

„Dass die anderen Mannschaften so viel schießen, damit hatten wir nicht gerechnet“, sagte Michael Wulf, Abteilungsleiter beim SVD. Er fasste die Leistungen beim Wettkampf folgendermaßen zusammen: „Es war nicht total schlecht, aber insgesamt zu wenig. Große Aufstiegschancen hatten wir uns ohnehin nicht ausgerechnet.“

Nur die beiden besten der sieben Anwärter hatten Grund zum Jubeln. Neben dem herausragenden Team Wetterau aus Hessen, das auf 3930 von 4000 möglichen Ringen kam, steigt der SV Erdbach, ebenfalls Mitglied im Hessischen Schützenverband, in die 2. Liga auf. Wetterau war für Wulf von vornherein der Favorit. „Sie haben brutal gut geschossen, das ist eine andere Klasse“, war er beeindruckt. Roxana Sidi schaffte 798 Ringe und war die mit Abstand beste Schützin bei der Relegation.

Starke 396 Ringe im ersten Durchgang

Das beste Resultat für Deiringsen lieferte Carmen Leonie Wulf. Sie kam in der ersten Runde auf starke 396 und insgesamt auf 782. Der erste Durchgang war vom Allerfeinsten“, lobte Michael Wulf. Philipp Rogner schoss 773 Ringe, der zweite Durchgang sei mit 389 Ringen okay gewesen. Oliver Freund (763) war mit beiden Kämpfen zufrieden – im Gegensatz zu Nina Rogner (762). „Sie kann die Trainingsergebnisse im Wettkampf nicht umsetzen, ist zu nervös“, sagte Wulf. Michael Klues, wie Freund Nachrücker beim SVD, war mit seinen 746 Ringen „ganz zufrieden. Er schießt normalerweise Bezirksliga. Für ihn war es ein tolles Erlebnis“, so Wulf.

Mit insgesamt 3826 Ringen beendete der SVD, der zuletzt 2014/2015 der 2. Liga angehörte, den Aufstiegswettkampf auf dem siebten und damit letzten Platz. Der Rückstand auf den Sechsten VSS Epe, den Meister der Westfalenliga, betrug stattliche 29 Ringe, zum Aufstieg fehlten sogar 62. „Das ist schon viel“, sagte Wulf. Auch mit Spitzenschützin Iris Groenenboom, die mit der niederländischen Armee in Südafrika trainierte, wäre mehr als Rang fünf nicht drin gewesen.

Wulf hatte als Aufstiegskandidaten auch die Ohligser SG aus Solingen auf dem Schirm. Dem Rheinlandligameister fehlten am Ende acht Ringe auf Erdbach. Abgestiegen aus der 2. Bundesliga West sind die SF Emsdetten. Sie werden damit in der nächsten Saison auf den SV Deiringsen treffen. „Das wird eine schöne Westfalenliga“, freut sich Michael Wulf schon. Im Herbst geht‘s los.

Die Tabelle der Relegation

1. Team Wetterau

 Ringe

3930

2. SV Erdbach

3888

3. SF Emsdetten

3886

4. Ohligser SG

3880

5. SV Wissen II

3859

6. VSS Epe

3855

7. SV Deiringsen

3826



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