Soester Talentschmiede

Jugendtrainer lobt Nachwuchskicker: "Überragender linker Fuß"

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Mario Jurss, hier Anfang März im Spiel gegen Rödinghausen, will sich bei den Senioren durchsetzen.

Soest - Die Westfalenliga-A-Junioren des Spielvereins Westfalia Soest haben so einige Talente in ihren Reihen. Eines davon ist Mario Jurss. 

Der Offensivspieler hat in dieser Saison 15 Tore erzielt und ist damit der zweitbeste Schütze der Liga. In der kommenden Spielzeit wird der Nachwuchs-Knipser die erste Herren-Mannschaft der Soester in der Bezirksliga verstärken.

„Und er wird der Mannschaft auf jeden Fall weiterhelfen“, ist sein Jugendtrainer Ouassim Landoulsi fest überzeugt. „Er hat einen überragenden linken Fuß, einen tollen Torabschluss, gutes Tempo und ist auch taktisch sehr intelligent.“ Trotz dieser Lorbeeren seines Coaches weiß Mario Jurss, dass er in seinem ersten Seniorenjahr nichts geschenkt bekommen wird. „Ich werde definitiv Eingewöhnungszeit brauchen“, meint er.

Körperlichkeit und Erfahrung

Vor allem die Körperlichkeit und die noch fehlende Erfahrung müsse er aufholen, glaubt Jurss. „Der Seniorenbereich ist eben ein anderes Kaliber“, sagt er. „Doch wenn ich die Vorbereitung richtig mitmache, werde ich mich hoffentlich schnell daran gewöhnen.“

Schon in dieser Saison hat Mario Jurss einmal pro Woche mit der Ersten trainiert, kennt die meisten seiner baldigen Mitspieler daher bereits.

Auch Trainer Ibou Mbaye ist ein alter Bekannter. „Bei ihm habe ich in der Jugend ja auch schon gespielt“, erzählt Jurss. „Und ich habe nur positive Erfahrungen mit ihm gemacht.“

Interesse von anderen Vereinen

Seine Entscheidung in Soest zu bleiben, fiel Jurss daher nicht schwer – obwohl er auch andere Angebote hatte. „Schon im vergangenen Jahr wollten ihn Paderborn und Preußen Münster haben“, berichtet Ouassim Landoulsi. „Doch zum Glück ist er bei uns geblieben.“ Vor Jurss’ erster Herrenspielzeit flatterten dann wieder Interessensbekundungen anderer Clubs ins Haus.

„Doch Westfalia hat sich als erstes gemeldet“, begründet der A-Jugendliche seinen Verbleib. Dazu hat er wegen seiner Ausbildung zum Bankkaufmann in Soest ohnehin keine Zeit, woandershin zum Training zu fahren. „Das spielte auch eine Rolle, doch der sportliche Aspekt hat ganz klar überwogen.“

Beim SVW haben sie schließlich einiges vor, die Mannschaft peilt den baldigen Landesliga-Aufstieg an. Und Mario Jurss will dabei eine gewichtige Rolle einnehmen. „Ich traue mir einen Platz in der ersten Elf durchaus zu“, hat er seinen ersten Seniorenschritt fest vor Augen. Was danach kommt, lässt er allerdings ohne Druck auf sich zukommen. „Ich habe auch mit Blick auf meine Ausbildung erstmal geplant, die nächsten zwei Jahre in Soest zu bleiben“, erzählt Jurss. „Danach wird man sehen, was passiert.“ Für seinen Jugendcoach Ouassim Landoulsi hat Mario Jurss auf jeden Fall noch eine Menge Potenzial in sich. „Die Westfalenliga traue ich ihm schon irgendwann zu“, glaubt der.

Die Serie

Der Schritt in den Seniorensport ist häufig der, bei dem sich die Spreu vom Weizen trennt. Denn eine hohe Begabung reicht alleine nicht aus. In unserer Serie „Soester Talentschmiede“ stellen wir Nachwuchshoffnungen vor, die sich aktuell noch unter dem Radar bewegen, aber große Ziele vor Augen haben und in Begriff sind, zu festen Größen in ihren Klubs heranzureifen. Wie groß die Bühne ist, für die es irgendwann einmal reichen soll, das wissen sie und ihre Trainer am besten.

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