Hallenfußball

Heimisches Quartett möchte beim Warsteiner Masters in die Endrunde

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Grund zum Jubeln hatte der SV Hilbeck bei der Zwischenrunde; am Sonntag steht der SVH in der Endrunde.

Kreis Soest - Die 24. Auflage des Warsteiner Masters geht in die entscheidende Phase. Bevor am Sonntag die Endrunde in der Werler Dreifachhalle über die Bühne geht, bemühen sich bei der  Lucky-Loser-Runde am Samstag 20 Mannschaften darum, eines der sieben Tickets zu ergattern, die noch für Sonntag zu vergeben sind. 

Darunter sind mit dem SVW Soest, RW Westönnen, SF Ostinghausen, SC Sönnern und SV Welver noch fünf Teams aus dem Fußballkreis Soest.

Für Organisator Dieter Bethlehem ist zwar vieles schon Routine. Doch gesteht er auch ein: „Ich bin froh, wenn Montag ist. Es passieren doch immer wieder Sachen, die den Tagesplan durcheinanderwirbeln. Vieles ist aufwendiger geworden als früher.“ Dabei kann er sich aber auf die Hilfe von mehr als sechs Dutzend Helfern aus den Reihen des SV Hilbeck verlassen. So wurde die Rundum-Bande schon am Donnerstag aus Oelde geholt. Bethlehem erwartet schon am Samstag spannende Spiele: „Ich kann mich kaum erinnern, dass es eine solch attraktive Lucky-Loser-Runde gegeben hat. Daher erwarte ich  einen besseren Zuschauerzuspruch als im vergangenen Jahr.“

Dabei ist am Samstag auch Bezirksligist SVW Soest. Trainer Ibou Mbaye ist zwar schon im Outdoor-Modus, freut sich aber auf das Turnier, das er als Trainingseinheit ansieht, die nicht beeinträchtigt ist durch Bodenfrost oder andere Unbilden des Wetters. „Wir wollen am Sonntag dabei sein“, ist seine klare Maßgabe, auch wenn er auf Routiniers wie Hinne-Schneider, Bonk oder Geisthövel verzichtet.

Vorjahressieger Westönnen stapelt tief

Titelverteidiger RW Westönnen will sich nach der Final-Niederlage in der Werler Zwischenrunde schadlos halten. Trainer Christoph Linstaedt hält den Ball aber flach, will keine allzu hohen Erwartungen wecken. „Ich wäre froh, wenn alle gesund das Wochenende überstehen“, blickt er schon Richtung 16. Februar, wenn es draußen wieder um Punkte geht. 

Die Überraschungsmannschaft des gesamten bisherigen Turnierverlaufs ist die SG Eickelborn/Benninghausen. Als einziger B-Ligist ist die Spielgemeinschaft noch im Rennen, hat die entsprechende Wertung schon gewonnen und zusammen mit der eigenen Reserve schon 650 Euro sicher.

Nur der SV Hilbeck ist am Sonntag sicher dabei

Mit Ausrichter SV Hilbeck ist nur eine heimische Mannschaft mit Sicherheit am Sonntag im Rennen. Als Sieger der Werler Vorrunde haben die Schwarz-Gelben die Favoritenrolle, wenn es zum Auftakt gegen den A-Ligisten Kamener SC geht. „Ein Sieg wäre wichtig, um gut reinzukommen“, stellt SVH-Coach Kai Niggemann klar.

Torwartspiel in der von großer Bedeutung

Mit seinem Anschlusstreffer im Hallenfinale brachte Christopher Sander vom SV Hilbeck seine Mannschaft zurück auf Kurs. RW Westönnen führte im Endspiel der Zwischenrunde beim Warsteiner Masters in Werl bereits mit 2:0, ehe Sander den SV Hilbeck mit einem Distanzschuss zurück in die Partie holte. Hilbeck konnte ausgleichen und das Spiel im Elfmeterschießen für sich entscheiden. Damit schaffte der Landesligist die direkte Qualifikation für die Endrunde am Samstag. Christopher Sander ist jedoch kein Hilbecker Angreifer, sondern der Torwart der Schwarz-Gelben. Mit insgesamt drei Toren war Sander maßgeblich am Erfolg seiner Mannschaft beteiligt. Und das ist nicht überraschend, denn das Torwartspiel ist beim Hallenfußball noch wichtiger: Während das Feld in der Halle klein und die Spieleranzahl gering ist, lässt sich im eigenen Offensivspiel nur eine Überzahl schaffen, indem der Torwart als Anspielstation genutzt wird.

Lukas Kasparek, Torwart vom SVW, schaltet sich oft in den Aufbau ein.

Sander kennt aber auch die Schattenseiten eines zu offensiven Torwartspiels. „Westönnen hat das dann im Endspiel gut ausgenutzt, konnte den Ball ins leere Tor schießen.“

Einen guten Auftritt legte in Vor- und Zwischenrunde auch der Soester Torwart Lukas Kasparek in Bad Sassendorf hin, steuerte bis zum Finaleinzug einen Treffer bei und hatte wenige Sekunden vor dem Ende des Endspiels – Soest verlor 1:2 gegen den Oberligisten Westfalia Rhynern – die beste Gelegenheit zum Ausgleich. Aber sein Schuss von der Mittellinie prallte nur an den Außenpfosten. Kasparek plädiert ebenfalls für einen mitspielenden Torwart. „Es macht einfach mehr Spaß, wenn man sich am Spiel beteiligt“, sagt er. 

Außerdem müsse man dann nicht einen fünften Feldspieler einwechseln. „Das führt bei Ballverlusten immer wieder zu gefährlichen Situation“, sagt Kasparek, der wie Christopher Sander gleichzeitig einen kurzen Weg zurück ins Tor für richtig hält. 

Eines ist aber auch klar, macht der Torwart im Aufbauspiel zu viele Fehler, hat die eigene Mannschaft keine Chance auf ein Weiterkommen. Die technischen Fähigkeiten sollten bei einem Torwart auf einem guten Level sein, da sind sich die Torhüter einig.

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