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Bescherung beim Soester TV: Viele Trainer verlängern

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Von: Thomas Müller

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Die Handballer des Soester TV haben mit ihren Trainerteams verlängert (von links): Martin Denso (Co-Trainer Herren), Markus Behrens (2. Vorsitzender), Vadim Lammert (Co-Trainer Herren), Max Loer (Trainer Herren), Thomas Schnabel (Sparkasse), Steffi Behrens (Trainerin Damen), Meike König (Co-Trainerin Damen), Kai Schönfeld (Vorsitzender), Renee Werth (Co-Trainerin Damen) und Rainer Wolfgarten (Geschäftsführer).	Foto: HoffMann
Die Handballer des Soester TV haben mit ihren Trainerteams verlängert (von links): Martin Denso (Co-Trainer Herren), Markus Behrens (2. Vorsitzender), Vadim Lammert (Co-Trainer Herren), Max Loer (Trainer Herren), Thomas Schnabel (Sparkasse), Steffi Behrens (Trainerin Damen), Meike König (Co-Trainerin Damen), Kai Schönfeld (Vorsitzender), Renee Werth (Co-Trainerin Damen) und Rainer Wolfgarten (Geschäftsführer). © Hoffmann

Vorgezogene Bescherung für die Handballer vom Soester TV: Im Paket steckten gleich sechs Trainer für die ersten Mannschaften. Denn kurz vor Weihnachten gaben Steffi Behrens mit Meike König und Renee Werth ihre Zusage für die kommende Saison bei den Landesliga-Damen. Gleiches gilt für Max Loer mit Martin Denso und Vadim Lammert bei den Oberliga-Herren.

Soest - Damit setzt der STV ein Zeichen. An den Verein. An die Spieler, die da sind. An die Spieler, die bleiben. Und an die Spieler, die kommen werden.

Und es sollen neue Spieler kommen, denn gerade die Herren-Mannschaft steht (mal wieder) vor einem Umbruch. Eigentlich befindet sich der STV ja in einem permanenten Umbruch. Noch in dieser Saison sind die letzten Aufstiegshelden von 2015 verabschiedet worden wie Bekel, Voss-Fels oder Axel Loer.

Stabiles Grundgerüst bleibt bestehen

Grundsätzlich setzt der STV aber schon weiterhin auf ein stabiles Grundgerüst. „Wir sind sehr zufrieden mit der Entwicklung der Mannschaft. Aber ja, wir stehen wieder vor einem kleinen Umbruch“, erklärt Schönfeld. Das bedeute jedoch nicht den ganz großen Einschnitt: „Alle Spieler, bei denen es berufsbedingt und durchs Studium klappt, bleiben bei uns.“ Das wiederum verhindert nicht Abgänge. Neben Torhüter Veit Lichtenegger, der kürzertritt, dürfte auch Fabian Schnorfeil aus beruflichen Gründen seltener im Soester Trikot auflaufen. „Sein Pass bleibt aber in Soest. Das beweist einmal mehr die gute Atmosphäre in der Mannschaft“, so Schönfeld. Auch Jan Ole Zülsdorf – als Soester Eigengewächs eine der prägenden Figuren – wird durch ein Auslandssemester weniger im STV-Trikot zu sehen sein. Bei anderen Spielern müsse die berufliche Entwicklung noch beobachtet werden.

„Aber wir müssen jetzt reagieren“; so Schönfeld. Klar ist: Nur mit eigenen Talenten wird die erste Mannschaft nicht aufgefüllt. „Es wird externe Verstärkungen geben.“ Erste Gespräche laufen schon und der ein oder andere interessante oder interessierte Spieler ist auch schon in der Bördehalle gesichtet worden.

Klar ist: Beim Aufbau der Mannschaft setzt Soest wieder auf junge, talentierte Spieler aus Soest und Umgebung.

Es läuft und macht Spaß, wir entwickeln uns gut weiter. Die Truppe macht es einem einfach zuzusagen. Es war auch wichtig, dass die Mannschaft und das Trainerteam zusammenbleiben.

Max Loer, Trainer Oberliga-Männer

Für alle aktiven Spieler und Kandidaten für die Zukunft gilt: Max Loer mit seinem Trainer-Stab wartet bei den Herren – das gleich gilt für Steffi Behrens mit ihrem Stuff bei den Damen. „Kontinuität ist wichtig“, so Schönfeld.

Max Loer musste nicht lange überlegen, ehe er seine Zusage gab: „Es läuft und macht Spaß, wir entwickeln uns gut weiter. Die Truppe macht es einem einfach zuzusagen. Es war auch wichtig, dass die Mannschaft und das Trainerteam zusammenbleiben.“

Neben Loer machen auch sein Co-Trainer Vadim Lammert und Martin Denso weiter, das gleich gilt für Fitness-Coach Jannick Nöh und Physio Tim Köhne.

Martin Denso ist (natürlich) auch weiter dabei. Der Vater von Kapitän Luis Gran war schon unter Dirk Lohse Co-Trainer, zwischenzeitlich Interimstrainer und gehört als „Co“ eigentlich schon fest zum STV. Keine Frage, dass er auch weitermacht: „Es macht Spaß, mit den Jungs zusammenzuarbeiten, es ist ein großes Projekt, das schon seit ein paar Jahren läuft.“

Behrens ist Identifikationsfigur für den Frauenbereich

So wichtig Max Loer als Soester Gesicht und Identifikationsfigur für die Herren ist, ist Steffi Behrens für die Damen.

Die hatte vergangenen Sommer eigentlich schon aufhören wollen. Dann kam Corona. So wollte sie nicht aufhören. Und dann muss noch etwas passiert sein: Entweder Ehemann Markus im Abteilungsvorstand, die Überzeugungskunst von Abteilungsleiter Schönfeld, oder die Perspektive, gar nicht mehr drei bis vier Tage die Woche in der Bördehalle zu sein. Vielleicht war es auch die Perspektive, die sich gerade eröffnet.

Im Frauen- und Mädchen-Bereich soll sich in Zukunft richtig was tun: „Wir sprechen von leistungsorientiertem Sport für die Mädchen“, so Behrens. Hier etwas aufzubauen, hatte sich Abteilungsleiter Schönfeld schon beim Amtsantritt auf die Fahnen geschrieben.

Steffi ist eine exponierte Persönlichkeit, die idealerweise das Fachliche mit dem Menschlichen verbinden kann.

Abteilungsleiter Kai Schönfeld über Damen-Trainerin Steffi Behrens

„Bei den Damen sind wir super glücklich, dass Steffi zum dritten Mal Ja gesagt hat. Wir wollen den Damenbereich ausbauen“, so Schönfeld.

Und dabei spielt Behrens eine zentrale Rolle: „Steffi ist eine exponierte Persönlichkeit, die idealerweise das Fachliche mit dem Menschlichen verbinden kann.“

Dass Behrens nun die prägende Figur wird bzw. bleibt, ist schon eine kleine Überraschung: Eigentlich hatte sie schon aufgehört – und wollte es im Sommer wieder.

Doch für sie war die Zusage eine „Herzensangelegenheit.“ Nicht nur, weil ihr Mann Markus mittlerweile zum Abteilungsvize aufgestiegen ist. „Ich sehe sehr viel Potenzial in der B- und C-Jugend. Wir haben über einige Jahre richtig etwas aufgebaut.“ Auch in der Frauen-Mannschaft, die zwischenzeitlich sogar aus der Landesliga abzusteigen drohte, habe sich richtig was getan: „Die Entwicklung ist sichtbar. Wir schlagen Gegner, die wir vor einiger Zeit noch nicht geschlagen haben.“

Die junge Mannschaft soll weiter wachsen. Klar ist auch hier: Hinter der erfolgreichen Trainerin steht auch ein funktionierendes Trainerteam. „Ohne Meike und Renne hätte ich es nicht gemacht“, setzt Behrens voll auf die Hilfe von Meike König und Renee Werth.“ Und dann ist da ja auch noch das eigentliche Team, das Tore wirft und verhindern will: „Es ist ein tolles Team, es macht so viel Spaß.“

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