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Abliefern oder absteigen: Handball-Teams im Kreis Soest unter Druck

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Von: Frank Zöllner, Sebastian Heinke

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Andras Koerdt, Trainer der Handballer des TV Wickede beim Spiel gegen TV Halingen (25:27).
Stefan Koerdt, Trainer des TV Wickede, wählt vor dem Kellerduell der Handball-Landesliga-Herren drastische Worte, spricht von einem „Do-or-Die-Spiel“. © Thomas Nitsche

Für die beiden Kellerkinder in der Handball-Landesliga, TV Wickede und Soester TV II, geht es diesem Wochenende auswärts darum, den Kontakt nicht abreißen zu lassen. „Jetzt kommen die ‘Do-or-Die-Spiele’“, sagt TVW-Trainer Stefan Koerdt vor dem Duell bei Borussia Höchsten. Die Soester Oberliga-Reserve muss sich beim TV Halingen beweisen.

Landesliga 5, Männer: Borussia Höchsten – TV Wickede, So, 17.30 Uhr, Sporthalle Dortmund-Wellinghofen.

„Jetzt kommen die ´Do-or-Die-Spiele´“. So drastisch sich die Worte von Trainer Stefan Koerdt anhören, beinhalten sie aber durchaus einen Funken Wahrheit, wenn es um die sportliche Ausgangssituation der TVW-Handballer vor dem Gastspiel bei Borussia Höchsten geht.

Denn der Vorletzte (Höchsten) empfängt eben die Wickeder, die die rote Laterne innehaben. „Wenn es noch etwas zu verhindern gilt, ist es quasi Pflicht, hier zu punkten“, macht Koerdt unmissverständlich klar und blickt auf den durchaus wegweisenden Dezember für den TVW. Denn das Derby gegen Soest folgt unmittelbar.

Koerdt wollte den Abstiegskampf eigentlich ohne Druck angehen, doch dieser käme beim Blick auf die Tabelle ja von alleine, so der Trainer.

Kämpferisch haben die Wickeder ihre Ligatauglichkeit mehrfach bewiesen, Punkte gab es dafür aber nicht. Seit dem Auftaktremis gegen Menden warten die Wickeder auf etwas Zählbares. „Es zählt der Wille, es wird ein harter Kampf“, ist sich Koerdt sicher.

Nico Löbbecke und Daniel Fernandes Pereira stoßen Sonntag wohl wieder zum Team, Jonas Kleine wird fehlen.

TV Halingen – Soester TV II, Sa, 19.15 Uhr, Mehrzweckhalle Menden-Halingen, Halinger Dorfstraße 2, Menden.

Vor dem Duell in Menden vergleicht STV-Reservetrainer Reinhard Zimmer die beiden Teams anhand der bisherigen Saison-Statistiken: „Es treffen zwei der besten Angriffsreihen aufeinander. Das ist positiv. Auf der anderen Seite trifft aber die beste Abwehr der Liga auf die schlechteste. Das ist negativ.“ Und deshalb empfängt der Mender Vorortverein als Vierter (9:3 Punkte) den Drittletzten (2:10).

In Halingen erwartet den Gast eine gut gefüllte Halle und eine „körperlich robuste Mannschaft, die auch mit hoher Körperlichkeit im Angriff spielt und dort so auch Einzelaktionen sucht“, sagt der STV-Trainer. Entsprechend geht der Gast als Außenseiter in die Partie. „Das wird kein einfaches Spiel“, sagt Zimmer mit Blick auf fünf Partien in Folge mit vier Siegen und einem Remis der Halinger nach der Auftaktniederlage.

Sein Team solle aber ebenfalls Selbstvertrauen aus dem erfolgreichen Erreichen des „Final four“ im Kreispokal ziehen. „Das hat uns sicherlich gutgetan und den Schwung wollen wir mitnehmen“, wünscht sich Zimmer.

Fehlen werden die Langzeit-Verletzten Vogt und Schürhoff (Schulter), Tinnemeier (Fuß) sowie die Stoppelkamp-Brüder. Der Einsatz von Felix Ramsbrock wegen einer Fußverletzung ist fraglich.

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