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2G für Jugendliche: Geimpft, genesen oder raus - so reagieren die Verbände

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Von: Thomas Müller, Michael Rusche

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Impfung in Arm
Viele Jugendliche sind noch nicht geimpft - die Frage nach Booster-Impfung in anderen Altersgruppen ist dagegen hoch. © © Andreas Rother

Für Jugendliche ab 16 Jahren gilt ab sofort 2G: Wer nicht geimpft oder genesen ist, darf nicht mehr mitspielen. Das verursacht recht unterschiedliche Reaktionen bei den Sportverbänden.

Kreis Soest – Die Verbände reagieren recht unterschiedlich auf die neue Regelung für den älteren Nachwuchs.

Der Fußballkreis Soest hat den Jugendspielbetrieb bis zum Jahresende eingestellt, wie Erich Kreyenbrink, der Vorsitzende des Kreisjugendausschusses, erklärt.

Corona-Regeln im Sport: Was seit Mittwoch (24.11.) gilt.

Die Hinrunde bei den A-Junioren ist bereits abgeschlossen und der nächste Spieltag ist erst im neuen Jahr vorgesehen. Bei den C-Junioren ist die Quali-Runde bereits beendet. Hier seien keine weiteren Maßnahmen nötig. Bei den B-Junioren werden die beiden letzten Spieltage abgesetzt, alle Mannschaften haben neun Spiele absolviert.

Auch in den anderen Altersklassen, D-, F- und G-Junioren, sind keine Spiele mehr geplant. Bei den E-Junioren und bei den D-Juniorinnen sind noch einige wenige Spiele auszutragen. Hier überlässt der Kreis es den Vereinen, ob sie diese Spiele noch austragen oder nicht. Falls die beteiligten Vereine einen Spielverzicht in Betracht ziehen, ist der Staffelleiter zu informieren.

Beim Westdeutschen Basketballverband wird der Spielbetrieb normal fortgesetzt – auch im Jugendbereich, in dem ohnehin nur die Einspielrunde läuft. Schüler ab 16 Jahren aufwärts müssten entweder geimpft oder genesen sein. Bei mehr als zwei Corona-Fällen in einer Mannschaft sei eine Spielverlegung möglich. Für Kontrollen sei natürlich die Heimmannschaft verantwortlich. Zwingend nötig sei, dass die Personen am Anschreibetisch einen Mund-Nasen-Schutz tragen, um die Schiedsrichter zu schützen. „Bisher sind wird gut durchgekommen“, so Verbandsvorsitzender Uwe Plonka, der darauf verweist, dass der Verband auch strengere Regeln beschließen dürfe.

Das sagen Vereinsvertreter, Sportler und Funktionäre zur neuen 2G-Regel.

Der Westdeutsche Volleyballverband (WVV) räumt den U18- und U20-Teams zunächst bis Ende Januar ein, dass sie ihre Spiele absagen, wenn die Mannschaft nicht spielfähig ist. Das betrifft aber nur die Bezirksligen. Die Oberligen sollen spielen, damit die Qualifikation für die Westdeutsche Meisterschaft durchgezogen werden kann, so Stefanie Abraham, für Jugendarbeit und Schulsport zuständig in der WVV-Geschäftsstelle. „Sollten in den Oberligen Ungeimpfte spielen, können diese die Partien mit einem PCR-Test absolvieren. Aktuell ist das noch möglich“, so Abraham am Mittwoch. Das könne sich aber sicherlich noch ändern.

Im Handballverband Westfalen hofft Präsident Wilhelm Barnhusen, den Spielbericht bei den älteren Jugendlichen „so lange wie möglich aufrechterhalten zu können“. Im Auswahlbereich gebe es ohnehin kaum ungeimpfte Spieler. Was die Oberligen und Oberliga-Vorrunden angeht, seien jeweils die Staffelleiter zuständig: Sollte eine Mannschaft wegen ungeimpfter Spieler nicht antreten können, müsse das der Staffelleiter regeln. Der Spielplan sei so gestaltet, dass es noch genug Nachholtermine gebe. Für den Jugendspielbetrieb auf Kreisebene seien die Kreise selbst zuständig.

Der Handballkreis Hellweg will zunächst einmal den Spielbetrieb aufrechterhalten, wie Luka Scheerer aus dem Jugendausschuss bestätigt.

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